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Wie werde ich Straßenwärter/in?

Straßenwärter haben einen Job mit viel Verantwortung. Sie kümmern sich darum, dass Straßen in einem sicheren Zustand sind. Ihr Einsatzort kann gefährlich sein. Deshalb kommt es im Job besonders auf Aufmerksamkeit und Konzentration an.



Fahrbahmarkierung ausbessern
Wenn eine Fahrbahnmarkierung ausgebessert werden muss, ist Max Stahl zur Stelle: Der 17-Jährige macht bei der Autobahnmeisterei Lüdenscheid eine Ausbildung zum Straßenwärter.   Foto: Kirsten Neumann/dpa-tmn » zu den Bildern

Durch seine reflektierende Schutzkleidung ist Max Stahl bei der Arbeit schon von weitem zu sehen. Das ist auch gut so, denn der 17-Jährige ist angehender Straßenwärter. Seine Ausbildung absolviert er bei der Autobahnmeisterei Lüdenscheid.

Stahl geht oder fährt mit Kollegen Strecken ab und kontrolliert den Zustand der Fahrbahnen, Parkplätze und Gehwege. Straßenwärter beheben Schäden, übernehmen im Winter den Räum- und Streudienst und beaufsichtigen Baustellen. Nach einem Crash sichern sie die Unfallstelle ab. Solche Situationen können lebensgefährlich sein. «Angst habe ich nicht, aber Respekt vor jeder einzelnen Aufgabe in meinem Berufsalltag», sagt Stahl.

Bäume, Böschungen und Ampeln im Blick

Und die Aufgaben können ganz unterschiedlich sein: Manchmal geht es darum, Bäume und Sträucher an Böschungen und Gräben zurückzuschneiden. «Straßenwärter haben auch im Blick, dass die Verkehrszeichen und Ampeln in ihrem Bezirk in einem einwandfreien Zustand sind», erklärt Hubert Waltering, beim Landesbetrieb Straßenbau NRW zuständig für die Straßenwärterausbildung.

Straßenwärter erneuern Fahrbahn-Markierungen. Und nicht nur die Markierungsfahrzeuge müssen instand gehalten und gewartet werden, auch Räumfahrzeuge, Streuautomaten oder Schneefräser sind im Einsatz. Straßenwärter arbeiten daneben mit Motorsägen und bleiben beim Thema Pflanzenschutz auf dem Laufenden. «All das erfordert von Bewerbern um einen Ausbildungsplatz neben körperlicher Fitness auch handwerkliches Geschick und technisches Verständnis», so Waltering.

Vor seiner Ausbildung hat Stahl ein Praktikum absolviert: «Ich wollte genau wissen, worauf ich mich einlasse.» Das würde er auch anderen raten. Denn der Alltag ist gewöhnungsbedürftig: Um verkehrsarme Zeiten optimal zu nutzen, arbeiten Straßenwärter zum Teil nachts. Im Winter müssen sie in aller Frühe ausrücken, um Räum- und Streuarbeiten zu verrichten. Schichtdienst ist also an der Tagesordnung.

Nichts für Empfindliche

«Regen und Sturm oder starke Sonneneinstrahlung dürfen einem ebenfalls nichts ausmachen», betont Stahl. Gleiches gilt für Verkehrslärm, Abgase und Asphaltgeruch beim Erneuern oder Ausbessern einer Fahrbahndecke.

«In jedem Fall müssen Straßenwärter echte Teamplayer sein», ergänzt Waltering. Sie müssen sich auf ihre Arbeit konzentrieren, gleichzeitig das Verhalten von Verkehrsteilnehmern im Blick haben und zusätzlich darauf achten, dass sie selbst und auch Kollegen nicht zu nah am laufenden Verkehr arbeiten.

«Ein Team im Einsatz hält fest zusammen, Aufmerksamkeit und Konzentration sind extrem wichtig», sagt Stahl. Und Ruhe zu bewahren, fügt er hinzu. Vor allem dann, wenn die Straßenwärter auf einer Autobahn Unfallstellen absichern. Hektik oder nicht untereinander abgestimmte Aktionen sind in solchen Fällen fehl am Platz.

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist unterschiedlich. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW zahlt je nach Ausbildungsjahr zwischen 986 und 1090 Euro im Monat. Im öffentlichen Dienst, etwa bei kommunalen Arbeitgebern, beträgt der monatliche Bruttoverdienst nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 1018 Euro im ersten und 1114 Euro im dritten Lehrjahr. Das Einstiegsgehalt einer ausgebildeten Fachkraft liegt dem Landesbetrieb zufolge bei knapp 2400 Euro.

Veröffentlicht am:
15. 07. 2019
04:43 Uhr

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dpa

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15. 07. 2019
04:43 Uhr



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