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«Maneater» macht Spieler zum Schrecken der Meere

Dieser Haifisch, der hat Zähne: In «Maneater» geht es um einen gefährlichen Raubfisch auf Menschenjagd. Videospieler müssen diesen Hai aber diesmal nicht jagen - sondern selbst zum Monster werden.



Maneater
Auf der Jagd: In «Maneater» schlüpft der Spieler in die Rolle eines menschenfressenden Hais.   Foto: Tripwire Interactive/dpa-tmn » zu den Bildern

Um den Hai als vermeintlich bösartige Fressmaschine ragen sich zahllose Legenden, immer wieder gefüttert von unterhaltsamen Trashfilmen wie «Sharknado». Nun ist der Raubfisch mit den vielen Zähnen auch ein Videospiel-Held: In «Maneater» von Tripwire Interactive ziehen Spieler eine Pixel-Blutspur durch den animierten Ozean.

Los geht es mit einem forschen Junghai, der ganz auf sich alleine gestellt im Ozean umherschwimmt und auf Rache sinnt. Warum? Weil seine Hai-Mama von Fischern hinterhältig ermordert wurde. Auf dem Rachefeldzug gilt es, in verschiedenen Missionen nach und nach durch das Vertilgen von Fischen und arglosen Schwimmern immer mehr Körpermasse aufzubauen - und so auch Kraft und Geschwindigkeit zu steigern.

Fressen, Beißen, Wachsen

Auf Kraft kommt es beispielsweise an, wenn man durch das Absperrgitter eines Abflussrohrs brechen muss. Hinter einem Abfluss befinden sich meistens menschliche Behausungen. Und das bedeutet: Futter! Während der Hai sich vermittels Schwanzflossen-Schlag oder Beiß-Attacke durch die toll animierte Unterwasserwelt futtert, gibt es immer wieder Zwischensequenzen, die den nächsten Auftrag erklären.

So müssen die Spieler in einer Mission namens «Surf&Turf» zum Beispiel den hungrigen Hai an einem Badestrand aus dem Wasser hüpfen lassen, um sonnenhungrige Badegäste zu fressen. Dass dieses kleine Blutbad nicht unbemerkt bleibt, leuchtet ein - und plötzlich befinden sich die Spieler in einem wüsten Gefecht mit schwer bewaffneten Booten der Küstenwache.

Pseudo-Dokumentation mit schwarzem Humor

Dieses Beispiel zeigt schon, dass «Maneater» sein Szenario und sich selbst nicht besonders ernst nimmt. Stattdessen dominieren schwarzer Humor und der typisch augenzwinkernde Charme des Trash-Kinos - inklusive Erzählstimme, die besonders gelungene Aktionen wie in einer Tier-Doku kommentiert. Nur halt mit sehr viel Unfug.

Wer «Sharknado» und Co. mag, sollte auch mit «Maneater» warm werden. Das lohnt sich durchaus: Denn hinter dem grellen Äußeren verbirgt sich aber ein anspruchsvolles, aufwendig produziertes Spiel mit einer frei erkundbaren Unterwasser-Spielwelt - voll mit ganz besonderem Fischfutter.

«Maneater» ist für rund 40 Euro auf PC, Playstation 4 und Xbox One erhältlich. Eine Version für Nintendo Switch soll im Laufe des Jahres folgen.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
15. 06. 2020
16:32 Uhr

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