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Sportlergetränke sollten isotonisch sein

Alkoholfreies Bier wird immer beliebter - und taugt sogar als Sportgetränk, wenn man der Werbung glauben darf. Schließlich sei es isotonisch. Doch was heißt das eigentlich?



Sportlergetränke
Nach geschaffter Sporteinheit sollte der entstandene Flüssigkeitsverlust durch ein isotonisches Getränk ausgeglichen werden.   Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Die große Fahrradtour ist geschafft, der Gipfel ist erklommen - und jetzt erstmal ein alkoholfreies Bier? Geht es nach den Brauereien, sind viele Biere ohne Promille das ideale Getränk für Sportler.

Und da ist tatsächlich was dran, erklärt der Sportmediziner Axel Klein. Denn alkoholfreie Biere sind oft isotonisch, und damit gut für Sportler.

Aber reicht nicht auch Wasser? Nein, sagt der Experte. Ginge es nur um den Ausgleich des Flüssigkeitsverlusts, wäre Wasser zwar sogar das bessere Getränk. «Wenn ich nur Wasser trinke, laufe ich aber Gefahr, dass der Elektrolyt-Haushalt durcheinandergerät.» Denn der Körper verliert beim Schwitzen mehr als nur Flüssigkeit, sondern eben auch Elektrolyte wie Magnesium oder Calcium.

Ein Sportlergetränk sollte diesen Verlust ausgleichen - und hier kommt das Zauberwort «isotonisch» ins Spiel. «Isotonische Getränke sind Getränke, in denen Teilchen in gleicher Konzentration gelöst sind wie im menschlichen Blut», erklärt Klein. Dadurch kann der Körper Nährstoffe aus dem Getränk besonders schnell aufnehmen und verarbeiten - der Mangel ist schnell ausgeglichen. Allerdings sei nicht jedes alkoholfreie Bier isotonisch, sagt Klein. «Da muss man schon genau hinsehen.»

Selbst bei den ausdrücklich isotonischen Bieren rät Klein außerdem zur Vorsicht: «Grundsätzlich ist alkoholfreies Bier eher ein Getränk für nach dem Sport, nicht währenddessen. Gerade wenn man das sonst nicht trinkt, muss man etwas vorsichtig sein, weil es auch die Darmtätigkeit anregen kann bis hin zum Durchfall», sagt er.

Und natürlich ist das alkoholfreie Bier nicht das einzige isotonische Getränk. Alternativen gibt es genug, von der Schorle mit drei Teilen Mineralwasser und einem Teil Saft bis zu speziellen Sportlergetränken. «Da sollte ich aber genau darauf achten, ob die eher für die Zeit nach dem Sport oder währenddessen geeignet sind», rät Klein. «Da gibt es Unterschiede in der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe.»

Zur Person: Axel Klein ist Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin sowie Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP).

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dpa

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Veröffentlicht am:
05. 02. 2020
04:38 Uhr

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05. 02. 2020
04:38 Uhr



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