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Nvidia startet Spiele-Streamingdienst

Spielen an nahezu jedem Gerät mit Internetzugang lautet das Versprechen von Geforce Now. Der Streamingdienst für Videospiele ist ab sofort offen für alle. Der Basiszugang ist sogar kostenlos.



Geforce Now
Nvidia öffnet den Spiele-Streamingdienst Geforce Now für alle interessierten Spieler.   Foto: Florian Schuh/dpa-tmn

Viele Spiele, kostenloser Basiszugang und ein relativ niedriger Abo-Preis: So lässt sich der Spiele-Streamingdienst Geforce Now von Nvidia zusammenfassen. Nach mehr als einem Jahr Testphase geht der Dienst nun live und tritt in Konkurrenz zu Playern wie Google, Sony oder Microsoft.

Geforce Now verlagert die leistungsfähige Hardware ins Rechenzentrum der Betreiber. Das regelmäßige Aufrüsten des eigenen Spiele-PC fällt damit flach. Spieler können mit relativ einfachen Geräten wie Android-Smartphones und -Tablets, Notebooks, Computern oder Nvidias Shield-Konsolen das Videobild des Spiels nach Hause streamen. Das eigentliche Spiel läuft auf einem virtuellen Computer im Rechenzentrum.

Kostenloser Basiszugang oder Vorteile gegen Geld

Geforce-Now-Nutzer haben die Wahl zwischen zwei Zugangsmodellen: kostenlos oder per Abo. Kostenlos-Spieler können maximal eine Stunde am Stück spielen, dann wird ihre Sitzung beendet, und sie müssen eine neue starten. Die Ergebnisse der Testphase hätten gezeigt, dass dies für die meisten Spieler ausreiche, erklärte Nvidias Cloud-Gaming-Chef Phil Eisler Anfang Januar während der Technikmesse CES.

Zahlende Nutzer können bis zu sechs Stunden ununterbrochen spielen. Außerdem erhalten sie beschleunigten Zugang zu den Servern. Soll heißen: Ist gerade viel los bei Geforce Now, erhalten sie eher einen Server zugewiesen als nicht zahlende Spieler. Man baue die Server-Kapazität zwar kontinuierlich aus, es könne aber in Stoßzeiten zu Engpässen kommen, warnt Nvidia. Man kann jederzeit eine neue Session beginnen - der Spielfortschritt ab dem letzten Checkpoint geht allerdings verloren.

Das Abonnement wird zunächst als sogenannte Founders Edition angeboten. Hierbei sind die ersten drei Monate kostenlos, bis Jahresende wird der Monatspreis auf 5,49 Euro festgelegt. Der spätere Preis stehe noch nicht fest, heißt es bei Nvidia. Zum Vergleich: Google Stadia kostet aktuell 9,99 Euro pro Monat, ebenso wie Sonys Playstation Now.

Die Spiele kann man zum Teil mitbringen

Spieler können ihre bestehenden Spielebibliotheken bei Anbietern wie Steam, Uplay, Battle.net oder Epic zum Teil via Geforce Now abrufen. Rund 1000 weitere Spiele werden unterstützt, sie müssen aber vor jeder Sitzung kurz im virtuellen Rechner der Nvidia-Cloud installiert werden. Einen eigenen Shop zum Kauf von Spielen hat Geforce Now nicht - Rückmeldungen der Testnutzer ergeben, sagt Phil Eisler, dass sie lieber ihre eigenen Spiele aus anderen Stores mitbringen wollten.

Damit geht Nvidia einen anderen Weg als Mitbewerber Google. Bei dessen Dienst Google Stadia müssen die Spiele bislang über die Plattform zusätzlich zum Abopreis gekauft werden und laufen nur dort. Auch bei Sonys Playstation Now können keine eigenen Spiele mitgebracht werden, Spieler wählen stattdessen aus einem Katalog aus.

Flottes Streaming braucht flottes Internet

In den Rechenzentren kommen Grafikkarten mit Nvidias Turing-Architektur zum Einsatz, wodurch Spieler vom Raytracing mit realistischer Darstellung von Lichtstrahlen profitieren sollen. Die Spiele laufen mit Full-HD-Auflösung bei 60 Hertz Bildwiederholungsrate.

Damit das Videobild ohne Wackler und Verzögerung auf dem eigenen Gerät erscheint, ist nach Nvidia-Angaben eine Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 15 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) nötig. Das reicht für stabile 1280 zu 720 Pixel bei 60 Bildern pro Sekunde. Für Full HD (1920 zu 1080 Pixel) braucht es 25 Mbit/s. Die Verbindung zum eigenen Router ist dabei vorzugsweise ein Netzwerkkabel oder ein WLAN-Netz mit aktivem 5-Gigahertz-Funkband.

Im späteren Jahresverlauf - voraussichtlich im zweiten Quartal - sollen auch Spiele in 4K-Auflösung und mit höherer Bildwiederholungsrate dazukommen.

Veröffentlicht am:
04. 02. 2020
17:59 Uhr

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dpa

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04. 02. 2020
17:59 Uhr



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