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Kia Plug-In: Ceed nach Zukunft aus

Der Bestseller von Kia fordert ausdrücklich den Golf heraus. Jüngste Attacke: Den Kombi gibt es nun auch mit Stecker.



Die Doppelherz-Version des "Sportswagon" bringt auf 4,60 Metern mächtig Freiraum.   » zu den Bildern

Es läuft für Kia. Oder sollte man besser sagen: fährt? Fast 70000 verkaufte Autos hierzulande bedeuten das fünfte Rekordjahr in Folge. Vorbei die Zeiten, in denen man bei der Marke spontan an "irgendwas mit billig und sieben Jahren Garantie" dachte. Das hat die Koreaner selbstbewusst werden lassen.

Die Doppelherz-Version des "Sportswagon" bringt auf 4,60 Metern mächtig Freiraum. Sogar in zweiter Reihe. Wenngleich man dort seine Beine ein wenig an der B-Säule vorbeimogeln muss. Sehr ordentliche 437 Liter packt der Ceed SW PHEV hinterm Gestühl weg, mit geklappten Sitzen gar 1,5 Kubikmeter. Danach strecken sich andere Gepäckabteile vergebens – auch wenn zum Verbrenner 188 Liter fehlen. Irgendwo müssen die knapp neun Kilowattstunden Strom ja lagern.

Damit dieser Verlust glimpflich abgeht, haben sie bei Kia den Akku geteilt. Die eine Hälfte verdrückt sich unter die Sitzbank, die andere tief ins Unterflur-Fach des Kofferraums. Ab Ladeboden aufwärts ist Platz wie bei jedem anderen Ceed SW auch. Offiziell reicht der Stromspeicher für 60 elektrische Kilometer, beim Praxistest in hügeligem Gelände sind es 46. Und das mit einer Fahrt, die zwar den Sportler-Puls nicht nach oben treibt, vom rollenden Hindernis aber erfreulich weit entfernt bleibt.

Auch im Zusammenspiel macht der Kia Ceed PHEV eine gute Figur. Zu den 105 PS aus dem Motor mit Kolben gesellen sich 60 aus dem mit Wicklung. Macht in Kombination 141 PS, die über sechs Gänge eines Doppelkupplers die Vorderräder gelangen. Der setzt Drehzahl deutlich schneller und präziser in Vortrieb um als die im Hybrid-Segment verbreiteten Stufenlos-Getriebe. Durchgetreten beschleunigt der Ceed SW in 10,8 Sekunden auf Tempo 100 und weiter bis 195. Rein elektrisch sind immerhin 120 drin.

Doch ob nun sportlich oder sparsam – irgendwann ist auch beim Ceed der Akku leer. An der heimischen Steckdose dauert die volle Ladung rund fünf Stunden, mit 3,3 kW geht’s in der halben Zeit. Allerdings kann man nicht mit Gleichstrom laden. Die Kosten für die Kühlung wären für ein nicht reines E-Auto zu hoch gewesen, sagt Kia-Deutschland-Chef Steffen Cost.

Das aber ist schon der einzige Verzicht. Ab Werk hält der Ceed SW PHEV die Spur, achtet auf die Fitness des Fahrers und bremst für Autos und Fußgänger (für Radfahrer wegen des notwendigen Radars leider nur gegen Aufpreis). Dazu gibt’s LED-Licht, Klimaautomatik, Heizung für Sitze und Lenkrad sowie eine Rückfahrkamera. Optional wahrt der Ceed Abstand, beäugt Querverkehr, tote Winkel und Verkehrszeichen und fährt bis Tempo 130 sogar teilautonom – inklusive Stop and Go in der Kolonne.

Die Federbeine schaffen einen erfreulich guten Spagat zwischen schick-straff und alltäglich-komfortabel. Flott manövriert erweist sich Kias Jüngster als überaus agil und drängt in sehr zügig gefahrenen Kurven erst ganz spät Richtung Tangente. Besonders pfiffig: Das Navi sorgt für intelligenten Batterie-Einsatz.

Los geht’s bei 34 990 Euro und – je nach Ausstattung – hoch bis 41 190. Abzüglich Umweltbonus. Und wer bislang noch nicht daran gedacht hat – Selbstredend gibt Kia sieben Jahre Garantie für den Ceed SW PHEV. Auch für die Batterie…

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Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
28. 02. 2020
11:30 Uhr

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Wolfgang Plank

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28. 02. 2020
11:30 Uhr



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