Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

 

Spielregeln beim Netzwerken im Job

Berufliche Netzwerke können dabei helfen, erfolgreich im Job zu sein und die Karriereleiter zu erklimmen. Doch wie vernetzt man sich eigentlich? Und welche Vorgehensweise bringt wirklich etwas?



Braucht viel Zeit
Der Aufbau eines beruflichen Netzwerkes braucht viel Zeit, kann sich aber langfristig sehr lohnen. Foto: Wavebreak Media Ltd   Foto: dpa » zu den Bildern

Networking ist eines dieser Worte, das aus dem Berufsleben nicht wegzudenken ist. Das Netzwerken umfasst Gespräche mit Kollegen, Geschäftspartnern, Gleichgesinnten, Bekannten. Doch wie genau bauen sich Berufstätige ein Netzwerk auf? Und wie helfen soziale Medien dabei? Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu:

Was genau bedeutet Networking?

Es geht darum, Beziehungen im Geschäftsleben aufzubauen. Ein Netzwerk kann aus Kollegen, Vorgesetzten, Geschäftspartnern, Kunden oder Bekannten aus Studienzeiten bestehen. «Der Aufbau eines solchen Beziehungsnetzes braucht viel Zeit», sagt Andreas Lutz vom Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD). In solchen Netzen vermischen sich Privates und Berufliches mitunter.

Wer sollte im Job netzwerken?

«Jeder sollte netzwerken, unabhängig von Alter, Funktion und Branche», rät Martina Haas, Networking-Expertin aus Berlin. Firmenintern sind gute Beziehungen ebenso wichtig wie über die Unternehmensgrenzen hinaus.

Ein Netzwerk basiert auf Gegenseitigkeit, sagt Personalberaterin Doris Brenner. Die Mitglieder bringen gemeinsam Dinge voran, sie können sich unterstützen und voneinander lernen. Natürlich dürfe man keine vertraulichen Informationen weitergeben, warnt Brenner. Doch: «Wenn ich ein wertvolles Netzwerkmitglied bin, erhalte ich Anregungen, frühzeitig exklusive Informationen, Ermutigung oder Warnung, Unterstützung und Weiterempfehlungen», sagt Haas. Dafür müsse man aber bereit sein, in Vorleistung zu gehen.

Besonders für Selbstständige sei ein Netzwerk extrem wichtig, sagt Lutz. Vor allem Einzelkämpfer bräuchten Rat oder die Möglichkeit, «sich auch einfach nur mal auszuheulen». Aber auch für andere Berufstätige zahlt sich ein Netzwerk aus. «Wer die Spielregeln verstanden hat, wird erfolgreicher sein.»

Wie nutze ich mein Netzwerk effektiv, ohne zu nerven?

«Netzwerken ist ein Geben und Nehmen», sagt Lutz. Daher ist es wichtig, dass jedes Mitglied Ansprechpartner ist, gleichzeitig aber auch Fragen stellen kann. Ungern gesehen sind Leute, die sich auf der Überholspur wähnen, sagt Haas. «Wer zu schnell zu viel will, zu forsch und fordernd auftritt, wird schnell zum Network-Fail.»

Wie kann ich mit Hilfe der sozialen Medien netzwerken?

Nicht jedem fällt es leicht, auf andere Menschen zuzugehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Da können soziale Medien wie Facebook, Twitter oder Whatsapp hilfreich sein. Wer nur im beruflichen Kontext unterwegs sein will, ist bei Portalen wie Xing oder LinkedIn besser aufgehoben. Allerdings: «Das Netz vergisst nichts», sagt Haas. Arbeitgeber schauen sich heute auch im Netz um.

Der Kontakt sollte indes nicht rein virtuell bleiben, rät Brenner. «Irgendwann muss man die Beziehung mal auf eine persönliche Basis heben und sich tatsächlich kennenlernen.» Zudem komme es auf die Qualität der Kontakte und nicht auf die Anzahl an, sagt Haas. Wer Kontakte knüpft, muss sie auch pflegen.

Wie baue ich ein Netzwerk auf?

Man kann nicht früh genug damit beginnen, Netzwerke aufzubauen, rät Lutz. Möglichkeiten liefern im Studium die Jugendorganisationen von Verbänden, aber auch Jobmessen oder Karrieretage. Ehemalige Studenten können sich in Alumni-Kreisen zusammenschließen, rät Haas. Im Arbeitsleben kommen die Kontakte von ganz allein - in der Firma, bei Geschäftsreisen, Kongressen, in Berufsverbänden.

Literatur:

Doris Brenner: Networking im Job. Wie es Spaß macht und funktioniert, Haufe Lexware Verlag, Preis: 19,95 Euro, 182 Seiten, ISBN-13: 978-3-648-08654-4.

Martina Haas: Crashkurs Networking. In 7 Schritten zu starken Netzwerken», C. H. Beck, 128 Seiten, Preis 6,90 Euro, ISBN-13: 978-3-406-70098-9.

Andreas Lutz, Constanze Wolff: Praxisbuch Networking. Einfach gute Beziehungen aufbauen, Linde Verlag, 192 Seiten, Preis 19,90 Euro, ISBN-13: 978-3-709-30529-4.

Veröffentlicht am:
12. 07. 2018
09:51 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Berufstätige Berufsverbände Facebook Geschäftspartner Geschäftsreisen Preise Social Media Twitter Verlagshäuser
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Sich absetzen von der Masse

05.08.2019

Was Personal Branding im Beruf bringt

Vom Personal Branding spricht man, wenn sich Berufstätige selbst zur Marke machen. Dazu sollte man auf inspirierende Aspekte der eigenen Vita setzen. Das Selbstmarketing kann aber auch nach hinten losgehen. » mehr

Eva Schulte-Austum

01.07.2019

So lernen Sie Arbeit richtig zu delegieren

Vor dem Urlaub jeden Abend länger bleiben und sich dann mit vierzehn Seiten Übergabe von den Kollegen verabschieden? Delegieren können viele nicht besonders gut. Es lässt sich aber lernen. » mehr

Ausbildung

26.07.2019

Keine Angst vor der Digitalisierung

Selbstfahrende Lastwagen oder Zahnersatz aus dem 3-D-Drucker: Was heute noch Menschen erledigen, könnten zukünftig Maschinen übernehmen, denn die Digitalisierung verändert auch viele Ausbildungsberufe. Ein Wagnis für ang... » mehr

Arbeit als Senior

04.10.2019

Wie Weiterarbeit im Alter Erfüllung bringt

Ab einem gewissen Alter sehnen sich manche Berufstätige ihren Ruhestand herbei. Für andere ist es Zeit, noch einmal über berufliche Pläne nachzudenken. Dafür muss man nichts ganz Neues anfangen. » mehr

Wütende Kollegin

04.10.2019

Was im Umgang mit aufbrausenden Kollegen hilft

Menschen, die bei der kleinsten Kleinigkeit aus der Haut fahren, können ihren Kollegen das Leben schwer machen. Warum aussitzen dann die falsche Strategie ist. » mehr

Bachelor, Master, Führungskraft?

12.08.2019

Wie viel ist bei der Karriere Zufall, wie viel Planung?

Master mit 23, die erste Führungsrolle mit 30, und Geschäftsführer mit 35: Kann und sollte man die Karriere so genau durchplanen? Nein, sagen Coaches und verraten, worauf es ankommt. » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
12. 07. 2018
09:51 Uhr



^