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Sport beugt womöglich Grünem Star vor

Der Grüne Star ist eine tückische Erkrankung. Oft bleibt sie lange unbemerkt, so dass der Sehnerv immer weiter Schaden nimmt. Eine Studie gibt einen Hinweis, wie man das Risiko senken könnte.



Sport beugt womöglich Grünem Star vor
Joggen und andere Ausdauersportarten senken vorübergehend den Augeninnendruck. Ist der zu hoch, ist das ein Risikofaktor für eine Glaukom-Erkrankung.   Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Wer regelmäßig Sport treibt und in Bewegung ist, beugt damit womöglich der Augenerkrankung Grüner Star vor. Das berichtet die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) unter Verweis auf Ergebnisse einer Studie an mehr als 9500 Frauen und Männern im Alter zwischen 40 und 81 Jahren.

Diese Wirkung ist aus Sicht des Augenarztes Prof. Hagen Thieme durchaus plausibel. Demnach senkten Ausdauersportarten wie Radfahren oder Laufen vorübergehend den Augeninnendruck, so der DOG-Fachmann. Bei sportlichen Menschen sei der Sehnervenkopf besser durchblutet. Das seien unter anderem Faktoren, die erklären könnten, warum sportlich Aktive seltener an Grünem Star erkranken.

Unklar ist, ob Sport vielleicht auch hilft, eine bestehende Erkrankung zu stoppen. Das sei gegenwärtig noch nicht ausreichend untersucht, betont die Fachgesellschaft.

Zu hoher Augeninnendruck ist einer der Risikofaktoren für ein Glaukom, wie der Grüne Star auch genannt wird. Die Erkrankung ist nicht heilbar und wird häufig lange nicht bemerkt. Der Schaden lässt sich durch Medikamente, Therapien oder Operationen nur begrenzen. Je früher die Diagnose erfolgt, desto mehr kann vom Sehnerv gerettet werden. Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Erkrankungsrisiko.

Nach Angaben der DOG haben in Deutschland rund eine Million Menschen einen Grünen Star. Er zähle zu den häufigsten Erblindungsursachen.

© dpa-infocom, dpa:200716-99-810705/2

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dpa

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Veröffentlicht am:
16. 07. 2020
08:44 Uhr

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Augenärztinnen und Augenärzte Behandlungen Gefahren Glaukom Heilbarkeit Krankheiten Krankheitsrisiken Medikamente und Arzneien Risikofaktoren Schäden und Verluste
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16. 07. 2020
08:44 Uhr



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