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Apples Spieledienst Arcade im Test

Videospiele auf allen Geräten für bis zu sechs Familienmitglieder, und das für fünf Euro im Monat? Apples Spieledienst Arcade ist ein Blick in die Zukunft des Gaming - allerdings nicht für jeden.



Apple Arcade
Rund 100 Spiele ohne Werbung und zusätzliche Käufe gibt es bei Apple Arcade zum Preis von 4,99 Euro im Monat.   Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn » zu den Bildern

Spielen ohne Ende für 4,99 Euro im Monat? Das ist eine Ansage. Apples neuer Spieledienst Arcade will genau das bieten. Knapp 100 Spiele zum Spielen auf fast allem, was Apple aktuell im Portfolio hat: iPhone, iPod touch, iPad, Mac und Apple TV - nur die Apple Watch geht leer aus.

Arcade will sein, woran etliche Angebote bislang noch scheitern - ein echter Cross-Plattform-Dienst mit einer großen Auswahl. Die Idee: Wer ein Spiel zum Beispiel am Fernseher beginnt, soll es unterwegs auf dem Smartphone oder an einem anderen Ort auf dem Mac fortsetzen können. Apple wirbt außerdem mit Datenschutz: Spieleentwickler können demnach ohne Zustimmung keine Daten über ihre Spieler sammeln und deren Verhalten auch nicht tracken.

Apple Arcade ist ab iOS 13 Bestandteil des App Stores, auf dem Mac ist das Betriebssystem macOS Catalina nötig. Nutzer der TV-Box Apple TV erhalten nach dem Update auf die neueste Version von tvOS eine neue Arcade-Kachel angezeigt. Wer sie anklickt oder die Store-Rubrik auswählt, muss nur noch den kostenlosen Probemonat starten - und los geht's. Installation? Fehlanzeige, Arcade ist Teil des Ganzen.

Keine Blockbuster, dafür viele kleine Perlen

Die Spiele sind nach Rubriken wie Action, Abenteuer, Multiplayer, Plattformer, Puzzle, Rollenspiel oder Strategie geordnet. 100 Spiele soll der Katalog bald umfassen, heißt es von Apple. Zum Start sind es noch nicht ganz so viele.

Gleich auf den ersten Blick fällt auf: Apple Arcade ist kein Dienst für Extremspieler. Hardwarehungrige Shooter à la «Call of Duty» finden sich ebenso wenig wie «Assissin's Creed», ein Teil der «Fallout»-Serie oder ein Titel der «Anno»-Reihe. Stattdessen gibt es kleine und mittelgroße Titel für Einzel- und Mehrspielerpartien.

Die Auswahl der Spiele funktioniert wie bei anderen Apps. Sie werden auf dem Apple-Gerät installiert und können so jederzeit auch unterwegs gespielt werden. Zum Beispiel «Spek», bei dem man das Spielfeld klug verschieben muss, um Puzzle zu lösen. Oder die Verkehrssimulation «Mini Motorways».

Auch wenn besagte Multimillionen-Dollar-Produktionen nicht Teil des Katalogs sind: einen Mangel an Tiefe gibt es nicht. Neben eher simplen Puzzlern gibt es mit Titeln wie «Shinsekai: Into the Depths», «Oceanhorn 2» oder «Jenny LeClue - Detectivu» deutlich mehr Tiefgang.

Ein Paar Probleme gibt es aber doch

Alles in allem machen die Spiele - je nach Genrevorliebe - Spaß. Manche fesseln mit liebevoll gezeichneter Grafik oder schön erzählten Geschichten. Auch der Wechsel zum Beispiel von Apple TV zum iPhone oder einem anderen Gerät klappt gut.

Doch es gibt noch einige Haken. Manche Spiele lassen sich nur mit Gamepad gut spielen. Andere sind eher für die Touch-Bildschirme eines Smartphones oder Tablets geschaffen.

Fazit: Sorglos-Spielebibliothek für Zwischendurch

Für einen Fünfer im Monat bietet Apple Arcade eine schöne Auswahl. Apples Familienfreigabe öffnet das Angebot außerdem für bis zu sechs Familienmitglieder. Eine tolle Sache, wenn man denn eine Familie ist, in der Eltern und Kinder jeweils mindestens ein Apple-Gerät haben.

Die einfache - weil nicht nötige - Einrichtung macht den Zugang zu Arcade leicht. Für Apple-Nutzer mit Spieleleidenschaft ist das Abo eigentlich ein logischer Schritt.

Ist man allerdings nicht im Apple-Universum unterwegs, ist Arcade leider gar nicht interessant. Mit dem Google Play Pass gibt es für Android zwar einen ähnlichen Service - allerdings bislang nur in den USA. Auch Liebhaber der großen Titel schauen bei Arcade in die Röhre. Die fehlen völlig. Ehrlicherweise wäre es aber auch ziemlich vermessen, sie in einem Service für fünf Euro pro Monat zu suchen.

Veröffentlicht am:
29. 10. 2019
04:22 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
29. 10. 2019
04:22 Uhr



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