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VW Sportsvan: Wenn’s etwas mehr Golf sein soll

Er hat seine Fans unter denjenigen, denen der normale Golf zu klein ist, der Variant hinten zu ausladend - und der eine wie der andere zu flach. Seine Käufer schätzen ein bisschen mehr Platz, vor allem aber mehr Aussicht. Mit einer Länge von 4,35 Metern schiebt sich der aufgefrischte Sportsvan zwischen Golf (4,26 Meter) und Variant (4,57), die erhöhte Sitzposition hat er exklusiv.



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Längst erinnert nicht einmal mehr der Name an die Ur-Version Golf Plus – von Spöttern wegen seiner Beliebtheit bei Senioren gerne "Golf 60 plus" genannt. Und in der Tat sind bis zu anderthalb Kubikmeter Laderaum und eine um 18 Zentimeter verschiebbare Rückbank keine Frage des Alters. Damit punktet der Sportsvan vor allem in der zweiten Reihe, weil er je nach Bedarf Sitz macht oder Platz.

Außen bleibt es bei Retuschen: kantigere Stoßfänger, schärfer gezeichnete Lichter, serienmäßige LED-Rückleuchten und Felgen bis hinauf zu 18 Zoll. Die größte Neuerung verbirgt sich hinter dem VW-Zeichen. Dort nämlich sitzen jetzt Sensoren für mehr Sicherheit. Zusätzlich zur City-Notbremse erkennt der Golf Sportsvan Fußgänger und bremst auch für sie, steuert in Parklücken und fährt bei Stop-and-Go teilautonom. Auch beim Rangieren mit Anhänger assistiert er auf Wunsch.

Im Cockpit dominiert – gegen Aufpreis – das neue Radio-Navigations-system "Discover Pro", dessen 9,2-Zoll-Bildschrim auf Fingerdruck, Sprache und Gesten reagiert. Gewöhnliche Tasten und Regler gibt es nicht mehr, aber selbstverständlich eine Schnittstelle für Tablets und Smartphones. Wer weniger Geld fürs Infotainment-System anlegen will, muss mit acht-Zoll auskommen.

In der Start-Aufstellung zum Jahresende stehen der Ein-Liter-Dreizylinder mit 85 und 110 PS sowie der 1,5-Liter-Vierzylinder mit 130 und 150 PS. Ganz unten sollte man nur einsteigen, wenn weder Fahrspaß noch Automatik-Option auf dem Wunschzettel stehen. Alle anderen Aggregate bieten beides – die Vierzylinder selbstverständlich geschmeidiger und mit mehr Reserven. Vor allem die Top-Version mit serienmäßigem DSG sorgt für souveränen Vortrieb.

Anhänger des Diesel müssen sich noch ein klein wenig gedulden. Ihre Favoriten kommen erst im Frühjahr 2018. Zu erwarten sind die auch aus anderen VW-Modellen bekannten Vierzylinder mit 115 und 150 PS. Beide dann allerdings schon mit SCR-Kat.

In Sachen Fahrwerk profitiert der Sportsvan von fünf Zentimetern mehr Radstand gegenüber dem normalen Golf, muss aber auch mit einem höheren Schwerpunkt zurechtkommen. Alles in allem gelingt ein guter Kompromiss, zumal potenzielle Kunden Komfort schwerer gewichten dürften als Kurvenhatz.

Die Preise starten bei 20 475 Euro, für die Top-Version ruft VW mindestens 29 275 Euro auf. Das ist ordentlich Auto fürs Geld.

Autor

Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
08. 12. 2017
12:00 Uhr

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08. 12. 2017
12:00 Uhr



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