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Hyundai Kona: Auch für die harte Tour

Sie verraten natürlich nicht, ob El Paso oder Wichita in der engeren Wahl waren. Nach Tucson und Santa Fe steht jedenfalls keine Westernstadt Pate, um Hyundais SUV-Segment nach unten abzurunden. Stattdessen machte Kona im Wortsinn das Rennen. Ein Landstrich auf Hawaii.



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Triathleten bekommen bei dem Namen feuchte Augen. Dort, auf Big Island, findet alljährlich der Iron-Man schlechthin statt. Die Härtesten der Harten im Wettstreit. Kein übler Name also für den Einstieg der Koreaner in das Segment der kleinen Sport-Nützlinge.

Denn wie ein Kämpfer steht der Kona da: 1,80 Meter breit, die wuchtigen Plastikplanken bis weit in die Leuchten gezogen. Und der Schutz ist nicht nur Show. Anders als viele Konkurrenten taugt der 4,17 Meter kurze Fünftürer tatsächlich für die harte Tour. Zum Start am 4. November kommt der Kona – außer mit 120 PS und Frontantrieb – auch mit 177 PS, DSG und Allrad.

Der markante Auftritt ist Programm: Seit 2013 gilt Design als Kaufgrund Nummer eins für einen Hyundai. Die Marke will wie selbstverständlich mit auf dem Zettel stehen, wenn der Kauf eines Autos ansteht. Auch und ausdrücklich in Konkurrenz zu VW. Schon gar nicht soll man sich mehr für seine Wahl rechtfertigen müssen.

Eine eigene Plattform haben sie dem Kona gegönnt. Weshalb er kein aufgebockter i20 ist, sondern eine Extra-Version der Koreaner in Sachen City-Eroberung. Frech und selbstbewusst: Schließlich soll er 80 Prozent seines Absatzes bei anderen Marken erbeuten. Zehn Lacke sind – erstmals bei Hyundai – mit zwei Dachfarben kombinierbar, in den Radhäusern finden sogar 18-Zöller Platz.

Trotz knapp kalkulierter Abmessungen sitzt man mit ordentlich Freiraum. Sogar hinten. Wenngleich man dort keine allzu langen Beine haben sollte. Über der Konsole thront ein bis zu acht Zoll großer Touchscreen, auch sonst wirkt der Kona dank pfiffig strukturierter Oberflächen alles andere als plastikbieder. Auf Wunsch schiebt sich ein gestochen scharfes Head-up-Display aus dem Cockpit, und kabellos laden kann man auch. Wer statt Leuten auch Lasten bewegt – das Gepäckfach fasst 361 Liter, mit umgeklappter Rücklehne 1143.

Der kleine Motor mit dem Hubraum dreier Cola-Dosen schnattert ein wenig, erledigt seinen Job aber mit dem exakt zu schaltenden Sechs-Gang-Getriebe höchst ordentlich. Wenn Lifestyle auch bedeutet, ab und an dem Fahrspaß nachzugeben – dann der 1,6-Liter Vierzylinder. Zumal der beide Achsen treibt. Was eben nicht nur auf Schotter oder Schnee von Vorteil ist. An Grenzen bei Stock und Stein stößt der Kona weniger bei der Bodenfreiheit als beim vorderen Überhang.

Ab Juli 2018 gibt es Selbstzünder mit 115 und 136 PS, beide mit SCR-Kat, letzteren auch mit DSG und Allrad. Und Hyundai wäre nicht ausgewiesener Anbieter alternativer Antriebe, gäbe es keinen E-Kona. Kommt 2018 mit 390 Kilometern Reichweite, später auch mit 500.

Das Fahrwerk ist erfreulich straff. Bei der großen Version darf man den Härtegrad sogar wählen. So oder so bleibt der Kona in schnellen Kurven im Lot und findet dennoch Reserven, falls man mal abseits des Asphalts unterwegs sein will. Die Lenkung reagiert präzise, könnte aber mehr Rückmeldung vertragen.

17 500 Euro ruft Hyundai als Mindestgebot auf. Kampfpreis für Komfort-Verächter. Ab 18 350 Euro ist der Notbremsassistent an Bord, der auch Fußgänger erkennt. Und so geht es in Stufen bis 24 100 Euro. Mit dem starken Motor samt Allrad ist man überhaupt erst ab 25 000 Euro dabei.

Immer an Bord: die Hyundai-Garantie von fünf Jahren ohne Kilometer-Begrenzung. Das ist echt sportlich.

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Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
26. 10. 2017
12:15 Uhr

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