Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimCoronavirusBlitzerwarnerVideosCotube

 

Illegale Downloads mit Schadsoftware im Schlepptau

Populäre Videospiele zur direkten Installation, Programme, die Kino-Blockbuster herunterladen oder Apps zum Streamen aktueller Serien - und das alles gratis. Klingt gut. Doch Nutzer zahlen am Ende mit ihren Daten und infizierten Geräten, wie eine EU-Studie zeigt.



Kriminalität im Internet
Beim Download von Programmen sollten Verbraucher aufpassen, dass sie sich keine Schadsoftware einfangen, über die Betrüger zum Beispiel an ihre Daten gelangen wollen.   Foto: Helmut Fohringer

Wer sich im Internet gratis aktuelle Videospiele oder Kinofilme besorgt, verletzt meist nicht nur mit großer Wahrscheinlichkeit Urheberrechte. Er setzt seine Geräte und seine Daten oft auch großen Gefahren aus, wenn er Software zum Herunterladen oder Streamen von Inhalten installiert.

Das geht aus einer Studie des Amtes der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) hervor, für die IT- und Kriminalforscher mehr als 1000 einschlägige Seiten automatisiert ausgewertet haben.

Im Angebot der Plattformen seien mehr als 4000 Dateien mit Malware-Charakter gesammelt worden, aus denen insgesamt 106 Schadsoftware-Komponenten isoliert werden konnten. Darunter befanden sich solche, die etwa unbefugt Systemprozesse starten oder den Datenverkehr für Werbeeinblendungen manipulieren (Adware), aber auch eindeutig bösartige Software wie Keylogger oder Trojaner.

Als besonders tückisch fielen den Forschern vermeintlich nützliche Programme zum Download von Filmen (Clients) oder zur angeblichen Installation von Spielen auf, die von den Seiten heruntergeladen werden können - neben Windows oft auch für Android-Geräte. Denn solche Software stelle dabei nicht notwendigerweise eine direkte Gefahr für das System dar, die von einem Virenscanner erkannt werden könnte.

Vielmehr gehe es oft darum, den Nutzern durch verschiedene Social-Engineering-Tricks persönliche oder sensible Daten wie Konto-, Kreditkarten- oder Zugangsinformationen zu entlocken. Darüber hinaus versendeten die Programme teils auch ohne Zustimmung des Nutzers Daten an Dritte. Am Ende können neben dem unberechtigten Zugriff auf Geräte Identitätsdiebstahl und finanzielle Verluste die Folgen sein.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 09. 2018
15:33 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Computer-Schädlinge Downloads Videospiele
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Firefox

24.09.2020

Mozilla stellt Firefox-Send-Dienst ein

Erst letztes Jahr startete der Datentransfer-Dienst von Firefox. File-Sharing, sowie sichere und private File-Hosting-Funktionen sollten Abhilfe schaffen. Weshalb Firefox-Send wieder offline geht. » mehr

Android

24.09.2020

Android einfacher oder individueller machen

Android kann ganz schön kompliziert sein, oder in der Bedienung so, wie man es eben gerne nicht hätte. Doch mit speziellen Apps und Bordmitteln des Betriebssystems lässt sich da einiges machen. » mehr

Virtual Reality

28.08.2020

Startschuss für digitale Spielemesse Gamescom fällt online

Bunt kostümierte Spielefans in vollen Messehallen - so sieht die Gamescom eigentlich aus. Doch dieses Jahr ist alles anders: Wegen Corona ist die Spielemesse eine rein digitale Veranstaltung. » mehr

Pflanzen bestimmen per App

22.09.2020

Die Handykamera kann mehr als Fotos

Fotos natürlich. Und Videos. Doch die Smartphone-Kamera kann noch mehr: Scan- und Bilderkennungs-Apps leisten inzwischen Erstaunliches. » mehr

Messdaten-App Phyphox

22.09.2020

Messdaten-App: Experimente mit den Smartphone-Sensoren

Bewegungssensor, Lagesensor, Magnetkompass, Schrittzähler, Helligkeitssensor und noch mehr: Ein Smartphone ist vollgestopft mit Sensoren und Messtechnik. Eine App nutzt sie für Physik-Experimente. » mehr

iOS 14

17.09.2020

iOS 14 ist da - und hat viel Neues zu bieten

Bei der Vorstellung neuer Apple-Produkte Mitte September hatte Firmenchef Tim Cook auch iOS 14 angekündigt. Nun ist es tatsächlich schon da. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 09. 2018
15:33 Uhr



^