Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

 

Anlaufstellen bei sexueller Belästigung im Job

Wer am Arbeitsplatz sexuell belästigt wird, sollte seinen Arbeitgeber informieren. Nicht immer ist das möglich. Weitere Anlaufstellen für Betroffene im Überblick.



Sexuelle Belästigung im Job
Tabu: Sexuelle Belästigung etwa in Form von unerwünschten Berührungen ist am Arbeitsplatz ausdrücklich verboten.   Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn

Obszöne Witze, anzügliche Anspielungen oder unerwünschte Berührungen: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist ausdrücklich verboten. Das ist im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) festgeschrieben. Doch an wen können sich Betroffene wenden, um sich zu wehren?

Nicht immer können Beschäftigte auf grenzüberschreitendes Verhalten sofort reagieren, etwa indem sie dem anderen deutlich machen, dass sie sich sexuell belästigt fühlen. Betroffene sollten aber ihren Arbeitgeber informieren. Sie haben das Recht, sich zu beschweren. Und das geht auch im Nachhinein, wie die Antidiskriminierungsstelle des Bundes in einem Leitfaden zum Thema erklärt.

Gedächtnisprotokoll anfertigen

Wer Übergriffe von Kollegen, Vorgesetzten oder Kunden erlebt, sollte ein Gedächtnisprotokoll aufsetzen. Darin sollte man etwa festhalten, wie und wann man belästigt wurde und was die Person gemacht hat. Den Angaben zufolge gilt: Je früher man grenzüberschreitendes Verhalten meldet, desto besser. Der Arbeitgeber muss die Beschwerden ernst nehmen und seine Mitarbeiter vor sexueller Belästigung schützen.

Aber was, wenn der Arbeitgeber nicht hilft - oder selbst Täter ist? Für solche Fälle können sich Mitarbeiter anderweitig Hilfe holen, zum Beispiel bei einer betrieblichen Beschwerdestelle, bei Gleichstellungsbeauftragten sowie beim Betriebs- oder Personalrat.

Telefonische Beratung

Die Antidiskriminierungsstelle bietet zudem eine telefonische Beratung unter der Nummer 030/18 555 18 55. Die Ansprechpartner informieren kostenlos über Rechte und Ansprüche und vermitteln bei Bedarf weitere geeignete Beratungsstellen.

Eine Option kann auch sein, sich zunächst vertrauensvoll an Kolleginnen oder Kollegen zu wenden. Dabei sollte man sich aber sicher sein, dass die andere Person Verschwiegenheit garantiert.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
25. 10. 2019
12:07 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz Antidiskriminierungsstelle des Bundes Arbeitgeber Arbeitnehmer Arbeitsplätze Betriebsräte Mitarbeiter und Personal Personalrat Services und Dienstleistungen im Bereich Beratung Vorgesetzte
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Homeoffice

06.12.2019

Frauen dürfen öfter als Männer nicht ins Homeoffice wechseln

Frauen sind im Beruf benachteiligt: Sie verdienen weniger und besetzen seltener Führungspositionen. Nach eigener Aussage dürfen sie zudem öfter als Männer nicht von zu Hause arbeiten. Warum? » mehr

Jochen Mai

02.12.2019

Das müssen Sie zum Zwischenzeugnis wissen

Die Bitte um ein Zwischenzeugnis macht Vorgesetzte hellhörig. Steht eine Kündigung im Raum? Arbeitnehmer brauchen gute Strategien, um keinen Unmut zu wecken. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu. » mehr

Johannes Schipp

02.12.2019

Darf der Chef mein Gehalt kürzen?

Der Vorgesetzte ist mit den Leistungen nicht zufrieden oder die Firma geht auf Sparkurs: Darf der Arbeitgeber dann das Gehalt kürzen? » mehr

Wer verdient mehr?

04.10.2019

Wie Arbeitnehmer gegen ungerechte Bezahlung vorgehen

Über Geld spricht man nicht, oder? Wenn es um das Gehalt geht, ist man in Deutschland eher schweigsam. Doch wer sich ungerecht bezahlt fühlt, sollte das Gespräch suchen - und zwar gut vorbereitet. » mehr

Hinweisschild

12.11.2019

Entschädigung nach Videoüberwachung am Arbeitsplatz

Die Überwachung mit Kameras am Arbeitsplatz hat Grenzen. Wenn dadurch Persönlichkeitsrechte von Mitarbeitern verletzt werden, besteht unter Umständen Anspruch auf Schadenersatz. » mehr

Firmenfeier

04.11.2019

Darf der Chef mich zur Teilnahme an der Firmenfeier zwingen?

Weihnachtsfeier, Sommerfest, Jubiläumsveranstaltung: Der Arbeitgeber sieht seine Mitarbeiter bei solchen Festlichkeiten gerne. Aber müssen Beschäftigte da überall hin? » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
25. 10. 2019
12:07 Uhr



^