Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: CoronavirusVideosCotubeBlitzerwarner

 

Post aus Fernost kann Ärger bringen

Elektronik und andere Waren aus Asien sind Verkaufsschlager im Netz. Zu unschlagbar günstigen Preisen werden sie auf diversen Portalen angeboten. Doch oft überwiegen die Probleme den Nutzen.



Paket
Die Spannung steigt: Kann die Bestellung aus dem China-Shop die Erwartungen erfüllen?.   Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Ob Geräte, Spielzeug oder Sportartikel: Immer mehr Waren werden per Post direkt aus Fernost verschickt. Damit nehmen auch die Probleme zu, weil viele dieser Waren unsicher oder gesundheitlich bedenklich sind, ihr Betrieb hierzulande verboten ist oder es sich um Plagiate handelt.

Davor warnt die Stifung Warentest («test»-Ausgabe 6/20). Auf den Marktplätzen und Plattformen sieht man dem Verkäufernamen nicht unbedingt an, ob der Händler aus dem nichteuropäischen Ausland kommt.

Die Warentester geben deshalb folgene Faustregel aus: Bei Portalen wie Aliexpress oder Wish muss man damit rechnen. Bei Amazon und Ebay sollte man in den Shop-Angaben den Sitz des Verkäufers vor dem Kauf prüfen, insbesondere wenn ein Produkt sehr günstig erscheint.

Wochenlanges Warten

Denn die Folgen einer Fernost-Bestellung sind mitunter weitreichend: Der Versand kann wochenlang dauern, und es können Zoll (bei einem Warenwert über 22 Euro) und Steuern (ab 150 Euro Warenwert) anfallen, wobei Steuerbeträge unter 5 Euro nicht eingefordert werden. Und: Bei Fernost-Shops zahlt der Käufer bei Nichtgefallen in der Regel die Rücksendekosten. Das kann teuer werden.

Zudem prüft der Zoll stichprobenartig und beschlagnahmt Markenfälschungen, erklären die Warentester. Besonders unangenehm: Da der Zoll beim Fund eines Plagiates auch den jeweiligen Original-Hersteller benachrichtigt, erhalten Käufer mitunter noch eine teure Abmahnung dieses Unternehmens - und müssen sich auch damit herumschlagen, ihr Geld vom Händler zurückzubekommen.

Gefährliche Billig-Elektronik

Insbesondere billige, markenlose Elektronik kann zur Gefahr für Verbraucher werden. Denn solche Geräte wurden oft nicht nach europäischen Sicherheitsvorschriften hergestellt. Die Folgen können gravierend sein.

Als Beispiele nennen die Experten funktionslose Rauchmelder, durchschmorende Powerbanks, Motorradhelme, die die EU-Sicherheitsstandards nicht erfüllen oder nich verschlossene Kinderspieluhren mit verschluckbaren Kleinteilen.

Spielzeug und Elektrogeräte etwa dürfen innerhalb der EU nur mit CE-Kennzeichnung verkauft werden. Fehlt diese, nutzt man das Gerät oder die Ware am besten gar nicht erst. Käuferschutzprogramme der Verkaufsportale helfen den Angaben zufolge bei Mängeln oft nur, wenn das Problem kurz nach der Lieferung aufgetreten ist.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
27. 05. 2020
05:09 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Amazon Elektronik und Elektrotechnik Europäische Union Gerät Händler Käufe Plagiate Sportartikel Verkaufsschlager Verkäufe eBay Ärger
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Smartphone-Import

02.06.2020

Was man als Smartphone-Importeur wissen sollte

Chinesische Händler bieten Smartphones übers Internet zu teils sehr niedrigen Preisen an - und verschicken oft sogar nach Deutschland. Sind da Schnäppchen drin? Oder ist Ärger vorprogrammiert? » mehr

Jörg Wirtgen

26.03.2020

Das alte Smartphone im Netz zu Geld machen

Das alte Smartphone tut noch brav seinen Dienst, da ist das neuere Modell schon zur Hand. Soll man das alte Schätzchen jetzt verkaufen? Und wenn ja - wo? » mehr

Facebook führt Online-Shops ein

20.05.2020

Facebook startet Plattform für Online-Shops

Shoppen direkt bei Facebook: Das Netzwerk macht es Händlern leichter, Online-Shops einzurichten. Mit 2,6 Milliarden Nutzern könnte Facebook die Gewichte im Online-Handel verschieben - und bekommt zugleich Zugang zu neuen... » mehr

Retourenvermarkter Avides

21.10.2019

Wiederverkauf verlängert Lebenszeit von Waren

Deutsche Onlinehändler werden von zurückgegebener Ware überschwemmt. Was tun mit den teuren Retouren? Ein Zauberwort heißt Reselling, und eine norddeutsche Firma macht es vor. » mehr

Sebastian Schack

02.10.2019

Was beim Kauf gebrauchter Macs zu beachten ist

Macs und MacBooks sind für viele Menschen die Objekte technischer Begierde schlechthin. Doch die Apple-Rechner sind oft sündhaft teuer. Wer sie deshalb gebraucht kauft, sollte genau hinschauen. » mehr

ARD Mediathek

15.01.2020

Messenger und TV-Apps bei iOS-Nutzern besonders gefragt

Gerade im Winter ist Fernsehen ein beliebter Zeitvertreib. Mit TV-Apps haben Zuschauer nicht nur eine große Auswahl an Inhalten, sondern auch einen praktischen Zugang. Das gefällt vielen iOS-Nutzern. Noch wichtiger ist f... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
27. 05. 2020
05:09 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.