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Die 90er bei Toyota: Rallye-Siege und das Sparmobil Prius



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Im Grunde beginnt die Geschichte vor 120 Jahren mit dem Bau von Webstühlen. Aber erst 1936 rollt bei Toyota das erste Auto von Band. Und vor genau 50 Jahren wagen die Japaner den Schritt auf den härtesten Automarkt der Welt – Deutschland. Die wohl spannendste Epoche dürften allerdings die 1990er-Jahre sein. Sicher nicht nur wegen des legendären Werbespots von 1992, bei dem Affen im Urwald ein "Nichts ist unmöööglich ..." ins Maul gelegt wird.

Im englischen Burnaston eröffnet Toyota im selben Jahr sein erstes europäisches Werk. Durch Fertigung vor Ort soll eine drohende Quotenregelungen für Autoimporte umgangen werden. Schon im Sommer 1994 läuft dort der einhunderttausendste Carina vom Band.

Bereits 1990 tritt das Unternehmen mit der Marke Lexus erstmals im Premiumsegment an. Für Verkauf und Service zeichnen zum Marktstart in Deutschland 22 Partnerbetriebe verantwortlich. Das erste Modell, der Lexus LS 400, verfügt über einen Vier-Liter-V8 mit 245 PS und ermöglicht Tempo 250.

Auch im Rallyesport geht Toyotas Stern auf. Und zwar von Köln aus, wo alle Aktivitäten koordiniert werden. 1990 holt der Spanier Carlos Sainz in einem Celica GT-Four (Foto oben) die Fahrer-WM, zwei Jahre später wiederholt er diesen Erfolg. 1993 und 1994 gewinnt Toyota die Konstrukteurswertung und stellt mit dem Finnen Juha Kankkunen (1993) und dem Franzosen Didier Auriol (1994) auch die Weltmeister.

1994 sorgt die Präsentation des Toyota RAV4 auf dem Genfer Automobilsalon für Aufsehen. Das Kompakt-SUV mit Allradantrieb, dessen Abkürzung für "Recreational Active Vehicle with 4 wheel-drive" steht, ebnet dem gesamten SUV-Segment den Weg. Bis heute werden weltweit mehr als zehn Millionen Exemplare verkauft.

1997 folgt ein weiterer Meilenstein der Automobilgeschichte: Auf der Tokyo Motor Show debütiert der Toyota Prius (Foto unten) als erstes Serienmodell mit Hybridantrieb. Ein E-Motor mit 45 PS unterstützt einen 72 PS starken Vierzylinder, wodurch der Benzinverbrauch der Limousine auf etwa fünf Liter sinkt. Bis heute hat sich an dem grundlegenden Hybrid-Prinzip nichts geändert. Auch wenn der Wagen anfangs belächelt wird: Er setzt den Trend zur Elektrifizierung des Antriebs in Gang, der heute die gesamte Automobilindustrie prägt.

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Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
30. 05. 2020
08:30 Uhr

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30. 05. 2020
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