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Fake-Streamingdienste zocken ab

Die Zahl der Videostreaming-Anbieter wächst und wächst - und mit ihr die Zahl betrügerischer Pseudo-Dienste, die viel verprechen, nichts halten, aber viel Geld kassieren wollen.



Ärger mit Fake-Streamingdiensten
Auf Irritation folgt böses Erwachen: Wer sich bei betrügerischen Pseudo-Streamingdiensten anmeldet, kann die versprochenen Filme nicht sehen - und erhält dann noch Mahnungen.   Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Die Reizwörter Flix, Play oder Stream dürfen nicht fehlen, wenn sich Betrüger Internetadressen ausdenken, über die sie ihre Opfer anlocken wollen.

Derzeit existierten etwa 200 identisch aussehende Pseudo-Streamingseiten, die mit blumiger Werbung für Kino und Co. versuchen, arglose Nutzerinnen und Nutzer in Abo-Fallen zu locken, warnt die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Wer sich dort aber in froher Erwartung von Blockbustern und angesagten Serien registriert, stellt fest, dass man schlicht und einfach gar nichts streamen kann. Trotzdem landet alsbald eine E-Mail mit einer Zahlungsaufforderung über rund 400 Euro im Postfach - gefolgt von angeblichen Inkassoschreiben, Mahnbescheiden oder konkreten Pfändungsterminen. Diese seien aber allesamt gefälscht, geben die Verbraucherschützer Entwarnung.

Nicht zahlen und Anzeige erstatten

Betroffene sollten sich also keinesfalls einschüchtern lassen und zahlen. Und ebenso sollten sie die Sache nicht einfach auf sich beruhen lassen: Die Verbraucherzentrale rät zu einer Anzeige bei der Polizei.

Weiter wichtig zu wissen: Für den Fall, dass Betroffene im Netz nach Informationen suchen, haben die Betrüger vorgesorgt. Auf Youtube finden sich Videos, in denen vermeintliche Anwälte erklären, dass die Forderungen rechtmäßig seien, da die Nutzungsbedingungen akzeptiert worden sind.

Keine Filme, kein Vertrag

Das ist aber schlichtweg falsch, erklären die Verbraucherschützer. Da es gar keine Filme im Angebot gebe, werde der vermeintliche Vertrag nicht erfüllt. Es gehe einzig und allein darum, Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Außerdem werden Mahn- und Vollstreckungsbescheide ausschließlich per Post zugestellt. Die dafür benötigten Adressen lägen den Betreibern der Abzock-Seiten aber gar nicht vor.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
08. 05. 2020
13:27 Uhr

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