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Neue Passwort-Empfehlungen aus den USA

Passwörter schützen Daten, Zahlungsinformationen und private Bilder im Internet. Talentierte Hacker knacken viele Passwörter allerdings im Handumdrehen. Kreative Passphrasen schützen davor besser als komplizierte Zahlen-Buchstaben-Sonderzeichen-Monster.



Neue Passwort-Empfehlungen
Wer für ein Nutzerkonto ein neues Passwort festlegen möchte, sollte sich am besten eines aus mehreren Wörtern überlegen, die nicht im Wörterbuch stehen.   Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Bei der Suche nach einem sicheren Passwort ist Kreativität gefragt. So ungefähr könnte es aussehen: «Bisde hoyer merkeln, hayvan? Ai, guggemol!»

Passphrasen wie diese empfiehlt das US-Institut für Standards und Technologie (NIST). Die Behörde legt unter anderem technische Standards für öffentliche Einrichtungen in den USA fest. Wer irgendwo einen Satz abschreibt - zum Beispiel diesen -, könnte jedoch seine Sicherheit im Internet riskieren. Darum gibt das NIST eine Anleitung zum Selbstbasteln .

Das optimale Passwort besteht demnach aus mehreren Wörtern, die nicht im Wörterbuch stehen. Einige Sonderzeichen können nicht schaden. Passwörter müssen nach Einschätzung des NIST aber nicht mehr einen Großbuchstaben und zwei verschiedene Sonderzeichen enthalten, wie lange empfohlen wurde. Zwischen den Worten sollten möglichst Leerzeichen stehen, denn diese bereiteten Hackern Kopfzerbrechen. Je länger das Passwort ist, desto besser, empfehlen die Experten.

Ähnliche Ratschläge gibt das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Im Gegensatz zum NIST wird dort allerdings weiterhin betont: «(Das Passwort) sollte aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen und Ziffern besteh

en.»

Auch regelmäßige Aufforderungen zum Passwortwechsel seien überflüssig, meinen die US-Experten. Das Passwort sollte nur geändert werden, wenn ein konkreter Verdacht auf einen Angriff besteht.

Zusätzlich zum Passwort können weitere Sicherheiten zum Beispiel für einen Netzwerkzugang eingebaut werden. Statt leicht zu knackender Sicherheitsfragen sollten Anbieter dabei aber eher auf die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung umsteigen, erläutert das BSI. Bei diesem Verfahren müssen sich Nutzer zusätzlich zur Passworteingabe auf einem zweiten Weg identifizieren. Das kann durch einen Code, der per SMS verschickt wird, oder durch einen TAN-Generator erfolgen.

Auf verschiedenen Seiten im Internet können Nutzer überprüfen, ob von ihnen genutzte Passwörter vielleicht frei im Netz verfügbar sind. Solch Passwörter sollten dann nicht weiter verwendet und geändert werden. Die Tatsache, dass ein Passwort nicht in der Datenbank steht, bedeutet allerdings nicht, dass es sicher ist.

Weitere Tipps für sichere Passwörter gibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik unter BSI-fuer-buerger.de.

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dpa

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Veröffentlicht am:
11. 08. 2017
17:15 Uhr

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11. 08. 2017
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