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Die eigene Handschrift verbessern

. . . und zwar mit Füller auf Papier! Weil die Digitalisierung alle Lebensbereiche erfasst, wird Handgeschriebenes wieder mehr geschätzt. Das liegt auch an diesen Stiften und Notizbüchern



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Wann greifen wir heute eigentlich noch zu Stift und Zettel? Beim Schreiben der Einkaufsliste vielleicht. Oder in der Adventszeit, wenn Weihnachtskarten fällig sind. Und ganz vereinzelt auch noch auf Reisen, um Postkarten an die Lieben zu senden. Davon einmal abgesehen macht sich Handgeschriebenes in der eigenen Post rar. Umso mehr Aufmerksamkeit wird ihm zuteil, wenn es dann doch mal im Briefkasten landet.

Längst hat das Tippen an der Tastatur das Schreiben mit der Hand abgelöst. Immer weniger Schüler können überhaupt noch gut mit einem Stift umgehen. Anlässlich des Tages der Handschrift am 23. Januar mahnte die Nürnberger Bildungsforscherin Stephanie Müller: "Etwa 70 bis 80 Prozent der Grundschüler können nicht mehr richtig mit der Hand schreiben." In Finnland, eigentlich Vorzeigeland in Sachen Schulbildung, müssen sich das nicht einmal mehr. Dort setzen die Schulen flächendeckend auf Tablet und PC – die gebundene Schreibstift gehört seit 2015 nicht mehr zum Lehrplan. Und auch hierzulande will die Bundesregierung kräftig in die Digitalisierung an Schulen investieren. Fünf Milliarden Euro sollen alleine in diesem Jahr dafür ausgegeben werden.

Angst und bange, dass auch hierzulande die Schreibschrift komplett aus dem Alltag verschwindet, muss hingegen niemandem werden. Ganz im Gegenteil. Handgeschriebenes werde wieder mehr geschätzt, ist sich Michael Reichhold, Objektleiter der Schreibwaren-Fachmesse Paperworld in Frankfurt, sicher. Ende Januar traf sich dort das Who’s Who der Branche, um einen Einblick in Trends und Entwicklungen zu geben. Das Fazit: "Jeder Trend hat immer einen Gegentrend", so Reichhold. Daher sorge die zunehmende Digitalisierung dafür, dass kreative Tätigkeiten, die man mit den Händen ausübt, wieder beliebter werden. Und dazu gehöre neben den Handarbeiten und Basteln auch das Schreiben.

Dass Erwachsene plötzlich zum Stift greifen und Bilder ausmalen, bescherte dem Buchhandel sowie den Herstellern von Buntstiften im vergangenen Jahr ein kräftiges Umsatzplus. Nun sind besondere Notizbücher und edle Schreibgeräte an der Reihe. "Das Schreiben ist eine sinnliche Erfahrung, die man beim Tippen nicht hat", findet Reichhold. Daher sei es nicht verwunderlich, dass viele Jugendliche neben ihrem Handy auch eine Kladde oder einen Notizblock besitzen.

 
So geht das also
Um die eigene Handschrift zu verbessern, helfen diese drei Tipps:
– Kaufen Sie Füller mit der Federbreite M.
– Nutzen Sie schweres Papier mit einer Stärke von 100 Gramm je Quadratmeter. Einfaches Kopierpapier bringt es nur auf 80 Gramm.
– Üben Sie die richtige Stifthaltung. Der Daumen sollte nicht über dem Stift liegen, sondern nur an ihm.
 
Autor
Steffi Wolf

Steffi Wolf

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Veröffentlicht am:
23. 02. 2017
13:00 Uhr

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Steffi Wolf

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23. 02. 2017
13:00 Uhr



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