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Was Hundehalter im Wald und auf Wiesen beachten müssen

Manchmal kommt der Jagdinstinkt bei Hunden durch. Dann können die Vierbeiner schon mal zu Wilderern werden. Wie können Hundebesitzer das verhindern?



Ein Hund springt über die Wiese
Hund springt über Wiese. Symbolfoto.   Foto: Robert Günther

Es kommt immer mal wieder vor, dass Hunde Wildtiere jagen und manchmal auch reißen. Und wenn Jäger dann auf freilaufende Hunde schießen, sind Konflikte mit den Tierhaltern beinahe vorprogrammiert.

Darf ein Jäger überhaupt Haustiere erschießen?

«Der Abschuss von Haustieren ist in den jeweiligen Landesjagdgesetzen geregelt», sagt James Brückner, Leiter des Fachreferats Artenschutz beim Deutschen Tierschutzbund. Danach sei es die Aufgabe des Jägers, Wild zu schützen. Um das zu tun, erhält er die Befugnis, wildernde Hunde oder Katzen auch abzuschießen.

«Das sollte aber nur die Ultima ratio sein», erklärt Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdverband. Dann, wenn der Hund in flagranti erwischt werde und dem Reh gerade an der Kehle hängt. «In welcher Situation es tatsächlich erlaubt ist, wird in jedem Bundesland allerdings unterschiedlich ausgelegt», so Brückner.

Wie unterscheiden sich die Jagdgesetze in den Ländern?

«In Bayern etwa dürfen Hunde pauschal getötet werden, wenn sie im Jagdrevier erkennbar dem Wild nachstellen und ihm gefährlich werden», erklärt Brückner. In Baden-Württemberg wiederum dürften wildernde Hunde nur dann getötet werden, wenn es eine schriftliche Genehmigung der Behörden gibt, etwa wenn ein Gespräch mit dem Hundehalter nicht erfolgreich war.

Kann ein Jäger das Wild auch noch anders fernhalten?

«Als erstes könnte er versuchen, den Hund einzufangen, den Hundebesitzer ausfindig zu machen und ihn dann zu kontaktieren», sagt Reinwald. Brückner appelliert zudem an die Verhältnismäßigkeit. «Wenn ein Dackel einem Wild hinterherrennt, weiß ein Jäger, dass der Dackel ohnehin keine Chance hätte und der Finger bleibt gerade», so der Tierschützer. Bei einem Schäferhund sähe die Sache schon anders aus.

Sollten Hunde dann besser nur an der Leine in den Wald?

«Das kommt erstens darauf an, ob in der jeweiligen Kommune Leinenpflicht für Hunde gilt», sagt Reinwald. Und natürlich auf den jeweiligen Hund und den Einfluss des Besitzers auf das Tier. «Ist es erlaubt, kann ein Hund von der Leine, wenn er auf Ruf und Pfiff von Herrchen oder Frauchen hört», rät Reinwald.

Der Sprecher des Jagdverbandes empfiehlt die Leine aber auch in der Brunftzeit im April und Mai sowie in den späten Wintermonaten im Januar und Februar. «Da sind die Energiereserven vom Wild aufgebraucht», erklärt Reinwald. Müssten die Tiere dann noch vor Hunden fliehen, könnten sie an Erschöpfung sterben.

Veröffentlicht am:
02. 10. 2019
18:58 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
02. 10. 2019
18:58 Uhr



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