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Halb Porsche, halb VW – der 914 mit Mittelmotor wird 50

Mit einer fünf Wochen dauernden Sonderschau feiert das Porsche Museum den 50. Geburtstag des Mittelmotor-Modells 914. Den Auftakt bildet am 2. Juni der "Typisch Porsche Tag", zu dem alle Fans des legendären Zweisitzers eingeladen sind. An diesem Tag ist der Eintritt frei.



Halb Porsche, halb VW – der 914 mit Mittelmotor wird 50  

Zwölf Exponate der Sonderausstellung zeigen die Vielfalt des 914. Unter anderem sind einer der beiden Porsche-Prototypen mit Achtzylinder-Rennmotor sowie der 914/6 GT zu sehen – das erste Safety-Car der Welt. Der VW-Porsche inspirierte darüber hinaus den berühmten Auto-Designer Albrecht Graf von Goertz und den französischen Karossier Heuliez zu eigenen Kreationen, die ebenfalls besichtigt werden können.

Als erster deutscher Hersteller brachte Porsche 1969 mit dem 914 einen serienmäßigen Mittelmotor-Sportwagen auf den Markt. Er sollte das vielversprechende Segment unterhalb des 911 erweitern. In Volkswagen fanden die Zuffenhausener damals einen idealen Partner, denn VW war zeitgleich auf der Suche nach einem Nachfolger für sein in die Jahre gekommenes Sportcoupé Typ 34 – besser bekannt als Karmann Ghia.

Erhältlich war der Wagen in zwei Versionen: als 914 mit Vierzylindermotor von Volkswagen und als 914/6 mit einem Sechszylinder von Porsche.

Das VW-Triebwerk war eine Neuentwicklung und der erste Serien-Einspritzmotor der Marke. Mit 80 PS aus 1,7 Litern Hubraum sprintete der 914 in 13 Sekunden auf 100 und weiter bis Tempo 177. Das 110 PS starke Porsche-Aggregat stammte aus dem 911 T und war mit obenliegenden Nockenwellen und Dreifachvergasern als Sportmotor ausgelegt.

Gedacht war der 914 vor allem für jüngere Käufer. Mit einem Grundpreis von 11 955 DM ent­wickelte sich die Modellreihe zum Verkaufsschlager. Zwischen 1969 und 1975 wurden von der Vierzylinder-Version 115 631 Exemplare verkauft – die meisten davon in die USA. Deutlich exklusiver war dagegen der 914/6: Er wurde von 1969 bis 1972 nur 3338 Mal produziert.

Zum guten Ruf des Zweisitzers trugen nicht zuletzt zwei legendäre Sonderanfertigungen bei: Die 914 S mit acht Zylindern. Das Triebwerk des ersten Wagens kam dank Einspritzung auf rund 300 PS und ging als Versuchsfahrzeug an den damaligen Entwicklungschef Ferdinand Piëch. Im zweiten Fahrzeug sorgten Vergaser für 260 PS. Es war ein für den Straßenverkehr zugelassenes Geburtstagsgeschenk zum 60. von Ferry Porsche. Elf Fahrzeuge wurden mit Sechszylindern aus den damaligen Top-Modellen 911 S und Carrera 911 RS mit 190 PS und 210 PS bestückt und für den Motorsport optimiert. Sie trugen die Bezeichnung 916.

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Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
27. 05. 2019
13:15 Uhr

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