Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimCoronavirusBlitzerwarnerVideosCotube

 

Windpocken treffen Erwachsene härter

Windpocken sind eine der klassischen Kinderkrankheiten. Doch der Begriff führt aufs Glatteis - denn sie sind kein Kinderkram, den Erwachsene auf die leichte Schulter nehmen können.



Impfung
Wer die Windpocken als Kind hatte, ist immun dagegen - alle anderen sollten über eine Impfung nachdenken.   Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Windpocken sind hochgradig ansteckend und gerade für Erwachsene alles andere als ungefährlich. Bei Kindern heilt die Erkrankung in der Regel binnen zwei Wochen wieder aus. Bei Erwachsenen kann sie deutlich länger dauern und stärker schwächen, auch das Komplikationsrisiko ist höher.

Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) auf Gesundheitsinformation.de hin.

Einmal immun - immer immun

Die gute Nachricht dabei: Wer einmal die Windpocken hatte, als Kind zum Beispiel, ist immun dagegen. Wer nicht immun ist, sollte über eine Impfung nachdenken. Die Ständige Impfkommission (STIKO)  empfiehlt die Impfung unter anderem allen Kindern sowie Menschen mit bestimmten Erkrankungen wie Neurodermitis.

Wichtig ist auch, dass sich Frauen mit Kinderwunsch impfen lassen. Der Grund: Eine Windpocken-Erkrankung in den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft kann bei Kindern schwere Fehlbildungen verursachen - und eine Infektion rund um den Geburtstermin ist für das Kind sogar lebensbedrohlich. Ist eine Frau bereits schwanger, kann sie sich gegen die Windpocken nicht mehr impfen lassen.

Blitz-Impfung nach Kontakt mit Erkrankten

Andere Erwachsene können die Impfung aber schnell - nämlich innerhalb von fünf Tagen - nachholen, wenn sie Kontakt mit Erkrankten hatten. Eventuell lässt sich die eigene Erkrankung so noch verhindern oder wenigstens abschwächen. Schwangere ohne Impfung können sich in solchen Fällen Antikörper verabreichen lassen, die sogenannte passive Immunisierung.

Grundsätzlich können nach Angaben des IQWIG  auch Geimpfte weiter an Windpocken erkranken. Das ist aber selten, zudem verläuft die Krankheit dann milder und mit geringerem Komplikationsrisiko.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
08. 11. 2019
12:22 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Fehlbildungen Geburtstermine Gesundheitssystem Impfungen Infektionskrankheiten Kinderkrankheiten Kranke Schwangere Schwangerschaft und Geburt Varizellen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Windpocken und Gürtelrose

22.07.2020

Der Zusammenhang zwischen Windpocken und Gürtelrose

Windpocken und Gürtelrose sind zwei unangenehme Krankheiten, die durch das gleiche Virus verursacht werden. Und beide können richtig Probleme machen - ein Überblick. » mehr

Impfung gegen Mumps für Erwachsene

13.07.2020

Mumps ist nicht nur eine Kinderkrankheit

Auch für Erwachsene besteht ein Risiko an Mumps zu erkranken, wenn sie nicht geimpft sind. Besonders Beschäftigten in bestimmten Berufen wird eine Impfung daher empfohlen. » mehr

Prof. Michael Weiß

14.08.2019

Impfungen bieten sicheren Schutz vor Kinderkrankheiten

Masern, Scharlach, Windpocken: Typische Kinderkrankheiten sind nicht so harmlos wie ihr Name klingt. Auch viele Erwachsene stecken sich an. Impfungen spielen beim Schutz eine zentrale Rolle. » mehr

Grippeschutzimpfung

31.07.2020

Grippeimpfung trotz Corona vor allem für Risikogruppen

Die Ständige Impfkommission empfiehlt auch während der Coronavirus-Pandemie eine Grippeimpfung hauptsächlich für Risikogruppen. Andere fordern eine Impfempfehlung für die gesamte Bevölkerung. » mehr

Windpocken

26.04.2019

Frauen mit Kinderwunsch müssen Windpocken-Impfstatus prüfen

Für ungeimpfte Schwangere sind Windpocken besonders gefährlich. Frauen mit Kinderwunsch sollten sich deshalb rechtzeitig informieren. » mehr

Impfpass

02.04.2020

Schwangere sollen sich gegen Keuchhusten impfen lassen

Die Impfung gegen Keuchhusten gehört zum Standard-Impfprogramm für Babys und Kleinkinder. Doch damit ist es nicht getan - auch Erwachsene brauchen eine Auffrischung. Und ab sofort auch Schwangere. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
08. 11. 2019
12:22 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.