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Datenschützer prüfen Video-App TikTok

Die App TikTok ist unter jungen Leuten populär, bereitet Datenschützern aber Bauchschmerzen. Eltern sollten ihren Nachwuchs nicht ohne weiteres die Nutzung erlauben.



TikTok
Video aufnehmen, Song auswählen, teilen: Vor allem junge Leute nutzen die App TikTok.   Foto: Robert Günther/Dpa-tmn

Bei Kindern und Jugendlichen steht die Playback-Video-App TikTok hoch im Kurs, gleichzeitig ist sie im Visier von Datenschützern.

In Großbritannien läuft eine Untersuchung gegen TikTok wegen des Umgangs der App mit den Daten junger Nutzer, und weil im Prinzip jeder Erwachsene innerhalb der App jedem Kind Nachrichten schreiben könne, berichtet «The Guardian» .

Davor schützen entsprechende Einstellungen. So lässt sich das TikTok-Profil auf privat stellen, erläutert die Initiative «Schau hin!» Nur Personen, denen man erlaubt hat, einem zu folgen, können die Beiträge dann sehen. Ebenfalls sinnvoll ist, wenn nur befreundete Nutzer einem Nachrichten schicken dürfen. Das schützt etwa Kinder vor unerwünschten Kontaktaufnahmen durch Fremde. Eltern sollten mit ihrem Nachwuchs das Profil entsprechend einrichten und klare Nutzungsregeln vereinbaren, raten die Experten. Im «Sicherheitszentrum» der App finden sich Erläuterungen, um ein Profil besser zu schützen.

Zu bedenken ist auch: Mit In-App-Käufen können Nutzer auf TikTok anderen virtuelle Geschenke machen, dafür fließt aber bares Geld. Auch Spezialeffekte lassen sich kaufen, erläutert «Schau hin!» und rät Eltern, dass Kinder Downloads und Käufe nur tätigen dürfen, wenn sie das vorher mit ihnen abgesprochen haben.

Die App ist ab 13 Jahren freigegeben, unter 18-Jährige brauchen laut den Geschäftsbedingungen eine Erlaubnis der Eltern. Doch «Schau hin!» zufolge findet eine wirkliche Altersprüfung nicht statt.

Laut einem Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (online) prüft die Berliner Landesdatenschutzbeauftragte seit August 2018 die App - dabei geht es dem Bericht zufolge aber nicht um Jugendschutz, sondern um nicht gelöschte Daten. Die Prüfung laufe noch.

Bei Tik Tok geht es primär darum, kurze Videos zu synchron abgespielten Playback-Songs aufzunehmen, die dann von anderen Nutzern bewertet und kommentiert werden. Hinter der App, in der im Sommer 2018 die Anwendung musical.ly aufging, steht der chinesische Entwickler Bytedance.

Zu den Untersuchungen in Großbritannien und Deutschland teilte Bytedance mit: «Wir befolgen örtliche Gesetze und Vorschriften und arbeiten mit den Behörden zusammen, um ihnen relevante Informationen zur Verfügung zu stellen.» TikTok sei es wichtig, eine positive Umgebung für Nutzer zu schaffen.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
05. 07. 2019
14:13 Uhr

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05. 07. 2019
14:13 Uhr



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