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Seat Ibiza: Premiere mit Pfiff

Schon in vierter Generation hatte er das Image des plastikbiederen Kleinwagens weitgehend hinter sich gelassen – in der Version 5.0 nun kommt der Seat Ibiza richtig groß raus. Noch mehr Platz, noch mehr Technik, vor allem aber noch mehr Pfiff.



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Wie schon 2008 dürfen die Katalanen als erstes Konzern-Modell mit dem Modularen Querbaukasten (MQB A0) eine komplett neue Plattform einweihen. Am Firmensitz in Martorell sieht man das nicht ohne Grund als großen Vertrauensbeweis. Immerhin sollen auf dieser Basis demnächst unter anderem die verwandten Modelle VW Polo, Audi A1 und Skoda Fabia gebaut werden.

Die spanische Eröffnung ist richtig schick geraten: Das scharf gezeichnete Design lässt den deutlich in die Breite gegangenen und nur mehr fünftürig erhältlichen Ibiza sportlich schnittig und immer noch wie ein Coupé erscheinen. Dank des um fast zehn Zentimeter gewachsenen Radstands sitzt man nun auch in zweiter Reihe sehr auskömmlich und beinahe so kommod wie im Golf. Der im Vergleich zum Vorgänger um 63 Liter auf 355 Liter gewachsene Kofferraum mit angenehm niedriger Ladekante sucht in dieser Klasse seinesgleichen.

Das Plus an Radstand und Breite kommt auch dem Fahrverhalten zugute. Der Ibiza lässt sich präzise einlenken, bleibt im Kurvenverlauf angenehm neutral und nervt dankenswerterweise nicht mit frühzeitigem ESP-Eingriff. Und weil die Kunden im Schnitt zehn Jahre jünger sind als im Segment üblich, dürfte auch die eher sportliche Abstimmung gut ankommen. Die geht zwar gelegentlich auf Kosten des Komforts, macht aber bei zügiger Bogenfahrt deutlich mehr Spaß.

Apropos jünger: Hier punktet der Ibiza mit Touchscreen, Schnittstellen für Apple Car Play, Android Auto und MirrorLink, induktiver Ladeschale fürs Handy sowie USB-Buchsen im Fond. Ebenfalls nicht selbstverständlich in dieser Klasse sind Assistenten, die auf Fußgänger achten, zur Not bremsen und – auch im Stau – Spur und Abstand halten.

Bewegen lässt sich Seats wichtigstes Modell mit einer ganzen Palette von Motoren. Eher für den Betrieb innerorts gedacht sind die beiden Dreizylinder, die aus einem Liter Hubraum 65 und 75 PS freisetzen. Wer auch mal gerne zügig oder über Land unterwegs sein will, sollte besser die zwangsbeatmeten Varianten mit 95 und 115 PS wählen. Darüber wartet noch der brandneue 1,5-Liter-Turbo aus dem Golf. In dem 150 PS starken Vierzylinder steckt so ziemlich alles, was technisch derzeit machbar ist. Inklusive ordentliches Temperament.

Der Diesel ist beim Ibiza traditionell nicht so stark gefragt. Dennoch bietet Seat zum Jahresende gleich drei selbstzündende 1,6-Liter-Aggregate mit 80, 95 und 115 PS an. Ganz sicher mehr als ein Geheimtipp: Noch vor dem Herbst kommt ein Dreizylinder, der Erdgas (CNG) und Bio-Methan verfeuert. Sparsamer – und obendrein umweltfreundlicher – ist man dann nur noch mit dem Fahrrad unterwegs.

Los geht’s zum Marktstart am 10. Juni bei 14 240 Euro für den 75-PS-Benziner. Das ist mehr als bisher, dafür sind aber unter anderem fünf Türen und die Klimaanlage Serie. Mit dem in Bälde nachgereichten 65 PS-Motor sinkt der Einstiegspreis sogar auf 12 990 Euro. Für den stärksten der Dreizylinder muss man allerdings schon mindestens 18 090 Euro anlegen. Das ist nicht unbedingt ein Schnäppchen, aber immer noch ziemlich nahe an dem Versprechen, schickes Design und Top-Technik bezahlbar zu machen.

Autor

Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
01. 06. 2017
11:45 Uhr

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