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Corona-Schutz: Tipps zum Masken-Tragen im Sommer

Experten empfehlen die Mund-Nasen-Bedeckung als Schutz vor einer Corona-Infektion. Doch gerade an warmen Tagen können Masken lästig werden. Was hilft?



Mund-Nasen-Maske im Sommer
Vor allem an heißen Tagen empfinden viele Menschen die Mund-Nasen-Bedeckung als störend.   Foto: Kirsten Neumann/dpa-tmn

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind Mund-Nasen-Bedeckungen vielerorts Pflicht. Manche Menschen empfinden sie aber als lästig, vor allem an heißen Tagen, und auch in anderen Situationen stören die Masken. Hier einige Tipps, die helfen.

- Hitze: Viele Menschen empfinden das Tragen einer Maske ohnehin als beklemmend. «An warmen Tagen kommt auch noch das Problem hinzu, dass man unter der Maske schwitzt», sagt Dominic Dellweg, Arzt an der Lungenfachklinik Kloster Grafschaft in Schmallenberg (Nordrhein-Westfalen). Die Feuchtigkeit sei dann eine günstige Umgebung für Krankheitserreger und reduziere auch die Durchlässigkeit der Maske, weshalb das Atmen schwerer falle, erläutert der Experte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin.

Die Maske einfach lockerer zu tragen sei aber nicht empfehlenswert. Stattdessen sei es in Ausnahmefällen, zum Beispiel für Patienten mit Luftnot, hilfreicher, Einwegmasken zu verwenden. Diese seien bei gutem Schutz luftdurchlässiger als Stoffmasken, sagt Dellweg. 

- Haut: Wer seine Maske täglich lange tragen muss, kennt das Phänomen vielleicht: Die Haut ist irritiert und gerötet, oder es gibt Pickel. «Wichtig ist es, die Masken regelmäßig zu wechseln und zu reinigen, sonst kann es zu bakteriellen Infektionen im Gesichtsbereich kommen», empfiehlt Prof. Alexander Nast, Dermatologe an der Charité Berlin.

- Kommunikation: Sich offen ins Gesicht zu schauen und ohne Worte zu verstehen - mit Masken geht das kaum. «Durch eine Maske, die mehr als die Hälfte des Gesichts bedeckt, fällt ein wichtiger sensorischer Kommunikationskanal weg oder wird stark begrenzt», sagt die Charité-Psychologin Prof. Isabella Heuser. Menschen könnten die Signale ihres Gegenübers daher nicht mehr so schnell deuten: «Es ist einfach mühsamer und anstrengender zu wissen, was der andere meint.»

Dennoch sei es wichtig, Masken zu tragen, sagt Heuser: «Das hilft die Ansteckungsgefahr zu reduzieren und ist so ein Zeichen der Solidarität». Insgesamt werde das Miteinander schwieriger, wenn man immer auf Abstand gehen muss. Heuser erwartet aber, dass es eine Frage der Gewöhnung sei, auch wenn die Übergangszeit schwierig sei. 

- Geburt: Im Kreißsaal ist Atmen das A und O. Trotzdem gelte in manchen Krankenhäusern eine Maskenpflicht auch für Gebärende, kritisiert der Verein «Mother Hood» . «Das macht vielen Frauen Angst», sagt Sprecherin Katharina Desery. Die Krankenhäuser wollten ihr Personal schützen, doch das dürfe nicht zu Lasten der Frauen gehen.

Auch der  Deutsche Hebammenverband betont, wie wichtig das freie Atmen während der Geburt sei und dass dies mit Mund-Nasen-Schutz nur eingeschränkt oder gar nicht möglich sei. Könnten Hebammen und Ärzte durch das Tragen einer medizinischen Maske geschützt werden, erübrige sich das Tragen einer Mund-Nasen-Maske für die Gebärende.

- Hörgerät und Brille: Für Menschen mit Hörgeräten können Masken ein teures Vergnügen werden. Denn wenn sich die Hörhilfen beim Auf- oder Absetzen der Mund-Nasen-Bedeckung hinter dem Ohr lösen, bekommen Hörbehinderte das oft nicht mit - denn sie hören das Geräusch beim Aufprall des Geräts auf den Boden oft nicht. Passanten sollten hier wachsam sein und helfen.

Auch beschlagene Brillengläser über einer Maske können insbesondere sehbehinderten Menschen die Orientierung erschweren. Ein anliegender Drahtbügel an der Oberseite der Mund-Nasen-Bedeckung kann in diesen Fällen helfen - denn dann entweicht weniger Atemluft nach oben.

© dpa-infocom, dpa:200702-99-645869/2

Veröffentlicht am:
02. 07. 2020
11:38 Uhr

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dpa

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Veröffentlicht am:
02. 07. 2020
11:38 Uhr



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