Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: CoronavirusVideosCotubeBlitzerwarner

 

Diskriminierung beim Onlineshopping in der EU melden

Das Internet hat Einkäufe in anderen Ländern zum Kinderspiel gemacht. In der EU haben Online-Käufer sogar das Recht, zu denselben Bedingungen wie Inländer zu shoppen. Doch das klappt nicht immer.



Shopping am Computer
Kann man bei einem Händler aus einem anderen EU-Land nicht mit seiner ausländischen Kreditkarte bezahlen, liegt eventuell ein Fall von Diskriminierung vor.   Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn

Auch beim Onlineshopping genießen Verbraucher innerhalb der Europäischen Union Freizügigkeit. Das bedeutet: Gleiches Recht für ausländische und einheimische Kunden.

Wenn es bei Internetbestellungen in den Niederlanden, Dänemark, Spanien, Italien und Co Probleme gibt, finden Betroffene in vielen Fällen Unterstützung bei der Bundesnetzagentur. Darauf weist die Behörde hin.

Wer etwa daran gehindert wird, online bei einem Händler aus einem anderen EU-Land zu bestellen, dort mit seiner ausländischen Kreditkarte zu bezahlen oder auf die Seite des Anbieters in seinem Heimatland mit höheren Preisen umgeleitet wird, kann sich über dieses sogenannte Geoblocking beschweren.

Käufer dürfen nicht diskriminiert werden

Denn die Bundesnetzagentur ist für die Durchsetzung der EU-Geoblocking-Verordnung zuständig, die seit Dezember 2018 gilt. Demnach darf in der EU beim Kauf von Waren oder Dienstleistungen niemand wegen seiner Staatsangehörigkeit oder seines Wohnsitzes diskriminiert werden.

Allerdings dürfen Händler das Liefergebiet für ihre Waren selbst bestimmen. Versendet also ein Anbieter grundsätzlich nur innerhalb seines Landes, liegt keine Diskriminierung vor.

Am einfachsten lassen sich Geoblocking-Beschwerden per Online-Formular bei der Bundesnetzagentur melden. Man kann aber auch eine E-Mail (geoblocking@bnetza.de) schreiben oder die Behörde zum Ortstarif anrufen (030/22 48 05 00).

Händlern drohen Bußgeldern

Ein Großteil der Beschwerden über Geoblocking betrifft den Angaben zufolge Bestellungen von Elektrogeräten, Bekleidung und E-Books. Wenn Anbieter zum Lösen von Problemen nicht kooperieren, können Geldbußen bis zu einer Höhe von 300 000 Euro verhängt werden.

Die Geoblocking-Verordnung kennt aber auch Ausnahmen: Dazu zählen Verkehrsdienstleistungen wie Flugtickets, Finanzdienstleistungen und audiovisuelle Dienste wie Streaming- oder Download-Angebote von Musik oder Videos. Hier hat die EU eigene Vorschriften erlassen oder sieht andere Initiativen vor.

Ausgenommen von der Verordnung sind außerdem Dienstleistungen im Gesundheitswesen oder im sozialen Bereich sowie Produkte, die in einzelnen Ländern der Preisbindung unterliegen, in Deutschland also zum Beispiel Bücher.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
03. 02. 2020
15:38 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bundesnetzagentur Europäische Union Händler Internet Services und Dienstleistungen eBooks
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Bestellung abgelehnt

25.07.2019

Wenn das Onlineshopping im EU-Ausland Probleme macht

Für Online-Einkäufe innerhalb der EU muss Verbrauchern der Zugang zu Shop-Seiten anderer Länder grundsätzlich offen stehen - von einigen Ausnahmen einmal abgesehen. Aber was tun, wenn es bei Bestellungen in Frankreich, D... » mehr

Online-Banking

26.05.2020

Neue Nutzer digitaler Dienste bleiben nach Corona-Krise

In Zeiten von Kontaktbeschränkungen und geschlossener Läden greifen viele Verbraucher auf Online-Dienste zurück. Wird sich das Konsumverhalten dadurch nachhaltig ändern? Das Ergebnis einer Umfrage deutet darauf hin. » mehr

E-Book-Reader mit Touchscreen

18.02.2020

Gute E-Book-Reader gibt's auch in der Einstiegsklasse

200 bis 300 Euro für einen E-Book-Reader ausgeben? Obwohl da noch nicht mal ein einziges digitales Buch dabei ist? Dazu ist längst nicht jede oder jeder bereit. Muss auch gar nicht mehr sein. » mehr

Paket

27.05.2020

Post aus Fernost kann Ärger bringen

Elektronik und andere Waren aus Asien sind Verkaufsschlager im Netz. Zu unschlagbar günstigen Preisen werden sie auf diversen Portalen angeboten. Doch oft überwiegen die Probleme den Nutzen. » mehr

Datenleck Aptoide Android

21.04.2020

Aptoide-Nutzer müssen Passwort ändern

Wenn Anmeldedaten für einen Dienst durchs Netz geistern, dann ist Gefahr in Verzug. Beim App-Store Aptoide ist das gerade der Fall - Nutzerinnen und Nutzer sollten rasch handeln. » mehr

Smarter Kamera-Kühlschrank

05.05.2020

Für smarte Geräte haftet oft niemand

Entstehen durch unsichere Smart-Home-Geräte oder -Anwendungen Schäden, bleiben Verbraucher häufig auf den Kosten sitzen. Kein Wunder: Schließlich ist das Produkthaftungsgesetz schon 30 Jahre alt. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
03. 02. 2020
15:38 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.