Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

 

Wie Möbel beim Aufräumen helfen

Manchmal findet man einfach keine Zeit zum Aufräumen. Doch wenn man nach einem langen Arbeitstag in ein unordentliches Zuhause kommt, fällt das Entschleunigen schwer. Gut, dass es Möbel gibt, die Platz bieten, wenn man mal kurz was aus den Augen schaffen will.



Regal The Farns von Walter Knoll
Sideboards als Raumtrenner und zusätzlicher Stauraum liegen im Trend. Das Regal The Farns von Walter Knoll bietet durchsichtige und geschlossene Flächen.   Foto: Walter Knoll/dpa-tmn » zu den Bildern

Wie wäre es, wenn man nicht mehr aufräumen müsste und Möbel das alltägliche Chaos, das mal anfällt, einfach schlucken würden? An dieser Stelle sollen keine falschen Erwartungen geweckt werden.

Man muss gleich vorweg sagen: Möbel können das Aufräumen all jenen nicht abnehmen, die gerne ordentlich leben. Aber auf der Kölner Möbelmesse IMM Cologne (18. bis 20. Januar) gab es viele pfiffige Entwürfe zu sehen, die bei Bedarf schnell Stauraum bieten oder einfach die Unordnung hinter einer Schranktür verschwinden lassen.

Praktische Versteckmöbel

Wie wäre es also, die Spüle voll mit dreckigem Geschirr einfach unter einer Schiebeplatte verschwinden zu lassen, bis man Zeit für die Reinigung hat? Oder der Papierstapel auf dem Esstisch wird schnell unter die Tischplatte gesteckt und das unordentliche Regal mit einer Schiebetür verdeckt. Oder die Garderobe hängt gleich an einem Paravent - dem Versteckmöbel schlechthin.

Solche Ideen sind nicht gänzlich neu. Aber die Firmen bringen aktuell vermehrt Stauraumlösungen wie diese heraus. Die Gründe dafür sind vielfältig. So werden einerseits Wohnungen tendenziell kleiner, da vielerorts die Mieten teurer werden - und kleiner Raum muss so gut wie möglich ausgenutzt werden.

Andererseits gebe es eine Sehnsucht, zu entschleunigen, sagt der Trendanalyst Frank A. Reinhardt: «Wenn man einen hektischen Alltag hat, will man zu Hause ein aufgeräumtes Umfeld.» IMM-Sprecher Markus Majerus ergänzt: «Vor allem in der Küche gibt es einen Trend zur Aufgeräumtheit. Hier verschwindet alles, was an Arbeit erinnert, bei Bedarf hinter Schrank- und Schiebetüren.»

Platz für Krimskrams

Die Stauraum-Überraschungen der Saison sind Kleinmöbel - man sieht es vielen auf dem ersten Blick nicht mal an, dass sie Platz für Krimskrams bieten, insbesondere den Beistelltischen. So finden sich in Köln an vielen Ständen Modelle, deren Tischplatten recht hoch sind. In Wahrheit sind es aber hohle Rechtecke oder Zylinder mit verschiebbaren Deckeln. Auch kleine Ess- und Schreibtische bieten Platz unter ihrer hochklappbaren Platte. Und Hocker haben Löcher und Mulden, in die zum Beispiel das Buch, das man eben noch in der Hand hatte, beim Aufstehen schnell weggepackt werden kann.

Erwähnen muss man auch das klassische Stauraumwunder Nummer eins: den begehbaren Kleiderschrank. Er ist Standard im Programm der Hersteller von Schlafzimmereinrichtungen. «Tür zu, und es ist aufgeräumt - das ist perfekt», urteilt Trendanalyst Reinhardt. Damit einher gehen die neuen Einrichtungsideen für die Küche: Ähnlich wie bei den mächtigen Schränken verschwinden komplette Arbeitsbereiche hinter Klappen, Schiebetüren sowie ausfahrbaren Elementen.

Das Sideboard als Aufbewahrungsort

Daneben erlebt das Sideboard derzeit geradezu einen Hype - kaum ein Hersteller mit Stauraum- und Regellösungen, der nicht ein solches Möbel in Köln zeigt. Manche Sideboards ziehen sich über die ganze Raumlänge. Häufig zu sehen sind auf ganzer Regalbreite flexible Schiebeelemente, die sich vor sonst offene Elemente stellen lassen, in denen gerade zum Beispiel der Rechnungsstapel liegt.

Das Sideboard kommt jedoch nicht nur wieder so oft in die Möbelhäuser, weil man unbedingt mehr Regalmeter im Ess- und Wohnzimmer braucht. Es hat einerseits schon in den vergangenen Jahren nach und nach die massigen Wohnzimmer- und TV-Wände ersetzt, da eine luftigere Optik eher den Geschmack der Zeit trifft. Andererseits sind Sideboards gestalterisch eine optimale Lösung, um im offenen Wohnraum den Küchenbereich optisch mit dem Wohnbereich zu verbinden. Es ist quasi das alte Küchenbuffet, nur dass es nun dank seiner Länge die Grenze zum Wohnzimmer überschreitet.

Veröffentlicht am:
16. 01. 2019
15:02 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Beistelltische Möbelmessen Produktionsunternehmen und Zulieferer Trends Wohnzimmer
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Sitzgruppe von WON

14.01.2019

Die zierliche Sitzgruppe löst die Liegelandschaft ab

Hoppla, das wird schrill! Die Sitzmöbelfirmen bringen demnächst orangene und knallig rosafarbene Sofas, kombiniert mit strahlendem Blau, in die Schauräume. Auch Gelb ist zu finden. Die Möbel sind aber nicht mehr so wucht... » mehr

Wohnmöbel von Sachsenküchen

15.01.2019

In der modernen Küche bleibt vieles unsichtbar

Die Küche ist eines der spannendsten Projekte der Möbelbranche. Kaum ein Ort verändert sich aktuell optisch so stark wie sie, da die Geräte immer weniger wie herkömmliche Geräte aussehen. Vor allem aber wandelt sich der ... » mehr

Heimeliges Ambiente

14.01.2019

Die Trends auf der Möbelmesse IMM in Köln

Gemütlichkeit abseits der technisierten Welt ist das dominierende Thema der Einrichtungsbranche. Das zeigt sich auf der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne in Köln. Aber auch das Smart Home erobert seinen Platz im Hau... » mehr

Individuell gestalteter Kachelofen

28.10.2019

Öfen und Kamine für den Wohnraum

Ein Ofen ist immer mehr als nur eine einfache Heizung eines Zimmers: Er ist auch Einrichtungsgegenstand. Kann man ihn eigentlich einfach so einbauen? » mehr

Küche Filigno von Team 7

18.04.2018

Abgestimmtes Äußeres für Küche und Wohnbereich

Die Küche war lange nur ein Arbeitszimmer, laut und voller Dünste: Zugleich immer etwas steril, auf keinen Fall wohnlich. Das hat sich längst geändert, sie gehört fest zum offenen Wohnraum. Auch optisch merkt man das, wi... » mehr

Bitte abstreifen

14.10.2019

Was Türmatten können sollten

Fußmatten dürften eines der unterschätztesten Wohnaccessoires sein. Jeder hat sie, jeder schaut regelmäßig beim Schuheabstreifen darauf, und jeder braucht sie - insbesondere im feuchten Herbst und Winter. » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
16. 01. 2019
15:02 Uhr



^