Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: 30 Jahre WiedervereinigungCoronavirusBlitzerwarnerVideosCotube

 

Online-Fake-Shops betrügen Verbraucher im großen Stil

Sie werden nur ins Internet gestellt, um Verbraucher zu betrügen: Fake-Shops treiben im Internet ihr Unwesen und sind nur sehr schwer zu erkennen. Die Sendung «ARD-Kriminalreport» hat die neuesten Maschen der Täter vorgestellt.



Fake-Shops
Ein seriöser Online-Shop oder eine Betrügermasche? Es gibt zahlreiche Fake-Internet-Läden, mit denen Betrüger versuchen, Verbraucher abzuzocken.   Foto: Jens Büttner

Verbraucher in Deutschland werden nach einem Bericht der neuen Sendung «ARD-Kriminalreport» massenhaft durch gefälschte Internet-Shops um ihr Geld betrogen.

Nach einer Untersuchung der Organisation «Marktwächter Digitale Welt» der Verbraucherzentrale Brandenburg sollen bereits 4,4 Millionen Bundesbürger Opfer von Fake-Shops geworden seien. Das habe eine repräsentative Umfrage ergeben. «Diese Betrugsmasche ist ein wirklich großes Problem,» sagte Kirsti Dautzenberg, von den Marktwächtern der Verbraucherzentrale Brandenburg im Interview mit dem «Kriminalreport».

Professioneller Betrug

Fake-Shops sind auf den ersten Blick oft nicht von seriösen Internet-Shops zu unterscheiden. Allerdings werden sie von Tätern ausschließlich ins Internet gestellt, um Verbraucher zu betrügen. Angeboten werden Waren aus allen Bereichen. Viele der Fake-Shops bieten Sportartikel und vor allem Sportschuhe an, vor allem von bekannten Marken. Aber auch Haushaltsartikel, Bekleidung, Elektroartikel oder Fahrräder werden zum Kauf angeboten.

In der Sendung berichten Fahnder von einer «Professionalisierung» der Fake-Shop-Szene». «Es ist schwierig so einen Fake-Shop zu erkennen, weil die Qualität in den letzten Jahren extrem zugenommen hat», sagte Polizeioberkommissar Fabian Herrmann von der Cybercrime-Einheit der Polizei Offenburg in der ARD. Früher habe man die gefälschten Shops noch an Tippfehlern erkannt. «Aber das ist heute nicht mehr der Fall.» In der Regel seien die Fake-Shops aufgebaut wie ein normaler Online-Shop.

Kritisch sei, dass die Kriminellen sich systematisch Internet-Adressen mit der Domain-Endung .de beschaffen. Die täuschten bei den Verbrauchern eine Sicherheit vor, die nicht vorhanden sei. Teilweise seien die Shops nur kurze Zeit im Internet auffindbar.

So schützen sich Verbraucher vor Fake-Shops

Wer online einkauft, sollte sich bei unbekannten Händlern vor einem Kauf immer die Zeit nehmen, die Seiten auf Anzeichen betrügerischer Absichten hin zu prüfen, raten das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz .

1. Domainbezeichnungen: Misstrauisch sollten Verbraucher werden, wenn die Domainbezeichnungen der Shops keinen Bezug zu den dort angebotenen Produkten haben.

2. Preis: Skeptisch sollten die Verbraucher auch sein, wenn die angebotenen Waren oftmals mit einem deutlichen Preisnachlass beworben werden. Denn Fake-Shops locken ihre Opfer mit äußerst günstigen Preisen. Sie kassieren dann per Vorkasse und liefern nie.

3. Impressum: Neben dem Preis sei häufig ein fehlendes, lückenhaftes oder unstimmiges Impressum ein deutliches Warnsignal . Händler seien verpflichtet, auf ihren Seiten unter anderem den Firmennamen, die geografische Adresse und eine E-Mail-Adresse anzugeben. Am Webdesign kann man die Seriosität von Händlern dagegen oft nicht messen: Auch Betrüger-Seiten wirken oft professionell.

4. Nutzer-Bewertungen: Hilfreich kann es den Verbraucherschützern zufolge dagegen sein, den Ruf des Unternehmens zu prüfen - etwa per Internetsuche. Bewertungen oder Erfahrungen anderer Nutzer könnten hilfreich sein, doch auch diese sollte man kritisch lesen.

5. Sichere Bezahlung: Den besten Schutz vor Fake-Shop-Betrügern bieten am Ende immer sichere Zahlarten. Am sichersten sei die Bezahlung per Rechnung nach Erhalt der Ware sowie die Zahlung per Lastschriftverfahren, weil man sich hier sein Geld bei Nichtlieferung zurückholen kann. Grundsätzlich gelte: keine Vorauskasse leisten.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
28. 08. 2018
12:12 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
ARD Betrugsmaschen Haushaltswaren und Haushaltsartikel Händler Onlineshops Polizei Sportartikel Sportschuhe Stil Verbraucherschützer Verbraucherzentralen Webgrafik und Webdesign
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Dubiose Streaming-Portale

09.11.2020

Dubiose Streaming-Portale locken in Abo-Fallen

Die Webseiten sehen sich zum Verwechseln ähnlich, nur die Webadresse und das Logo sind verschieden. Angeblich soll man hier aktuelle Filme und Serien streamen können, fünf Probetage kostenlos. Doch die Portale zeigen kei... » mehr

Kauf auf Rechnung beim Online-Shopping

30.06.2020

Kauf auf Rechnung kann kompliziert sein

Bestellen, Ware bekommen, Rechnung bezahlen - so sollte es beim Kauf auf Rechnung sein. In der Praxis ist das aber oft komplizierter. Denn viele Onlinehändler arbeiten mit Dienstleistern zusammen. » mehr

Onlinehandel

vor 23 Minuten

Händler dürfen Rücksendekosten abwälzen

Onlineshopping boomt besonders jetzt in Coronazeiten. Doch wer zahlt, wenn die Ware nicht gefällt und zurückgeschickt werden muss? » mehr

Genervt vom Telefon

29.09.2020

So schützen Sie sich vor falschem Microsoft-Support

Per Telefon versuchen angebliche Mitarbeiter des technischen Supports von Microsoft, Zugriff auf fremde Computer zu erlangen. Am besten sofort auflegen, raten Verbraucherschützer. » mehr

Paket-Shop

29.04.2020

Paket-Lieferzeiten mit einem Trick verkürzen

Zwei Wochen statt zwei Tage: Wegen des enormen Paketaufkommens in der Corona-Krise haben sich die Lieferzeiten vieler Händler drastisch erhöht. Wer es eilig hat, kann aber nachhelfen. » mehr

Paket

27.05.2020

Post aus Fernost kann Ärger bringen

Elektronik und andere Waren aus Asien sind Verkaufsschlager im Netz. Zu unschlagbar günstigen Preisen werden sie auf diversen Portalen angeboten. Doch oft überwiegen die Probleme den Nutzen. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
28. 08. 2018
12:12 Uhr



^