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T-Roc Cabrio: Hoch auf dem Freisitz

Freunde des gepflegten Freisitzes dürfen aufatmen: Ab Frühjahr kann man ab Werk wieder obdachlos sein - mit dem T-Roc Cabrio.



T-Roc Cabrio Foto: Volkswagen   » zu den Bildern

Unbedachtes hat lange Tradition bei Volkswagen. Schon den Käfer selig gab es als Cabrio, den unvergessenen Karmann Ghia – und nicht zuletzt den liebevoll "Erdbeerkörbchen" getauften Faltdach-Golf. Aktuell indes hat die Abteilung der vorübergehend Geschlossenen zu: Eos nicht mehr im Angebot, Beetle eingestellt, Golf und Co. nur mehr verblecht.

Zwei Trend-Segmente hätten sie schön zusammenführen wollen, sagt Vertriebs-Vorstand Jürgen Stackmann bei der Premiere. Und dass es schnell gehen musste. Denn ursprünglich war der T-Roc gar nicht zum Aufklappen gedacht. Im Werk Osnabrück indes hätten sie um die Variante gekämpft. Und weil Technik vom offenen Audi A3 im Regal lag, hat es am Ende auch mit dem Kostenrahmen geklappt. Auch wenn Länge und Radstand um vier Zentimeter wachsen mussten.

Das ist auch der Grund, weshalb es trotz der langgezogenen Federbeine keine Allrad-Version geben wird. Nahezu jedes Bauteil des Antriebsstranges hätte sonst neu konstruiert werden müssen. Und damit wird leider das 300-PS-Aggregat des in Bälde startenden T-Roc R dem Luftikus nicht vergönnt sein.

Der begnügt sich zum stilgerechten Start im kommenden Frühjahr mit 115 PS aus dem Hubraum dreier Bierdosen sowie dem 150 PS starken Vierzylinder, der wahlweise auch mit Sieben-Gang-DSG zu haben sein wird. Runde 80 Prozent, schätzt Stackmann, werden sich für diese Version entscheiden. In Sachen Strom trennen sich die Wege künftig schärfer. 48-Volt-Hilfe möglich – reine E-Versionen indes bleiben der ID-Familie vorbehalten. Im speziellen Fall dem ID. Buggy, den VW 2022 serienreif auf die Räder stellen will.

Natürlich ist das T-Roc-Cabrio ein reines Nischen-Modell – aus Stackmanns Sicht aber wichtig, um den Fuß in der Tür des Marktes zu behalten. Großer Vorteil der Wolfsburger: Die Konkurrenz ist entweder sehr viel kleiner oder sehr viel teurer. Die Einstiegsversion des T-Roc Cabrio soll deutlich unter 30 000 Euro zu haben sein.

Und selbst da faltet sich das dreilagige Deckengewölbe in neun Sekunden elektrisch in den Kofferraum und ebenso schnell wieder heraus, schirmt zuverlässig gegen den Lärm der Straße – und spezielle Streben halten es auch bei hohem Tempo noch in flatterfreier Form. Da ist man schon weit weniger luxuriös an die Luft gesetzt worden. Und mit 284 Litern ist der Laderaum durchaus nicht kümmerlich, den das Faltdach im Origami-Zustand übriglässt.

Wem sich bei Oben-Ohne-Fahrt zu sehr die Haare sträuben – ein Windschott ist selbstverständlich im Angebot. Die übliche Vernetzung natürllich auch – und zum Beweis der Vielseitigkeit sogar eine Anhängerkupplung. Und falls doch mal alles schief gehen sollte – und in der Folge rund: Bei zu viel Querbeschleunigung schnellen im Bereich der Fond-Kopfstützen Schutzbügel nach oben. Wozu also noch ein Deckel, wenn die Sonne scheint?

 

Autor

Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
16. 08. 2019
12:00 Uhr

Aktualisiert am:
21. 08. 2019
10:46 Uhr

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16. 08. 2019
12:00 Uhr

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21. 08. 2019
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