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Aida Cruises hält an Kurz-Kreuzfahrten fest

Der Schreck muss groß gewesen sein, als die Nachricht von zehn positiven Corona-Tests auf Aida-Schiffen eintraf. Und das, obwohl die 750 Crewmitglieder zuvor negativ getestet waren. An den Plänen der gut gebuchten Kurz-Kreuzfahrten hält Aida fest.



AIDAblu
Die AIDAblu der Reederei Aida Cruises liegt im Seehafen Rostock. Der Sicherheitsbereich am Hafenbecken ist eingezäunt.   Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Das Kreuzfahrt-Unternehmen Aida Cruises hält trotz der festgestellten zehn mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierten Crewmitglieder an den geplanten Kurz-Kreuzfahrten fest.

Die betroffenen Mitarbeiter befänden sich in strenger Einzelisolation an Bord eines der beiden Schiffe, die derzeit im Rostocker Seehafen liegen, sagte Aida-Sprecher Hansjörg Kunze am Freitag in Rostock. Neun von ihnen seien völlig symptomfrei, eine Person habe leichte Symptome.

Am vergangenen Mittwoch waren 750 Besatzungsmitglieder aus Asien mit drei Flugzeugen auf dem Flughafen Rostock-Laage angekommen. Zwei Flieger kamen aus Jakarta (Indonesien) und einer aus Manila (Philippinen). Es sei davon auszugehen, dass die Infizierten an Bord der Maschine aus Manila waren, hieß es.

Die Testergebnisse zeigten, dass die Präventionsmaßnahmen gegriffen hätten, sagte Kunze. Alle weiteren Besatzungsmitglieder befänden sich ebenfalls in Isolation an Bord der Schiffe und würden erneut auf Covid-19 getestet. Die «AIDAmar» und die «AIDAblu» stünden nicht unter Quarantäne, allerdings seien alle Landgänge gestrichen.

Am 5. August soll in Hamburg die «AIDAperla» zur Kurz-Kreuzfahrt ohne Landgang ablegen, am 12. August in Rostock die «AIDAmar» und am 16. August in Kiel die «AIDAblu». Entscheidend sei die Sicherheit der Gäste, Mitarbeiter und Zulieferer, erklärte Kunze. Die entsprechenden Prozeduren würden weiter streng fortgeführt. «Es wird ein sehr vorsichtiger und sehr langsamer Neustart werden.»

Die Crewmitglieder waren laut Kunze vor dem Abflug in ihren asiatischen Heimatländern getestet worden und hatten auch in Quarantäne gelebt. Ein weiterer Test sei direkt vor dem Gang an Bord erfolgt.

Wie Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) sagte, gilt es nun, den genauen Infektionsweg zu klären. «Irgendwo muss es ja passiert sein.» Ob das für die Zeitspanne in Asien auch gelte, könne er nicht sagen. «Versuchen werden wir es.»

Es gebe ein reges Interesse an Kurz-Kreuzfahrten, betonte Kunze. Die erste Phase sei das Auslaufen der Schiffe aus Deutschland heraus ohne Landgang. In der zweiten Phase sollen weitere Häfen hinzugefügt werden, erst in der dritten Phase gebe es «normale» Kreuzfahrten. Das hänge aber von den dann herrschenden Pandemie-Bedingungen ab.

© dpa-infocom, dpa:200724-99-914350/3

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dpa

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Veröffentlicht am:
24. 07. 2020
16:14 Uhr

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24. 07. 2020
16:14 Uhr



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