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Drei Regeln für mehr Datenschutz

Nutzerdaten sind begehrt, nicht nur bei der Werbeindustrie. Darum sollten Verbraucher persönliche Informationen im Internet nur sparsam preisgeben und Angreifern möglichst sichere Riegel vorschieben.



Cookies
Die Verfolgung im Netz läuft zum größten Teil über sogenannte Cookies, kleine Dateien, die Computer identifizierbar machen. Sie regelmäßig zu löschen, und einige zu blockieren, ist ein erster Schritt.   Foto: Andrea Warnecke

Mit den eigenen Daten können Internetnutzer nicht vorsichtig genug umgehen. Doch längst nicht jeder möchte sich damit auseinandersetzen. Dabei ist etwas mehr Datenschutz in eigener Sache unkompliziert in die Tat umzusetzen. Drei einfache Grundregeln:

- Sparsam sein: Und zwar mit persönlichen Daten. Anmeldeformulare fragen häufig viel mehr Informationen als nötig ab. Kathrin Körber von der Verbraucherzentrale Niedersachsen rät, nur Pflichtfelder wie Name oder E-Mail-Adresse auszufüllen und etwa Telefonnummern möglichst auszusparen. Online-Bestellungen seien oft als Gast möglich, also ohne Anlegen eines Nutzerkontos. Und: Wer etwa in sozialen Netzwerken Geburtsdatum, Hobbys sowie andere persönliche oder sensible Informationen angibt, sollte diese nicht öffentlich zugänglich machen.

- Nicht nur von eins bis sechs zählen: Dass man sich «123456» leicht merken kann, ist unbestreitbar. Doch als Passwort ist diese Ziffernfolge denkbar unsicher. Dennoch nutzen Untersuchungen zufolge immer noch viele Nutzer diese oder ähnlich unsichere Zahlen- und Buchstabenfolgen für den Zugriff auf ihre Online-Konten. Dabei sind die Regeln für ein sicheres Passwort nicht schwer: Es sollte aus großen und kleinen Buchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen bestehen und mindestens acht Zeichen lang sein - besser aber noch länger. Aber Achtung: Niemals Namen oder existierende Wörter sowie Kombinationen damit nutzen. Solche Passwörter sind leicht zu knacken.

Außerdem gilt: Für jedes Konto ein eigenes, sicheres Passwort nutzen. Bei dieser Mammutaufgabe sind Passwortmanager wie das kostenlose Open-Source-Programm Keepass hilfreich. Sie können nicht nur automatisch starke Passwörter bilden, sondern diese auch sicher speichern. Als Nutzer muss man sich nur ein Master-Passwort zum Öffnen des Passwortmanagers merken. Und das kann man beispielsweise anhand eines willkürlichen Merksatzes bilden, bei dem immer die jeweils ersten Buchstaben oder Zeichen genutzt werden: «Sichere Passwörter zu kreieren, ist in 99 Prozent aller Fälle eigentlich ganz leicht!.» Ergibt: «SPzk,ii99aFegl!». Achtung: Reime, Lieder oder Sprichwörter als Passwort-Merksätze sind unsicher.

- Einstellen, einstellen, einstellen: Das Anmelden auf einer Plattform oder bei einem Dienst im Internet geht schnell, das Herunterladen und Installieren einer App ebenfalls. Danach sollte man sich aber unbedingt die Zeit nehmen, sich in einem zweiten Schritt mit den Datenschutzeinstellungen auseinanderzusetzen. Damit lässt sich die Weitergabe und der Zugriff auf die eigenen Daten oft zumindest ein Stück weit besser im Griff behalten. Und das ist nötig: Denn laut Verbraucherschützerin Körber ist es nicht die Regel, dass man vor einem Zugriff erst aktiv zustimmen muss.

Ganz oft sehe es so aus, dass man bereits voreingestellte Berechtigungen entziehen oder begrenzen muss. Das bedeute Arbeit, sei aber eine wichtige Form «digitaler Selbstverteidigung», sagt die Expertin. «Man muss sich immer fragen: Wozu dient dieses Sammeln von Daten?» Zum einen interessiere sich die Werbeindustrie sehr dafür, teils würden die Daten sogar gehandelt. Zum anderen gerieten sie durch Datenlecks bei Dienst-Anbietern mitunter in falsche Hände.

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dpa

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Veröffentlicht am:
28. 01. 2019
11:27 Uhr

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28. 01. 2019
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