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Leon Cupra: Driver's SEAT

Feuriger Katalane mit 300 PS. Seats neue Zwei-Liter-Turbo macht auf der Straße Spaß.



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Hier wie dort dürften sie von dem Wortspiel keine Ahnung haben: Nicht bei der Sociedad Española de Automóviles de Turismo und sicher auch nicht bei Sniff ’n’ the Tears. Die einen produzieren seit 1953 in Spanien Autos, die anderen seit 1977 Musik in England. Und nur, wenn man den einzigen Welthit der britischen Band ein bisschen schräg ausspricht, wird etwas ganz Besonderes daraus: Driver’s SEAT.

Offiziell heißt der natürlich Leon Cupra – und ist das Stärkste, was die VW-Tochter je auf die breiten Räder gestellt hat. 300 PS haut der Zwei-Liter-Turbo dem feurigen Katalanen auf die Antriebswellen – ausschließlich vorne bei der Limousine, beim Kombi wahlweise auch überall. Und damit man draußen sieht, was drinnen steckt, gibt’s zum Marktstart im März modellierte Schürzen, rote Bremssättel und achtern ein verchromtes Doppelrohr – sonores Brummeln inklusive.

Im Grunde gehört der Cupra (Kürzel für Cup-Racer) schon dem Namen nach auf eine Strecke mit Curbs und breiten Auslaufzonen. Besonders dann, wenn man per Knopfdruck die Dämpfer verhärtet und stufenweise stilllegt, was auf gewöhnlicher Straße hilft, am maximalen Vortrieb aber eher hindert. Wobei die Traktionskontrolle im elektronischen Sperrdifferenzial auch im Renn-Trimm durchaus ihre Berechtigung hat – zumindest bei Drei- und Fünf-Türer. Durchdrehenden Rädern gebricht es an Grip.

Ansonsten gilt: Hart anbremsen, weich einlenken. Der Cupra verzögert bissig und auch im hartnäckigen Wiederholungsfall ohne Pedal-Erweichung. Das Fahrwerk verarbeitet auch schnelle Schwenks um die Hochachse mit stoischer Ruhe, reagiert gutmütig auf Lastwechsel und wählt erst spät den wimmernden Weg Richtung Kurvenausgang. Freunde des Nothebels seien gewarnt: Die traditionelle Handbremse musste einer elektrischen Version mit Knopf weichen.

Wer’s noch ein bisschen knackiger schätzt, dem sei der Kombi anempfohlen. Erstens kann man den familienintern womöglich besser durchsetzen, zweitens spielt es sich dank Allrad deutlich besser mit den Haftungs-Reserven – und der Standard-Spurt klappt sogar in unter fünf Sekunden. Die 100 Kilo Mehrgewicht des Antriebsstranges wiegt der souveräne Fahrspaß allemal auf. Was die Elektronik auch immer ausrechnet – das Einzige, was man im sportlich engen Sitz spürt, ist das gelungene Ergebnis.

Natürlich kann man mit dem 1,4-Tonner auch wunderbar zum Einkauf rollen. Zur Arbeit. Oder in den Urlaub. Schickes Cockpit, ausreichend Platz, die üblichen Assistenz-Systeme und bei umgeklappten Rücksitzen knapp 400 Liter Laderaum (587 beim Kombi). Alles alltagstauglich und in Schalter-Stellung "Normal" mit ausreichend Rest-Komfort. Womöglich klappt’s dann sogar annähernd mit dem Normverbrauch zwischen 6,8 und 7,2 Litern.

Ab 34 020 Euro öffnet sich die Tür zum Drei-Türer-Cupra, zwei Türen mehr kosten 300 Euro Aufpreis, und für den Kombi ST mit Allrad und Doppelkupplungsgetriebe rufen die Katalanen mindestens 39 220 Euro auf. Doch egal, ob man sich am Ende für eine oder zwei getriebene Achsen entscheidet – dieser Seat ist was für echte Driver.

Autor

Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
02. 03. 2017
19:30 Uhr

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Britische Bands Limousinen Schürzen Seat
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02. 03. 2017
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