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Facebook lud Kontaktdaten von 1,5 Millionen Nutzern hoch

Facebook kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus. Bei etlichen neuen Mitgliedern landeten Daten aus den Adressbüchern auf den Servern von Facebook - laut Unternehmen versehentlich, auch weil das Netzwerk eine umstrittene Methode der Identitätsverifizierung eingesetzt hat.



Facebook
Bei Facebook gab es erneut eine Datenpanne.   Foto: Dominic Lipinski

Facebook hat die nächste Datenschutz-Panne

entdeckt: Das Online-Netzwerk lud in den vergangenen drei Jahren ohne

Erlaubnis die Daten der Kontakte von bis zu 1,5 Millionen neuen

Nutzern hoch.

Der Fehler sei nach einer Änderung am Anmelde-Verfahren

im vergangenen Monat entdeckt worden, wie Facebook bestätigte. Die Daten seien mit niemandem geteilt worden und würden

gelöscht. Der Fehler sei behoben und betroffene Nutzer würden

informiert. Über den neuen Fehler hatte zunächst das

Finanznachrichten-Portal «Business Insider» berichtet, das zur

Axel-Springer-Gruppe gehört.

Die Kontaktdaten wurden in einigen Fällen bei der Bestätigung der

E-Mail-Adresse eines neuen Nutzers durch Eingabe des Passworts des

Mail-Accounts hochgeladen. Facebook besaß damit die Möglichkeit, die

E-Mail-Adresse des neuen Mitglieds zu bestätigen. Dieses Verfahren

wurde von Facebook nach Kritik von Datenschützern wieder abgeschafft.

Ein Facebook-Sprecher sagte «Business Insider», man habe vor Mai 2016

den Anwendern angeboten, zusammen mit der Verifizierung auch

freiwillig die Kontakte aus dem E-Mail-Konto hochzuladen. Somit

konnte der US-Konzern den Nutzern etwa neue Freunde empfehlen. Es

blieb unklar, ob Facebook die Daten auch für gezielte Werbung nutzte.

Die Funktion sei dann wieder abgeschafft worden.

Der Texthinweis auf die Funktion sei tatsächlich gelöscht worden.

Allerdings sei die zugrundeliegende Funktionalität nicht entfernt

worden, erklärte der Sprecher. Facebook habe nicht auf die

E-Mail-Inhalte der Anwender zugegriffen. Wie viele Kontaktdaten ohne

einen entsprechenden Hinweis bei Facebook gelandet sind, kann nur

geschätzt werden. Es können je nach Größe der jeweiligen Adressbücher

mehrere hundert Millionen Datensätze sein.

Facebook waren in den vergangenen Jahren mehrere Datenschutz-Pannen

unterlaufen. Unter anderem hatten mehrere Millionen Nutzer ihre

Beiträge möglicherweise ungewollt mit der ganzen Welt geteilt statt

nur mit Freunden.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
18. 04. 2019
19:32 Uhr

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