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Jeep Renegade: Wohin auch immer

Im Grunde kann einem Hersteller nichts Besseres passieren, als dass die Marke gleichsam für das Produkt steht. Dabei wurde der Name "Jeep" noch nicht mal extra erdacht. Irgendwann war er einfach da - und steht bis heute als Synonym für Geländewagen. So wie Tesa für den Klebestreifen oder Tempo für das Papiertaschentuch.



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Mit dem Renegade machte sich Jeep 2014 ins B-Segment auf und fand schnell jede Mange Anhänger bei denen, die Geländetauglichkeit und kompakte Abmessungen für die Stadt gleichermaßen schätzen. Für das neue Jahr hat Jeep seinen Topseller nun ordentlich überarbeitet.

Hinter dem traditionellen Seven-Slot-Grill, der nun noch mehr an den großen Bruder Wrangler erinnert, debütieren fünf Jahre danach neue Benzinmotoren. Schon der kleinste mit dem Hubraum dreier Bierdosen und 120 PS hilft dem Renegade ordentlich nach vorne, die 1,3 Liter großen Vierzylinder mit 150 und 180 PS arbeiten allerdings deutlich souveräner.

Die Dieselmotoren (120, 140 und 170 PS) kooperieren für die strenge Euro-6d-Temp-Norm jetzt mit SCR-Katalysatoren. Und auch hier fährt man mit dem stärksten Triebwerk am besten. Schon weil dann doch bis zu 1,6 Tonnen Leergewicht zu bewegen sind – vor allem aber, weil sich hier ebenfalls die Automatik mit luxuriösen neun Stufen ordern lässt. Für alle anderen Modelle stehen Schaltgetriebe und Sechs-Gang-DSG zur Wahl.

Motormäßig nicht ganz unten einzusteigen, empfiehlt sich indes noch aus anderem Grund – dem nur dort verfügbaren Allradantrieb. Allerdings treibt der Renegade beide Achsen nur, wenn Traktion wirklich gebraucht wird. Auf normaler Straße legt er das Hinterachs-Differenzial samt Kardanwelle still – und schaltet erst bei Bedarf blitzschnell zu. Wer mag, kann – je nach Untergrund – die Wahl der Kraftverteilung auch selbst treffen.

Zur Beruhigung: Fans der Marke müssen nicht bangen, dass der Renegade nur mehr für bessere Feldwege taugt. Im Gegenteil. Schon serienmäßig darf dem Kompakt-Krabbler einiges an Ungemach unter die bis zu 19 Zoll großen Räder kommen. Und als Modell "Trailhawk" mit 21 Zentimetern Bodenfreiheit, speziellem Allradantrieb und geänderter Übersetzung gibt es auch bei diesem Jeep einen Ableger für völlig neben der Spur.

Das aufwändige Fahrwerk schafft einen guten Kompromiss zwischen Alltag und Abenteuer und hält den Renegade straff im Lot. Das macht in schnellen Kurven richtig Laune, auf längeren Strecken eher nur, wenn man kein ausgewiesener Komfort-Sucher ist. Die Lenkung könnte etwas präziser sein – dafür sind die Bremsen ein Gedicht.

Auch im Innenraum überzeugt der Renegade. Platz ist vorne wie hinten auskömmlich, geregelt wird das meiste über einen bis zu 8,4 Zoll großen Touchscreen, und Smartphones lassen sich ebenfalls einbinden. Für Genießer gibt’s – analog zum Wrangler – neben dem Glasdach eine Variante mit herausnehmbaren Dach-Paneelen. Wer lieber Last bewegt als Leute – der Laderaum lässt sich von 350 auf 1300 Liter erweitern und achtern dürfen je nach Motor bis zu 1,5 Tonnen an den Haken.

Sicherheit schreibt Jeep ebenfalls groß. Serienmäßig warnt der Renegade vor Fahrbahnrand und Hindernissen, erkennt Verkehrszeichen und wirft ab der Ausstattungsvariante "Limited" im Notfall den Anker. Auf Wunsch hält er zudem Tempo und Abstand, äugt in Querverkehr und tote Winkel – und parkt längs wie quer ein und aus.

Los geht’s bei 20 700 Euro, Allrad samt Automatik kosten mindestens 32 700 Euro und für den "Trailhawk" mit 170-PS-Diesel ruft Jeep 35 700 Euro auf. Dann gilt das hauseigene Motto ganz besonders: Go anywhere, sagen sie da. Fahr, wohin du willst…

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Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
26. 01. 2019
15:18 Uhr

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26. 01. 2019
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