Lade Login-Box.
Topthemen: BlitzerwarnerLoewe-InsolvenzNP-FirmenlaufGlobe-TheaterMordfall OttingerStromtrasse

 

Mieterhöhung nach Modernisierung wurde weiter begrenzt

Modernisierungen verschaffen Mietern vielleicht mehr Wohnqualität, aber vor allem eine höhere Miete. Doch nach einer Gesetzesänderung haben Vermieter für Mieterhöhungen einen geringeren Spielraum.



Wohnen in Berlin
Wohnen in Großstädten, wie hier in Berlin, wird immer teurer. Neue gesetzliche Regelungen sollen Mieterhöhungen bei Modernisierungen begrenzen.   Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Nach einer Modernisierung am Haus können die Mieten steigen. Seit dem 1. Januar 2019 gelten dafür aber neue gesetzliche Regelungen.

Diese begrenzen die Mieterhöhungsspielräume der Vermieter: Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) darf der Vermieter statt 11 Prozent nur noch 8 Prozent der Kosten auf die Jahresmiete aufschlagen. Als Modernisierungen gelten Baumaßnahmen, die den Wohnwert erhöhen oder helfen, Energie zu sparen.

Außerdem gibt es für Mietsteigerungen Kappungsgrenzen: Die Mieterhöhung nach einer Modernisierung darf höchstens 3 Euro pro Quadratmeter betragen. Lag die Miete vor der Modernisierung unter 7 Euro pro Quadratmeter, dann darf die Mieterhöhung aufgrund der Modernisierung höchstens 2 Euro pro Quadratmeter ausmachen. Die 3- beziehungsweise 2-Euro-Kappungsgrenze gilt für Modernisierungsmieterhöhungen innerhalb eines Zeitraums von 6 Jahren.

Wichtig zu beachten: Hat der Vermieter noch Ende 2018 eine wirksame Modernisierungsankündigung verschickt, richten sich die Mieterhöhungsmöglichkeiten nach altem Recht. Er kann nach Abschluss der Modernisierungsmaßnahme, zum Beispiel im Herbst 2019, 11 Prozent der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete umlegen und muss keine Kappungsgrenze einhalten. Der Mieterbund rät, entsprechende Schreiben auf jeden Fall prüfen zu lassen. Nicht jede in letzter Sekunde verschickte Modernisierungsankündigung ist tatsächlich wirksam.

Die Auswirkungen, ob altes oder neues Recht anwendbar ist, können beträchtlich sein: Kostet die Modernisierung beispielsweise 20 000 Euro pro Wohnung, dann darf der Vermieter nach altem Recht die Miete um 2200 Euro pro Jahr oder 183,33 Euro im Monat erhöhen. Eine Kappungsgrenze gibt es nicht. Nach neuem Recht kommt nur eine Mieterhöhung von 1600 Euro im Jahr oder 133,33 Euro in Betracht.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
08. 04. 2019
04:48 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Deutscher Mieterbund Gesetzesänderungen Mieterhöhungen Vermieter
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Heizungsanlage

24.12.2018

Neuer Heizkessel ist nicht zwingend Modernisierung

Einen Teil der Modernisierungskosten dürfen Vermieter auf die Mieter umlegen. Daher gibt es immer wieder Streit darüber, welche Maßnahmen als Modernisierung gelten. In diesem Fall ging es um einen neuen Heizkessel. » mehr

WG

17.12.2018

Wechsel in WG darf nicht an Bedingungen geknüpft werden

In einer Wohngemeinschaft bleiben Bewohner meist nur eine begrenzte Zeit. Die verbliebenen Mieter dürfen sich nach neuen Mitbewohnern umsehen. Der Vermieter kann das oft nicht verhindern. » mehr

Küche

17.12.2018

Einbauküche des Mieters berechtigt nicht zur Mieterhöhung

Eine neue Einbauküche wertet die Wohnung auf. Doch das berechtigt den Vermieter nicht automatisch, die Miete anzuheben. Denn entscheidend ist, wer die Modernisierung vorgenommen hat. » mehr

Mieterhöhung

17.12.2018

Mieterhöhung muss gut begründet sein

Will ein Vermieter die Miete erhöhen, muss er das gut begründen. Grundlage hierfür kann etwa die ortsübliche Vergleichsmiete sein. Doch auf welche Preisübersichten darf er sich berufen? » mehr

Wohnhäuser

15.07.2019

Mietpreisbremse gilt auch für möblierte Wohnungen

Laut Mieterbund versuchen einige Vermieter, die Mieptreisbremse durch vermieten von möblierten Wohnungen zu umgehen. Dabei sind ihnen jedoch Grenzen gesetzt. Welche das sind, erklärt der Deutsche Mieterbund. » mehr

Mieterhöhung

17.10.2018

Mieter kann Zustimmung zu Mieterhöhung nicht widerrufen

Eine Mieterhöhung kommt meist per Post: Wer zustimmt, kann das später nicht widerrufen, wenn sich der Vermieter auf die ortsübliche Vergleichsmiete bezieht. Denn es gibt nach einer Entscheidung des BGH wichtige Unterschi... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
08. 04. 2019
04:48 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".