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Welle von Bewerbungsmails mit Erpressungs-Trojaner im Anhang

Spam-Emails, die beim Öffnen eine schädliche sogenannte Trojaner-Software freisetzen, landen zurzeit in den Postfächern deutscher Unternehmen. Davor warnt jetzt das Landeskriminalamt Niedersachsen. Wie können sich Computer-Nutzer schützen?



Trojaner unterwegs
Das LKA Niedersachsen warnt vor einer neuen Welle von Spam-Mails, die Trojaner-Viren enthalten.   Foto: Sebastian Kahnert

Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt vor einer neuen Welle von E-Mails mit Erpressungs-Trojanern im Anhang. Die Schreiben sind an Unternehmen gerichtet und als angebliche Bewerbungs-Mails von jungen Frauen getarnt.

Die Namen variieren, die Fotos auch, in der angehängten Zip-Datei soll es alle weiteren Unterlagen geben. Wer sie allerdings entpackt und die darin enthaltene Datei öffnet, startet eine Software, die Daten auf dem Rechner verschlüsselt. Zugriff gibt es - wie bereits bei früheren Wellen von Erpressungs-Trojanern - nur gegen Lösegeldzahlung in der Digitalwährung Bitcoin - eine Anleitung dazu liefern die Erpresser gleich als Bildschirmnachricht mit.

Die Polizei warnt ausdrücklich vor dem sorglosen Öffnen von Dateianhängen in derartigen Bewerbungsmails. Auch Virenscanner bieten aktuell keinen verlässlichen Schutz. Weniger als die Hälfte der gängigen Schutzprogramme erkennen die Schadsoftware. Wer den Anhang bereits geöffnet und ausgeführt hat, sollte den Rechner sofort vom restlichen Netz trennen und Anzeige bei der Polizei erstatten. Von der Zahlung des Lösegelds rät das LKA ab. Es gibt keine Garantie, dass anschließend die Daten wieder entschlüsselt werden.

In der Vergangenheit kam es bereits häufiger zu wellenartigen Aussendungen von mit Schadsoftware verseuchten Mails. Für viele dieser Erpressungs-Trojaner gibt es nach einigen Tagen und Wochen kostenlose Entschlüsselungsprogramme von seriösen Anbietern wie etwa dem Portal « botfrei.de » des Verbands der Internetwirtschaft. Ein weiterer Anbieter ist « nomoreransom.org ». Hier gibt es Erklärungen und Hilfetexte zum Umgang mit Erpressungs-Software, außerdem Anleitungen zum Entsperren.

Der beste Schutz vor den Ransomware genannten Erpressungs-Trojanern ist neben gesunder Skepsis und aktueller Software vor allem sorgfältige Datensicherung. Wer regelmäßig seine Daten auf externen Datenträgern sichert, kann den Computer bei Befall einfach wiederherstellen. Aus Sicherheitsgründen lohnt es sich hier, besonders sensible Daten im Wechsel auf verschiedenen Festplatten zu speichern - und diese auch nur während der Datensicherung an den Rechner anzuschließen.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
05. 09. 2018
14:54 Uhr

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Computer-Schädlinge Datensicherung Firmen und Firmengruppen in Deutschland Landeskriminalamt Niedersachsen Polizei
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05. 09. 2018
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