Lade Login-Box.
Topthemen: Loewe-InsolvenzNP-FirmenlaufGlobe-TheaterMordfall OttingerHSC 2000 CoburgStromtrasse

 

So gelingt der Umzug mit Transporter

Das eigene Auto ist für den Umzug zu klein. Also einen Transporter mieten! Doch auch mit größerem Fahrzeug ist der Umzug in Eigenregie kein Selbstläufer. Was man beachten sollte.



Beladen des Transporters
Den Laderaum sollte man formschlüssig und ohne große Lücken beladen. So können Möbel und Kisten nicht verrutschen.   Foto: Bodo Marks » zu den Bildern

Endlich hat man die Schlüssel zur neuen Wohnung. Nun müssen nur noch Möbel und der restliche Hausrat aus der alten Bleibe hergeschafft werden. Warum nicht in Eigenregie? Ein paar Umzugshelfer, ein gemieteter Transporter, und es geht los. Doch Stopp! Hier ist gute Planung alles.

Zunächst stellt sich die Frage nach dem passenden Fahrzeug. Das eigene Auto reicht zwar für Kisten und kleinere Möbel, doch stößt etwa bei langen Schranktüren oder Matratzen an Grenzen.

Einen Transporter mieten

Also wird ein Kleintransporter gemietet. Mit dem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen dürfen diese mit dem Autoführerschein der Klasse B gefahren werden. Rund 15 Kubikmeter passen maximal in den Laderaum - für kleine Studentenbuden reicht das, doch bei einer größeren Wohnung muss man wohl mehrere Touren fahren. Das kostet mehr Zeit, Sprit und damit auch Geld.

«Bei einer Zwei-Zimmer-Wohnung rechnet der Fachmann üblicherweise mit etwa 30 bis 35 Kubikmeter Umzugsgut», erklärt Daniel Waldschik vom Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ). «Das passt gegebenenfalls nicht mal in einen 7,5-Tonner.» Und für diesen müssten Fahrer auch schon die Führerscheinklasse C1 besitzen.

Abgabezeitpunkt und Freikilometer

Bei der Miete von Transportern ist auf den Abgabezeitpunkt und die Zahl der Freikilometer zu achten. Standard sind häufig 100 Freikilometer, jeder weitere Kilometer kostet oft zwischen 20 bis 35 Cent. Das kann schnell teuer werden. Ebenso, wenn der Transporter später als vereinbart an der Mietstation zurückgegeben wird.

Bei der Abnahme sollte man einmal um das Fahrzeug laufen und vorhandene Schäden dokumentieren. Das Gleiche gilt für den Innenraum. Ist die Rückgabe mit vollem Tank vereinbart, sollte dieser beim Start auch voll sein. Zieht man in eine andere Stadt um, ist es hilfreich, wenn man den Transporter in der Nähe der neuen Bleibe abgeben kann.

Platz fürs Be- und Entladen

Bevor es am Umzugstag los geht, braucht der Transporter ausreichend Platz - vor der alten und der neuen Wohnung. In Städten kann das ein Problem werden. Einfach einen Parkplatz vor dem Haus mit Flatterband zu blockieren, ist nicht erlaubt. In den meisten Städten und Kommunen müssen darum Ausnahmegenehmigungen für Halteverbotszonen zum Be- und Entladen gemäß der Straßenverkehrs-Ordnung (§46) eingerichtet werden.

Wer die Halteverbotsschilder nicht selbst ausleihen und aufstellen möchte, kann darauf spezialisierte Firmen beauftragen - die übernehmen oft die Antragsstellung beim Amt gleich mit.

Gewicht und Sicherung beachten

Beim Bepacken des Fahrzeugs gilt es, dessen Gesamtgewicht zu beachten. Die maximale Nutzlast steht im Fahrzeugschein und darf nicht überschritten werden. Wichtig ist die Verteilung der Ladung. Ist eine Seite etwa besonders schwer beladen und die andere leicht, liegt das Fahrzeug schief und lässt sich nur schwer handhaben. Eine generelle Regel: Schwere Gegenstände wie Umzugskartons mit Büchern kommen nach unten, sperrige Güter zur Seite, leichte nach oben.

Richtig einräumen alleine genügt nicht. «Möbel und Kartons müssen besonders gesichert werden, damit sie beim Beschleunigen oder Bremsen nicht verrutschen», erläutert Bernd Herbener, Sicherheitsbeauftragter für den Straßenverkehr beim Auto Club Europa (ACE).

Schwierigkeiten auf der Fahrt

Wer zum ersten Mal oder nur selten Transporter fährt, ist lieber nicht allein unterwegs. Ein Beifahrer kann ihn beim rückwärts Einparken einweisen und etwa vor niedrigen Durchfahrten warnen.

Generell ist die Breite des Transporters zu beachten, der größere tote Winkel beim Blick in die Seitenspiegel und der gegebenenfalls längere Bremsweg als beim eigenen Auto.

«Sicherer ist es, wenn man nach dem Abholen des noch leeren Transporters bei der Autovermietung ein paar Runden auf einem Parkplatz dreht, um ein Gefühl für das große Fahrzeug zu bekommen», rät Herbener. Ist der Transporter beladen, geht es vorsichtig - vor allem in Kurven - zur neuen Wohnung.

Veröffentlicht am:
17. 05. 2019
05:07 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Auto Auto Club Europa Autovermietung Fahrzeuge und Verkehrsmittel Kisten Kraftstoffe Möbel Straßenverkehr Straßenverkehrsordnung Transport und Logistik
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Kindersitz am Fahrradlenker

23.04.2019

Wie der Nachwuchs auf dem Fahrrad mitfährt

Das Kind auf dem Rad mitzunehmen, ist praktisch und umweltschonend. Die Transportmöglichkeiten aber sind endlos - vom Klassiker bis zu exotischen Lösungen. Welche ist die richtige? » mehr

Eine Person fährt im Bärenkostüm Fahrrad

19.02.2019

Was Autofahrer zu Karneval wissen müssen

In der Karnevalszeit geht es auch im Straßenverkehr mitunter hoch her, wenn kostümierte Autofahrer und Autos unterwegs sind. Doch auch wenn die Ordnungshüter hier und da mal ein Auge zudrücken - es gibt klare Grenzen - ü... » mehr

Wasserstofftankstelle

vor 12 Stunden

Warum Wasserstoffautos kaum gefragt sind

Auto fahren, ohne sich als Klimasünder zu fühlen? Geht mit einem Elektroauto, also einem Fahrzeug mit großer schwerer Batterie. Moment mal - es gibt noch eine andere Möglichkeit: Wasserstoffautos. Fachleute kommen ins Sc... » mehr

E-Tretroller

17.06.2019

Alles über die neuen E-Tretroller

Künftig dürfen Elektro-Tretroller in Deutschland im Straßenverkehr fahren. Aber nicht jedes Modell bekommt eine Zulassung. Worauf müssen Käufer achten, um legal und sicher zu rollern? » mehr

Jürgen Bente

07.06.2019

Keine Angst, wenn das Kind Motorrad fahren will

Gerade 16 Jahre alt und schon auf einem Motorrad durch die Gegend brausen? Für viele Eltern eine Horrorvorstellung. Experten raten zur Gelassenheit und zur richtigen Ausbildung. » mehr

Fahrradfahrer

04.06.2019

Lust und Leid beim Fahrradfahren

Wenn die Freiluftsaison richtig losgeht, steht auch Fahrradfahren für viele auf dem Programm. Dabei liegen Frust und Freude oft dicht beieinander. Was spricht für, was gegen Radfahren? » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
17. 05. 2019
05:07 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".