Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimCoronavirusBlitzerwarnerVideosCotube

 

Was Schüler jetzt zu Minijobs wissen müssen

Regale einräumen oder Zeitungen austragen: Während der Ferien haben viele Schülerinnen und Schüler einen Nebenjob. Beschäftigungszeiten und Verdienstgrenzen können sich aber unterscheiden.



Minijobs für Schüler
Bei Ferienjobs sollten Schülerinnen und Schüler auf die geltenden Grenzen zu Beschäftigungszeiten und Verdienst achten.   Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Den Sommer nutzen Schülerinnen und Schüler gerne, um während eines Ferienjobs Geld zu verdienen. Dabei muss man zwischen kurzfristigen Minijobs und 450-Euro-Minijobs unterscheiden. Das erklärt die Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung in einem Blogbeitrag .

Erster wichtiger Unterschied: Anders als beim 450-Euro-Minijob ist der monatliche Verdienst bei einem kurzfristigen Minijob nicht begrenzt. Dafür müssen Minijobber hier die Zeitgrenzen einhalten.

Neue Beschäftigungsgrenzen während Corona

Bislang lag die Grenze bei maximal drei Monaten (bzw. 70 Tagen) im Jahr. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde diese Frist aber bis zum 31. Oktober 2020 auf fünf Monate (bzw. 115 Tage) angehoben, wie die Minijob-Zentrale erklärt.

Wichtig für Schülerinnen und Schüler: Wer etwa schon in den Pfingst- oder Osterferien des selben Jahres kurzfristige Minijobs hatte, muss alle Beschäftigungszeiten zusammenrechnen und darauf achten, dass die Grenze nicht überschritten wird.

Bei einem kurzfristigen Minijob fallen keine Sozialabgaben und Steuern an, erklären die Experten weiter - so lange der Steuerfreibetrag nicht überschritten wird.

450-Euro-Grenze kann überschritten werden

Für 450-Euro-Minijobs gilt in der Regel die Verdienstgrenze von 450 Euro pro Monat. Schülerinnen und Schüler können den Job während der Sommerferien aber ausweiten. Selbst wenn sie dann mehr verdienen, handelt es sich nicht automatisch um eine versicherungspflichtige Beschäftigung. Solange der durchschnittliche monatliche Verdienst die monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro nicht übersteigt (5.400 Euro im Jahr), liegt weiterhin ein 450-Euro-Minijob vor, erklärt die Minijob-Zentrale.

Auch ein nicht vorhersehbares oder gelegentliches Überschreiten der monatlichen Verdienstgrenze von 450 Euro hat keine Auswirkungen. Unvorhersehbar bedeutet, dass die Mehrarbeit im Voraus nicht vereinbart war, zum Beispiel durch coronabedingte Krankheitsfälle. Für eine Übergangszeit bis 31. Oktober 2020 umfasst «gelegentlich» aufgrund der Corona-Pandemie sogar ein fünfmaliges Überschreiten der Verdienstgrenze. Üblicherweise darf die Grenze dreimal überschritten werden.

Befreiung von Rentenversicherung auf Antrag möglich

450-Euro-Minijobs sind für Schülerinnen und Schüler sozialversicherungsfrei. Sie zahlen aber üblicherweise einen kleinen Eigenanteil zur Rentenversicherung, so die Minijob-Zentrale. Sie können sich auf Antrag davon befreien lassen. Bei Minderjährigen muss ein Elternteil den Antrag unterschreiben, bevor er an den Arbeitgeber geht.

© dpa-infocom, dpa:200722-99-881206/2

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
22. 07. 2020
10:23 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Arbeitgeber Covid-19-Pandemie Geringfügige Beschäftigung Mehrarbeit Sommerferien Sozialabgaben Steuern und staatliche Abgaben Urlaub und Ferien
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Ladendetektiv bei der Arbeit

25.06.2020

Wann liegt eine abhängige Beschäftigung vor?

Sind Ladendetektive mit angemeldetem Gewerbe selbstständig oder abhängig beschäftigt? Mit dieser Frage hat sich das Hessische Landessozialgericht beschäftigt. Aus verschiedenen Gründen. » mehr

Regeln im Homeoffice

22.07.2020

Wie klare Regeln im Homeoffice helfen

Von wegen unproduktiv: Das Homeoffice kann für viele Menschen positiv sein. Damit die Arbeit zu Hause nicht in Stress ausartet ist es allerdings wichtig, dass es klare Absprachen gibt. » mehr

Im Service und hinter dem Tresen

15.04.2019

Durchblick im Mini- und Midijob-Dschungel

Allein vom Minijob kann niemand leben. Für einige lohnt sich eine geringfügig entlohnte Beschäftigung dennoch. Wer die 450-Euro-Marke überschreitet, hat einen Midijob - für den gelten andere Regeln. » mehr

Studentenjob

04.08.2020

Wo Systemrelevanz Studentenjobs schützt

Als Studentin bei der Stadtreinigung zu arbeiten - das garantiert auch in der Corona-Krise einen sicheren Aushilfsjob. Denn Müllentsorgung ist systemrelevant. Bei den Klassikern unter den Studentenjobs sieht es derzeit a... » mehr

Überstunden

19.07.2019

Chef muss Überstunden nicht zwangsläufig bezahlen

Die Arbeit scheint kein Ende zu nehmen. Ist es dann sinnvoll eigenmächtig länger als vorgesehen zu arbeiten? Hat man dann automatisch ein Recht auf die zusätzliche Bezahlung? » mehr

Niedriglohnbeschäftigte im Gesundheitswesen

02.07.2020

Studie: Minijobber hart von Corona getroffen

Ökonomen preisen die Kurzarbeit als wirksames Instrument, um massenhafte Arbeitslosigkeit zu verhindern. Doch nicht alle Arbeitnehmer können in Krisen davon profitieren. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
22. 07. 2020
10:23 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.