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Messenger-Funktionen zwischen Spielereien und Datenschutz

Ob Whatsapp, Signal, Threema oder Telegram: Messenger-Apps finden sich auf jedem Smartphone. Mit ihnen kann man Nachrichten schicken und telefonieren - sogar per Video. Doch da geht noch mehr.



Whatsapp, Signal und Telegram
Die Auswahl an Messengern ist groß. Ihr Nutzwert hängt aber auch davon ab, ob die eigenen Kontakte das jeweilige Programm nutzen - sonst kann man sie darüber nicht erreichen.   Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn » zu den Bildern

Text- und Sprachnachrichten oder Fotos per Messenger senden - für viele eine Selbstverständlichkeit. Die Apps bieten aber noch andere interessante Funktionen, die Nutzerinnen und Nutzer nicht auf dem Schirm haben.

Manche sind vor allem ein lustiger Zeitvertreib, andere bieten «echten» Mehrwert - und sorgen etwa für mehr Datensicherheit oder das perfekte Timing bei Nachrichten.

Das Versenden animierter Grafiken (GIFs) zählt zu den Spaßfunktionen. GIFs sind wenige Sekunden kurze, tonlose Videoclips. Sie helfen manch dröge Textkonversation mit einem Witz aufzulockern.

GIFs können inzwischen über alle gängigen Dienste versendet und online auch selbst erstellt werden. Man findet sie je nach Messenger im Menü, bei Whatsapp und Facebook-Messenger gibt es sie zum Beispiel bei der Übersicht der Emojis als eigene Leiste. Telegram und Signal etwa stellen der GIF-Suchfunktion noch eine Vielzahl comicartiger Einzelbilder, sogenannte Sticker, zur Seite.

«Bei den Spielereien glänzt Telegram», sagt Hans-Peter Schüler von der Fachzeitschrift «c't». Für überbewertet hält Schüler die App in Sachen Sicherheit: «Ende-zu-Ende Verschlüsselung - inzwischen sogar bei Whatsapp Standard - muss bei Telegram explizit angewählt werden.» Dazu geht man unter «Neue Nachricht» auf «Neuer Geheimer Chat».

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sorgt dafür, dass Nachrichten nur von den Chatteilnehmern gelesen werden können. Sie sagt aber noch nichts über die Sicherheit der sonstigen Daten aus.

Nicht nur an die eigene Privatsphäre denken

Bei nahezu allen Messengern kann deren Zugriff auf Adressbuch, Standort und Speicher in den App-Einstellungen des Smartphones unter «Berechtigungen» eingeschränkt werden. Komfort oder Datensicherheit? Das ist in dem Fall oft die Frage, die jeder am Ende für sich selbst beantworten muss. Bedenken sollte man aber, dass teilweise nicht nur die eigenen Vorstellungen von Privatsphäre betroffen sind, findet Hauke Mormann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

«Der Zugriff durch Messenger-Apps auf das Adressbuch eines Telefons beinhaltet die Preisgabe der Daten anderer», erläutert er. Auf diese Weise erhalten Anbieter ein großes Paket an Personendaten - oft nicht nur Namen und Nummern, sondern auch Adressen oder Geburtstage.

Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich daher Apps mit einem pfleglicheren Nutzerdaten-Umgang wie Threema oder Signal Threema kann ohne die Angabe jedweder Daten, nicht einmal der Telefonnummer, genutzt werden. Signal greift zwar standardmäßig aufs Telefonbuch zu: Die App gilt jedoch wie Threema als datensparsam und transparent.

Nachrichten planen und verschwinden lassen

Praktisch ist, wenn sich eine Nachricht zeitversetzt senden lässt. Bei Telegram genügt es, dafür einfach länger auf die Sendetaste zu drücken. Dann erscheint die Option «Nachricht planen». Die App hat zudem eine Selbstlöschungsfunktion. Innerhalb eines «Geheimen Chats» lässt sich einstellen, dass eine Nachricht, nachdem sie gelesen wurde, nach einem bestimmten Zeitraum verschwindet.

Signal bietet mit «Verschwindende Nachrichten» eine ähnliche Funktion. Und in der Beta-Version ermöglicht der Messenger auch, Fotos und Videos zu verschicken, die sich nach dem Anschauen selbst zerstören: Sie verschwinden nicht nur aus dem Chat, sondern werden auch im Speicher des Empfängergerätes gelöscht.

Was nutzt die Selbstzerstörung aber, wenn der andere von Text oder Foto einen Screenshot gemacht hat? Auch dafür bieten die Apps Tools. So lassen sich bei Signal Screenshots blockieren - davor, dass jemand mit einer Kamera sein Display abfotografiert, schützt das aber nicht.

Veröffentlicht am:
13. 02. 2020
04:23 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
13. 02. 2020
04:23 Uhr



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