Lade Login-Box.
Topthemen: Coronavirus3 Fragen - 3 Antworten: Coburger OB-Kandidaten vor der KameraDie Videos der WocheDer BachelorCotubeBlitzerwarner

 

Rezeptfreie Arzneien können abhängig machen

Eine Tablette gegen Kopfschmerzen, eine zum Einschlafen: Freiverkäufliche Medikamente können abhängig machen, warnt der Berufsverband Deutscher Psychiater. Ein Anzeichen ist die vorbeugende Einnahme.



Auch ohne Rezept
Schlaf- oder Schmerzmittel gibt es auch ohne Rezept. Trotzdem sollte man sie auf keinen Fall dauerhaft einnehmen. Foto: Christin Klose   Foto: dpa

Bei Schmerzen oder Schlaflosigkeit können rezeptfreie Medikamente oft Abhilfe schaffen. Sie bergen aber bei längerfristiger Einnahme das Risiko, abhängig zu machen.

Das gilt insbesondere für Menschen, die sie einsetzen, um trotz Schmerzen oder Schlafstörungen dauerhaft leistungsfähig zu bleiben. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) hin.

Grundsätzlich sollten etwa freiverkäufliche Schmerzmittel daher nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht mehr als zehn Mal pro Monat eingenommen werden. Auch rezeptfreien Schlafmittel sollten nur kurzfristig und nach ärztlicher Rücksprache zum Einsatz kommen, besonders solche die den Wirkstoff Diphenhydramin oder Doxylamin enthalten.

Anzeichen für missbräuchliche Einnahme erkennen

Von einer missbräuchlichen Einnahme spricht man laut BVDP, sobald die Medikamente nicht zur Behandlung von Beschwerden eingesetzt werden, sondern um das eigene Wohlbefinden zu steigern. So sollte vorsichtig sein, wer Schmerz- oder Schlaftabletten ohne Absprache mit einem Arzt nur vorbeugend einnimmt. Auch das Horten von Medikamenten und das Auftreten von Gefühlen des Unwohlseins, wenn keine Arzneimittel zur Verfügung stehen, können Warnsignale für eine Abhängigkeit sein.

Wer solches Verhalten bei sich bemerkt, sollte sich an seinen Hausarzt wenden. Die Medikamente sollte dann nur in ärztlicher Begleitung abgesetzt werden. Auch Beratungsstellen helfen bei ersten Anzeichen von Medikamentenabhängigkeit weiter

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 09. 2019
12:19 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Kopfweh Medikamente und Arzneien Medikamentensucht Psychiater Schlafmittel Schlafstörungen Schmerzen und Schmerzmedizin Schmerzmittel Tabletten Ärzte
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Kopfschmerzen

21.08.2019

Was bei welchem Kopfschmerz hilft

Kopfschmerzen hatte fast jeder schon mal. Bei einigen verschwinden sie von selbst. Andere können vor Schmerzen kaum einen klaren Gedanken fassen. Was hilft wirklich dagegen? » mehr

Frau mit einer Erkältung

18.12.2019

Besser als Medikamente: Gegen die Erkältung hilft nur Geduld

Die Nase trieft, der Hals ist rau, der Kopf schmerzt. Schlägt die klassische Erkältung zu, ist das unangenehm. Medikamente können die Symptome lindern - ohne Geduld geht es aber nicht. » mehr

Schmerzende Schulter

27.01.2020

Schmerzende Schulter weiter bewegen

Tennisspieler und Basketballer, Maler und Elektriker: Manche Sportler und Berufsgruppen leiden immer wieder unter Schulterschmerzen - und auch bei anderen Menschen sind sie keine Seltenheit. Was tun? » mehr

Einnahme von Schmerzmitteln

25.09.2019

Was bei Schmerzmitteln zu beachten ist

Bei Kopfweh greifen viele schnell zu einem Schmerzmittel - ohne genau zu wissen, was sie da eigentlich schlucken. Welcher Wirkstoff ist aber der richtige? Und gibt es einen Gewöhnungseffekt? » mehr

Frau hält Hände vors Gesicht

11.02.2020

Gesichtsschmerzen haben viele Ursachen

Kopfschmerzen sind eine Volkskrankheit - Gesichtsschmerzen eher nicht. Für Betroffene sind sie aber oft eine große Belastung. Wichtig ist dann, die Symptome ganz genau zu beobachten. » mehr

Prof. Markus Scheibel

24.07.2019

«Frozen Shoulder» muss früh behandelt werden

Diagnose «Frozen Shoulder»: Die Schmerzen im Oberarm kommen aus dem Nichts, sind aber so heftig, dass an Bewegung oder ruhiges Schlafen nicht mehr zu denken ist. Den Arm jetzt ganz stillzuhalten, ist aber genau falsch. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 09. 2019
12:19 Uhr



^