Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

 

Das sind die Trends der Elektronikmesse IFA

Letzter Messestopp vor dem Weihnachtsgeschäft: Die IFA in Berlin bringt zahllose Neuheiten vom Riesen-Fernseher bis zum Mini-Kopfhörer - und setzt nun auch auf E-Mobilität.



Fernseher von Panasonics
Panasonics Prototyp ist ein Fernseher wie eine Vitrine, zumindest so lange er ausgeschaltet ist - dank transparentem OLED-Display.   Foto: Panasonic/dpa-tmn » zu den Bildern

Immer vielfältiger, immer vernetzter: Zum Filmeschauen, Musikhören oder Internetsurfen braucht es heute nicht mehr viele Geräte. So mancher setzt ohnehin fast nur noch aufs Smartphone.

Wie und womit man seine Unterhaltung organisiert, dazu liefert die Elektronikmesse IFA (Publikumstage: 6. bis 11. September) jede Menge Anregungen. Die Trends im Überblick:

Fernseher mit Smartphone-Seele

Neben neuen Modellen mit 4K-Auflösung (UHD) und Hochkontrastdarstellung (HDR) ist in Berlin schon die nächste TV-Generation mit 8K-Auflösung (7680 mal 4320 Pixel) zu sehen - das entspricht mehr als 33 Millionen Bildpunkten. LG zeigt etwa den 88 Zoll großen 8K-OLED-Fernseher 88Z9.

Zudem treiben die Hersteller die Konvergenz von Smartphone und Smart-TV voran. Immer mehr Fernseher kommen mit Android-TV als Betriebssystem und bieten damit jenseits der üblichen Streaming-Anwendungen eine riesige App-Auswahl. Philips' neue OLED-TV-Serien 934 und 984 mit Soundsystem von Bowers & Wilkins (ab 2700 Euro) laufen etwa ebenso mit Android TV wie die günstige UHD-Serie EP68 von TCL (ab 500 Euro).

Dem Umstand, dass Fernseher auch immer Teil der Einrichtung sind, trägt Panasonic mit einem Design-Prototypen Rechnung: Der OLED-TV ist ausgeschaltet transparent wie eine Glasscheibe und soll mit seinem Holzrahmen optisch an eine Vitrine erinnern.

Smartphones falten oder klappen?

Fernseher sind wichtig. Doch der steigende Stellenwert von Smartphones lässt sich an zwei Zahlen ablesen, die Bitkom Research und der Marktforscher IDC ermittelt haben: Während Verbraucher in diesem Jahr durchschnittlich 532 Euro für ein neues Smartphone ausgeben werden, fast 64 Euro mehr als 2018, liegt die Ausgabebereitschaft für einen neuen Fernseher mit im Schnitt 587 Euro nur noch unwesentlich höher - 2018 waren es noch 13 Euro mehr.

Auf der IFA wird auch die Geschichte der Foldables fortgeschrieben - jener Smartphones, deren Display sich zusammenfalten lässt. Die Knickfalte und die Mechanik dahinter haben sich bei Vorserienmodellen von Samsung (Galaxy Fold) und Huawei (Mate X) aber als anfällig erwiesen und mussten überarbeitet werden. Samsung zeigt das Ergebnis auf der Messe und will das Fold nun ab Mitte September verkaufen - mit 5G für 2100 Euro.

Mit dem Galaxy A90 5G hat Samsung auf der Messe ein weiteres neues 5G-fähiges Smartphone mit 6,7 Zoll großem AMOLED-Display vorgestellt (749 Euro). Und es gibt viele Handys mit besonderen Eigenschaften zu sehen, etwa robuste Outdoor-Telefone wie das Gigaset GX290 (300 Euro) oder das Gaming-Smartphone ROG Phone 2 von Asus (ab 900 Euro).

Kopfhörer-Strippen werden gekappt

True Wireless heißt derzeit die Erfolgsformel bei Kopf- oder besser gesagt Ohrhörern. Angesagt sind Bluetooth-Modelle, die gar keine Strippe mehr haben. Bei fast allen Modellen ist das Aufbewahrungsetui gleichzeitig eine Akku-Ladestation. Meist sind auch Freisprechfunktion und Sprachassistenten integriert. Darüber hinaus nehmen die Hersteller aber verschiedene Zielgruppen ins Visier.

Für Sportler hat JBL etwa die wasserdichten (IPX7) Reflect Flow (150 Euro) entwickelt, die dank kleiner Haken besonders fest im Ohr sitzen sollen und bei Bedarf - etwa im Straßenverkehr - mehr Geräusche aus der Umgebung durchlassen können. Naturverbunden gibt sich House of Marley mit den Ohrhörern Liberate Air (150 Euro), die außen mit Holz verblendet sind, während US-Boxenbauer Klipsch sein Modell T5 (200 Euro) in ein edles Ladedöschen aus Metall verpackt.

