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Besserung in Sicht - Der Ford Ka hat Nachholbedarf

Der Ford Ka schneidet im Langzeittest nur mittelmäßig ab. Vor allem Achsaufhängung und Fußbremse bereiten häufig Probleme. Jüngere Baureihen geben jedoch Hoffnung: Sie erweisen sich immerhin als weniger pannenanfällig.



Ford Ka
Die Kurve zeigt nach oben: Besonders spätere Modelle der zweiten Generation des Ford Ka schneiden in der Pannenstatistik des ADAC sehr gut ab. Foto: Thomas Dirk Heere/Ford/dpa-tmn  

Ford. Die tun was.» - so warb der Autohersteller in den 1990er Jahren. Und auch heute würde er sicherlich nicht das Gegenteil behaupten.

Doch wer den Ford Ka betrachtet, kann zum Schluss kommen, dass es wohl Ausnahmen gibt. Denn beim Wechsel von der ersten zur zweiten Fahrzeuggeneration tritt keine Besserung bei Zuverlässigkeit ein - so urteilt zumindest der «TÜV Report 2017».

«Bereits das Urmodell war beim TÜV berüchtigt, aber der neue zeigt keine Besserung», heißt es da. Wie die Fiat-Schwestermodelle - der Ka wurde gemeinsam mit dem italienischen Hersteller entwickelt und teilt sich viele Komponenten mit Fiat Panda und 500 - plagen den Ka aus Köln demnach Probleme mit der Achsaufhängung. Aber nicht nur das: Die Fußbremse wird weit öfter als beim Durchschnitt aller geprüften Autos beanstandet. Auch Handbremse und Bremsscheiben geben Anlass zur Kritik. Ölverlust und schlechtes Abschneiden bei der Abgasuntersuchung kommen hinzu.

Immerhin: Die Entwicklungskurve der Neuauflage zeigt nach oben, betrachtet man deren Pannenanfälligkeit. In der Statistik des ADAC zeigen lediglich die Modelle der Baujahre 2009 und 2010 leicht erhöhte Pannenzahlen. Später vom Band gelaufene Autos stuft der Club gar als «pannensicher mit nur wenigen auffälligen Punkten» ein. Sie gehörten «in der Gruppe der Kleinstwagen zu den Besten». Ausrücken mussten die ADAC-Helfer unter anderem wegen loser Schaltgestänge bei Autos von 2012, kaputter Wegfahrsperren (2010) oder defekter Heizungs-Wärmetauscher (bis 2007). Auch Marderbisse an Zündkabeln und Kühlschläuchen kommen immer wieder vor.

Als einer der ersten Vertreter der Kleinstwagenklasse - mit gut 3,60 Metern immerhin bereits so lang wie ein Fiesta aus den 1980er Jahren -, kam der erste Ka 1996 auf den Markt. Das bis 2008 gebaute Auto mit den unlackierten Stoßfängern genießt heute bei seinen Fans den Bonus eines Designklassikers. Im Jahr 2009 rückte die Neuauflage nach, deren Motoren im Zuge einer Modellpflege von 2010 an mit einer Start-Stopp-Automatik bestellt werden konnten. 2013 nahm Ford den Diesel aus dem Programm. Die aktuelle Auflage, seit Herbst 2016 als fünftüriger Ka+ bei den Händlern, ist eine reine Ford-Entwicklung.

Tradition hat das dünne Motorenangebot bei Fords Kleinstem. Während die Erstauflage lediglich mit Vierzylinder-Benzinern (36 kW/49 PS und 70 kW/95 PS) angeboten wurde, trieben den Nachfolger zunächst auch zwei Diesel an (55 kW/75 PS und 70 kW/95 PS). Und es konnte nur noch ein Benziner bestellt werden, der auf 51 kW/69 PS kam.

Schon als Neuwagen zählt der Ford Ka+ mit einem Einstiegspreis von 9900 Euro zu den günstigsten Autos in Deutschland. «Teuerster» Gebrauchter der zweiten Generation ist laut der Schwacke-Liste derzeit der Ka 1.2 Start-Stopp-System Cool & Sound Edition mit 51 kW/69 PS von 2015. Die Preisbeobachter gehen bei diesem durchschnittlichen Handelspreis von einer Laufleistung von 17 800 Kilometern aus. Wer auf der Suche nach einem Diesel ist, muss für den 1.3 TDCi Trend mit 55 kW/75 PS aus dem Jahr 2008 gut 3000 Euro einkalkulieren (132 600 Kilometer). Die Roadster-Version Streetka des Ur-Modells mit 70 kW/95 PS wird im Falle eines 2005er-Baujahres für durchschnittlich 2750 Euro gehandelt (109 500 Kilometer).

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dpa

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Veröffentlicht am:
21. 02. 2017
05:10 Uhr

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21. 02. 2017
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