Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimCoronavirusBlitzerwarnerVideosCotube

 

So wandern Sie sicher über die Weide

Wer beim Wandern über Kuhweiden laufen muss, sollte Abstand zu den Tieren halten. Aber auch lautes Geschrei und schon das intensive Anstarren der Rinder können einen Angriff provozieren. Schnelles Flüchten ist dann kein Ausweg.



Eine Kuh auf einer Weide
Kühe sind friedliche Tiere - es sei denn, man provoziert sie bei einer Wanderung über die Weide.   Foto: Andrea Warnecke

Nicht jeder wächst in der Nähe von Kuhweiden auf, und kommt nur beim Wandern mit den Tieren in Kontakt. Gerade auf Bergwiesen grasen die Tiere ohne Einzäunung und nicht selten durchkreuzen Wanderwege das Esszimmer der Kühe.

Zwar sind sie eigentlich ruhig und gutmütig, sie können sich aber durch bestimmte Verhaltensweisen der Wanderer bedroht fühlen - und sogar zum Angriff übergehen.

Um das zu vermeiden, sollten Wanderer an Weiden nicht laut rufen oder gar schreien, außerdem keine hektischen Bewegungen machen. Die Tierschutzorganisation Peta rät darüber hinaus, auf die eigene Körpersprache zu achten: Rinder sollte man nicht mit den Augen fixieren und locker an ihnen vorbeigehen. Das ist ein Signal an die Tiere: Von diesem Menschen droht mir keine Gefahr.

Umgekehrt kann der Wanderer erkennen, ob ein Rind zum Angriff übergehen will: Das Tier senkt den Kopf, fixiert den Spaziergänger, scharrt mit den Vorderhufen und schnaubt, erklärt Peta. Passiert das mal, sollte man nicht mit typischen Abwehrverhalten reagieren - also nicht hektisch wegrennen und sich nicht auf den Boden legen.

Man sollte stattdessen ruhig bleiben, sich so groß wie möglich machen und langsam nach hinten weggehen. Dem Tier sollte man dabei nicht den Rücken zudrehen.

Mit Hunden sollte man Wanderrouten wählen, die nicht an grasenden Tieren vorbeiführen. Ist das nicht möglich, muss der Hund angeleint sein. Im Fall eines Angriffs sollte man laut Peta den Hund freilassen, damit er flüchten kann, während man sich selbst durch ruhiges Verhalten in Sicherheit bringt.

Grundsätzlich gilt natürlich auch, dass man sich den Tieren nicht zu sehr nähern und gekennzeichnete Wege nicht verlassen sollte. Weidetiere, insbesondere der Nachwuchs, sollte nicht gestreichelt oder gefüttert werden - selbst, wenn diese noch so zutraulich sind. Denn Futter kann Neid in der Herde auslösen, die Tiere streiten dann miteinander - und der Wanderer steht mittendrin.

Diese Tipps gelten auch für Schafe oder Ziegen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
15. 05. 2019
12:04 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Kühe und Rinder Tiere und Tierwelt Tierschutzorganisationen Wanderer Wandern Wanderwege
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Kühe auf einer Alm in Tirol

21.07.2020

Wie Österreich Kuhunfälle auf den Almen verhindern will

Auf Österreichs Almen kommt es immer wieder zu Unfällen mit Kühen. Nun verbreiten sich über TikTok auch noch Videos, in denen die Tiere absichtlich provoziert werden. Die Alpenrepublik will Besucher daher besser aufkläre... » mehr

Wandern als Corona-Gewinner

17.09.2020

Outdoor-Trend ungebrochen - Wandern als Corona-Gewinner

Während der Corona-Pandemie hat sich das Wandern in der diesjährigen Urlaubssaison als Krisengewinner entpuppt. » mehr

Watzmannhaus

17.07.2020

So können Menschenmassen im Urlaub gemieden werden

Uckermark, Harz oder Alpen: Deutschland bietet vielfältige Wandergebiete. Wer entspannt die Natur genießen möchte, sollte die bekannten Wege verlassen und neue Regionen entdecken. » mehr

Schild mit der Aufschrift: «Parkplatz gesperrt»

18.08.2020

Corona-Trend Wandern hinterlässt Spuren in Bayerns Wäldern

Bayerische Wälder statt Ballermann: Wegen Corona gönnen sich Urlauber vermehrt eine Auszeit hierzulande, gerne im vermeintlich ruhigen Idyll. Nicht immer wird dabei Rücksicht auf die Natur genommen. Doch es gibt auch pos... » mehr

Christoph Gorniak

20.03.2020

So begegnet man wilden Tieren

Wenn beim Wandern in Wald und Flur plötzlich Groß- oder Wildtiere den Weg kreuzen, kann einem das einen ganz schönen Schrecken versetzen. Doch Wegrennen ist nicht immer die beste Idee. Eine Verhaltens-Anleitung. » mehr

Ausflugsziel im Sarntal

29.06.2020

Wolle, Wärme und Wandern im Sarntal

Das Sarntal hat nicht die spektakulärsten Berge Südtirols. Doch gerade für Familien und Erholungsbedürftige ist die Region eine Reise wert - nicht nur wegen der abwechslungsreichen Wanderwege. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
15. 05. 2019
12:04 Uhr



^