Auch WLAN-Lautsprecher sollen gut klingen

Musikstreaming ist ähnlich populär wie Videostreaming. Und am einfachsten streamt es sich mit WLAN-Lautsprechern, die direkt aufs Internet zugreifen. Einer Bitkom-Umfrage zufolge besitzt inzwischen jeder Vierte hierzulande einen solchen Lautsprecher. Das allerwichtigste Kaufkriterium ist dabei die Klangqualität.

Auf guten Sound und auf Design setzt etwa der britische Hersteller Pure mit der Wiederbelegung von Braun als Audio-Marke. Als erste Produkte zeigt er auf der IFA Neuinterpretationen des LE-Lautsprechers von 1959: den LE01 (380 Euro), den LE02 (800 Euro) und den LE03 (1200 Euro), die ab Oktober jeweils in Schwarz oder Weiß auf den Markt kommen. Als Zubehör sind Wandhalterungen und Bodenstative erhältlich.

Während Pure die Grundzüge des zeitlosen LE-Designs beibehalten hat, stecken im Alugehäuse nun digitale Verstärker- und moderne Netzwerktechnik. So sind die Lautsprecher Multiroom-fähig, lassen sich zu Stereo-Paaren zusammenschalten und per Sprache steuern (Google Assistant). Das Musikstreaming läuft über den Chromecast-Standard, die Klang-Feinabstimmung über eine App.

Es geht aber auch deutlich günstiger: JBL hat auf der Messe zum Beispiel den wasserdichten Smart-Speaker (Google Assistant) Link Portable vorgestellt, der mit ac-WLAN, Bluetooth, HD-Audiostreaming (Chromecast) und Airplay-2-Unterstützung 150 Euro kostet - Akku inklusive. Zum gleichen Preis bringt nun die Telekom ihren bereits auf der IFA 2018 angekündigten Smart Speaker auf den Markt.

E-Scooter rollen in die Messehallen

Urbane Räume werden regelrecht von ihnen geflutet: E-Roller, die nach Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung mit bis zu 20 km/h auf den Straßen unterwegs sein dürfen. Und so rollen nun auch Elektronik-Unternehmen mit E-Scooter in die Messehallen - etwa Trekstor mit der E-Gear-Serie (400 bis 700 Euro) mit bis zu 350 Watt starken Motoren und möglichen Zuladungen von bis zu 150 Kilogramm.

Aber auch E-Mobilitäts-Pioniere der ersten Stunde sind beim Roller-Trend dabei. Segway bringt etwa den Ninebot Max G30D (800 Euro) mit zur Messe. Den ab Oktober lieferbaren Scooter zeichnen unter anderem ein bereits eingebautes Schnelllade-Netzteil und eine Reichweite von bis zu 65 Kilometern aus.

Veröffentlicht am:
05. 09. 2019
17:44 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
ASUSTeK Deutsche Telekom AG Digitaltechnik Fernsehgeräte Funkverkehr Google Google Assistant Huawei Lautsprecher Marktforscher Mobile Apps Mobiltelefone Motoren Musikstreaming Panasonic Corporation Philips Samsung Group Sony
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Streaming-Dienste per Knopfdruck

05.09.2019

Die Fernseh-Trends der IFA

Der Fernseher ist längst kein reiner Empfänger von TV-Sendern mehr - sondern ein Knotenpunkt für unzählige Kanäle. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf Hersteller und Kunden. Ein Ausblick. » mehr

Schminkspiegel und Handy

20.11.2019

Ein Blick auf das Motorola Razr

Faltbare Smartphones sind der neueste Trend der Branche. Während Samsung, Huawei und Royole auf kleine Aufklapp-Tablets setzen, geht Lenovos Motorola Razr einen anderen Weg. Ein Erfahrungsbericht. » mehr

Modell von Xiaomi

05.12.2019

Richtig Hilfe holen mit dem Smartphone

Nach einem Unfall liegen die Nerven meist blank. Für schnelle Hilfe brauchen die Rettungskräfte dann präzise Infos und einen Standort. Wie ein Smartphone hier helfen kann. » mehr

PlayStation VR

02.12.2019

Wie aus einem Streit ein Welterfolg wurde

Dass es die Playstation von Sony überhaupt gibt, ist einer kuriosen Wendungen in der Geschichte der Spielebranche zu verdanken. Aus dem Plan für ein Laufwerk wurde eine der erfolgreichsten Konsolen der Welt. Aber neigt s... » mehr

Google Nest Hub

28.05.2019

Was kann Googles Foto-Bilderrahmen Nest Hub?

Mehr als sechs Monate nach dem US-Start erreicht Googles erster eigener vernetzter Lautsprecher mit Display auch Deutschland. Es ist vor allem ein Gerät für diejenigen, die fest in der Welt der Google-Apps verankert sind... » mehr

Hersteller-Apps

26.11.2019

Was Hobby-Filmer über Gimbals wissen müssen

Sie sehen aus wie klobige Selfie-Sticks, doch innen drin steckt ausgeklügelte Technik: Smartphone-Gimbals bieten viele Vorteile, wenn man mit dem Handy nicht nur knipsen, sondern auch filmen möchte. » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
05. 09. 2019
17:44 Uhr



^