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Erste Hilfe bei Katzen-Wunden

Wenn sich die Katze verletzt hat, ist nicht sofort der Tierarzt zur Stelle. Dann gilt es, Wunden erstmal richtig zu versorgen.



Erste Hilfe bei Katzen-Wunden
Bevor sich ein Tierarzt um eine verletzte Katze kümmert, sollte der Halter die Wunde erstmal versorgen.   Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn

So sehr Katzenhalter auch versuchen, die Laufwege aus Sicht ihres Stubentigers zu scannen - Unfälle können jederzeit passieren. Ein blöder Nagel ragt aus der Wand, eine Glasscherbe liegt auf dem Weg oder das Tier legt sich mit einer anderen Katze an - und schon klafft eine Wunde in der Pfote. Was tun?

Ist die Verletzung größer als ein Kratzer, sollte sie dem Tierarzt gezeigt werden. Doch bis dahin heißt es, selbst Erste Hilfe zu leisten. Blutet das Tier stark oder spritzt sogar hellrotes Blut aus der Wunde, muss ein Druckverband angelegt werden, empfiehlt die Zeitschrift «Ein Herz für Tiere» (Ausgabe 1/2020).

Dazu deckt man die Wunde mit einem Stück steriler Gaze ab, befestigt es mit einer Mullbinde und presst einen Druckgegenstand, etwa eine abgepackte Mullbinde, auf die Wunde. Das alles wird mit einer elastischen Binde umwickelt.

Eingedrungene Fremdkörper, wie etwa ein Holzstöckchen, sollten lieber an Ort und Stelle gelassen werden und sind mit zu verbinden. Weil die ganze Prozedur beim Stubentiger Schmerz verursachen könnte, kann das sonst so liebe Samtpfötchen durchaus aggressiv werden. Deshalb möglichst dicke Lederhandschuhe tragen!

Bevor man seinen tierischen Freund so rasch wie möglich zum Tierarzt bringt, sollte man trotz aller Aufregung vorher anrufen, ob die Praxis überhaupt besetzt ist.

Denn es zählt jede Minute: Müsse der Tierarzt nähen, kann er das nur in den ersten vier Stunden nach der Verletzung. Trifft man später ein, muss die Wunde erst wieder aufgefrischt werden, damit der Veterinär nähen kann.

Weil Naht oder Wundränder während der Heilung jucken, wird das Tier versuchen, die Wunde zu belecken oder zu beknabbern. Dabei könne sich die Katze leicht die Fäden ziehen, so dass die Wunde erneut aufklafft. Ein Trichter kann das Tier vor sich selbst schützen.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
10. 01. 2020
11:23 Uhr

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10. 01. 2020
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