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Wie gut ist die Wasserqualität der Badeseen in Europa?

Bei heißem Sommerwetter in den Badesee: herrlich! Aber lauern im Wasser schädliche Bakterien? Ein EU-Bericht gibt weitgehend Entwarnung für Deutschland und Europa. Einige Probleme bleiben aber.



Badegewässer im Test
Ein Glas mit Wasser aus einem Baggersee.   Foto: Rene Ruprecht/Illustration

Auf ins kühle Nass: Bei Badestellen an deutschen Seen, Flüssen und am Meer ist die Wasserqualität fast überall bestens.

Die Europäische Umweltagentur EEA vergab in einem aktuellen Bericht für das Wasser an 92,7 Prozent von knapp 2300 Stellen in der Bundesrepublik die Bestnote «ausgezeichnet». Insgesamt 98 Prozent schafften die EU-Mindeststandards.

Sechs deutsche Badestellen fielen aber 2018 als «mangelhaft» durch. Dort wurden zu viele bedenkliche Bakterien im Wasser entdeckt.

Das waren nach Angaben der EEA Badestellen am Goldscheuer Badesee im baden-württembergischen Kehl; der Klostersee Triefenstein in Nordbayern; an der Ostsee bei Strelasund in Mecklenburg-Vorpommern; am Aussichtsturm am Elfrather See bei Krefeld in Nordrein-Westfalen; an der Elbe beim Hafen Kollmar in Schleswig-Holstein; und am Stausee Kelbra in Sachsen-Anhalt. 2017 waren in Deutschland acht Stellen mit mangelhaft bewertet worden.

Bei der Bewertung der Badegewässer wird nach Fäkalbakterien gesucht, die nach Angaben der Experten eine Gesundheitsgefahr sein können. Sie stammen etwa aus der Landwirtschaft. Konkret geht es um zwei Arten von Keimen: intestinale Enterokokken und Escherichia coli. Je nach der nachgewiesenen Menge wird die Qualität eingestuft. Bei einem «mangelhaft» empfehlen die EU-Behörden ein Badeverbot, Warnhinweise oder andere Maßnahmen.

In der gesamten Europäischen Union wurden dem Bericht zufolge 95,4 Prozent von 21.831 Badestellen mit ausreichend oder besser bewertet, etwas weniger als die 96,0 Prozent 2017. Der leichte Rückgang liege vor allem an der Eröffnung neuer Badestellen: Die Wertung «ausreichende Wasserqualität» gibt es erst, wenn Daten für vier Badesaisons vorliegen.

In den beliebten Urlaubsländern Italien und Spanien verschlechterten sich einige Werte allerdings tatsächlich: Die Zahl der Badestellen mit «mangelhafter» Wasserqualität wuchs in Italien von 79 auf 89 und in Spanien von 38 auf 50. In Frankreich ging sie von 80 auf 54 zurück. Insgesamt waren 301 Badestellen in der EU sowie den ebenfalls betrachteten Ländern Albanien und Schweiz «mangelhaft».

Die besten Werte für die Wasserqualität hatte Zypern, wo 99,1 Prozent aller Badestellen mit «ausgezeichnet» bewertet wurden. In Malta waren es 98,9, in Österreich 97,3 und in Griechenland 97 Prozent. Insgesamt erhielten in der EU, Albanien und Schweiz 85 Prozent der Badestellen die Bestnote.

Urlaub an der Ostsee oder Baden im See zu Hause: Wer wissen will, wie es dort um die Wasserqualität bestellt ist, wird auf der Website des Umweltbundesamtes (UBA) fündig. Auf einer Deutschlandkarte sind die Untersuchungsergebnisse der einzelnen Bundesländer verlinkt. Dort gibt es dann wiederum Listen, interaktive Karten oder Badestellen-Finder.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
06. 06. 2019
16:58 Uhr

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06. 06. 2019
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