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50 Jahre Escort: Vom Hundeknochen zum Allrad-Cossie

Damals war es nur ein Debüt. Im August 1968 rollte der erste Ford Escort vom Band. Wegen seines Kühlergrills liebevoll "Hundeknochen" getauft. Niemand konnte damals ahnen, dass das Modell über 30 Jahre und sieben Generationen Ford-Geschichte schreiben würde. Zudem war kein Ford je erfolgreicher auf Renn- und Rallyestrecken.



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Die erste Baureihe (1968 bis 1974) kam mit einem Motorenangebot, das zunächst von 40 bis 64 PS reichte. 1969 folgten ein Viertürer ("Jetzt ist der Escort um zwei Türen schöner"), ein Kastenwagen und der erste Turnier. 1973 dann schon der RS 2000 – mit ausgestellten Radhäusern und satten 100 PS aus zwei Litern Hubraum.

Mit dem Nachfolger (Projektname "Brenda") machte Ford seinen Käufern eine Offerte: 44 oder 55 PS – fürs selbe Geld. Vor allem aber wuchs der neue RS 2000 zu einer Rallye-Legende heran. Mit rund 250 PS unter der Haube holte er 1979 nicht nur die Marken-WM nach Köln, sondern mit Björn Waldegård (1979) und Ari Vatanen (1981) auch zwei Mal den Fahrer-Titel.

Die dritte Generation (Codename "Erika") kam ebenfalls als Limousine sowie als Turnier in den Handel, 1981 wurde der Ford Escort zum "Auto des Jahres" gekürt, 1983 folgte eine bei Karmann gebaute Cabrio-Version und ein Stufenheckableger, der als "Orion" aber außerhalb positioniert wurde. Die Führungsrolle in der Spaßfraktion übernahm erst der Escort XR3 mit 96 PS, dann der RS 1600i mit 115 PS und im Herbst 1984 der auf 5000 Stück limitierte RS Turbo mit 132 PS. Einzige Farbe: weiß.

Die vierte Auflage (1986 bis 1990) brachte hauptsächlich Feinschliff und einen neuen "Magermotor".

Richtig sportlich wurde es in der fünften Generation (1990 bis 1992): Zum einen brachte Ford den angeschärften XR3i mit einem 150 PS starken Vierventiler – neuer Boss der Truppe wurde allerdings ein Allrad-Raubtier mit längs eingebautem, 220 PS starkem Turbo-Herzen unter einer von Hutzen durchbrochenen Fronthaube und einem Brett von Heckflügel. Der "Cossie" sollte rund um den Globus für Ruhm und Ehre auf den Rallyepisten sorgen.

Mit der sechsten Baureihe avancierte Ford zum ersten deutschen Hersteller, der 16V-Technologie bereits in Basis-Modellen zum Einsatz brachte. Dem RS 2000 als sportlichstem Mitglied vorbehalten blieb die 150 PS starke Zwei-Liter-Version,

In der letzten Generation (1995 bis 1998) schließlich bot Ford Limousine und Turnier zum identischen Preis an. Neu im Programm war eine zweite Allradversion neben dem "Cossie" mit 90 PS.

Im Jahr 1998 wurde der Escort dann vom Ford Focus abgelöst. Auch diesen gibt es bereits wieder seit 20 Jahren und in vier Generationen.

Autor

Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
15. 08. 2018
14:15 Uhr

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15. 08. 2018
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