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Ich bin mal kurz weg

Kurzurlauber zieht es häufig in die Metropolen Europas.Und das klappt immer spontaner und flexibler dank Billigflügen und Hotelportalen.



Praktisch bei Städtereisen: die Bahn.   » zu den Bildern

Auf der Rambla shoppen, am Eiffelturm Café au lait trinken oder auf dem Mauerpark-Flohmarkt nach Trödel stöbern: Die Städtereise boomt. Dabei wird sie zunehmend online und immer spontaner gebucht. Während Metropolen wie Barcelona, Paris oder Berlin zu den Klassikern gehören, steigt auch die Nachfrage nach kleineren Städten. Günstige Flüge, Spezialpakete der Reiseveranstalter und Hotelportale befördern den Trend zum Spontanurlaub für wenige Tage in den Städten Europas.

Erlebnisse und Erreichbarkeit

Städte bedienen den "Kurz-und-spontan-weg"-Trend, erläutert Sarah Mempel vom Deutschen Tourismusverband. "Sie verfügen über eine hohe Erlebnisdichte und sind in der Regel gut erreichbar." Auf kleinem Raum gibt es viel zu sehen, die Angebote der Billigflieger sorgen für gute Erreichbarkeit. Außerdem kommt es beim Urlaub in der Stadt nicht so sehr auf die Saison an. Flanieren über Alleen und Plätze, ein Besuch im Museum, Restaurants und Bars: All das bereitet auch ohne acht Stunden Sonne am Tag Freude.

Die beliebtesten Destinationen

Große Städte sind weiter beliebt bei den Reisenden. Doch in London und Rom waren viele schon. Deswegen steigt die Nachfrage nach Trips in kleinere Städte, wo Neues entdeckt werden kann. Potenzial haben beispielsweise Köln, Düsseldorf, Leipzig, Porto, Breslau, San Sebastian, Liverpool und Dublin, zählt Nicole Sohnrey auf. Sie ist Städteexpertin bei Tui. "Auch die skandinavischen Städte erfreuen sich wachsender Beliebtheit."

Ein guter Indikator für Trend-Destinationen ist das Reiseportal www.spottedbylocals.com. Der Niederländer Bart van Poll und seine Ehefrau Sanne haben es 2008 aus Begeisterung für das Städtereisen gegründet. Heute vermitteln sie per App Insider-Tipps von Einheimischen aus 67 Städten in Europa und Nordamerika. Nach den Nutzerzahlen liegen momentan Athen, Belgrad, Hamburg, Thessaloniki, Tirana und Warschau voll im Trend, zählt Bart van Poll auf.

In Deutschland sind bei FTI laut Manager Olaf Kistenmacher die Ziele Hamburg, München und Berlin gefragt. Im Ausland favorisierten Kurzentschlossene London, Amsterdam und Paris. Die Metropolen sind an ein weites Flug-, Bahn- und Busstreckennetz angeschlossen. Und sie verfügen über zahlreiche Unterkünfte. Das kommt Buchungen mit wenig zeitlichem Vorlauf entgegen. Kistenmachers Erfahrung: Bei spontanen Städtetrips werden Ziele bevorzugt, die einfach und bequem mit dem eigenen Auto oder der Bahn zu erreichen sind.

Nebensaison nutzen

Die meisten Reisenden kommen um die Tage Samstag und Sonntag nicht herum. "Spontane Buchungen werden vorrangig für Wochenendreisen, also von Freitag bis Sonntag, getätigt", bestätigt Kistenmacher. Wer unter der Woche kann, fährt sicherlich günstiger. Auch bei Reisen über die gesetzlichen Feiertage empfiehlt der Experte eine vorausschauende Buchung – Brücken bauen wollen alle.

Bart van Poll weist darauf hin, Zeiten von regelmäßig stattfindenden Messen und Großevents wegen dann steigender Übernachtungspreise und geringerer Hotelkapazitäten zu meiden. Seine Empfehlung: auf die Nebensaison ausweichen. Von Citytrips in Europa zur Hauptreisezeit im August rät er generell ab. Viele Stadthotels bieten im Winter Schnäppchenpreise. Und die Städte hätten dann oft ein besonders breites kulturelles Angebot, sagt Nicole Sohnrey.

Storno-Optionen und hilfreiche Apps

Die meisten entschieden sich spontan für eine Städtereise, weil sie ein genussvolles Wochenende mit dem Partner oder Freunden verbringen oder einfach mal etwas Neues erleben möchten, weiß Olaf Kistenmacher. Trotz der kurzen Vorlaufzeit empfiehlt er, sich vorab über die Reiserücktrittsbedingungen und Stornokosten zu informieren. Immer mehr Hotels bieten allerdings kostenfreie Stornierungen bis zum Anreisetag an. Die großen Buchungsportale wie Booking oder HRS weisen sichtbar auf diese Option hin. Das ist komfortabel für Urlauber.

Bart van Poll hat die Newsletter aller größeren Fluggesellschaften abonniert und hält dort nach Schnäppchenpreisen Ausschau. Außerdem nutzt er die App Hopper. Mit ihrer Hilfe kann er kalkulieren, wann die Flüge am preiswertesten sind. Neue Technik hilft auch beim Finden des günstigsten Hotels. Automatisch tauscht beispielsweise der Anbieter Dream Cheaper stornierbare Hotelbuchungen aus, wenn irgendwo ein günstigeres Zimmer vorhanden ist.


Fotos: dpa
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Oliver Kauer-Berk
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Veröffentlicht am:
20. 04. 2017
18:00 Uhr

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Oliver Kauer-Berk

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20. 04. 2017
18:00 Uhr



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