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Bayern

Ärger über Corona-Auflagen - bayernweit überwiegend friedliche Demos

Bayernweit protestieren an diesem Samstag Kritiker der coronavirusbedingten Auflagen bei rund 70 Demonstrationen in mehreren Städten. Auch in Oberfranken gehen Bürger auf die Straße.



Corona: Demo in Kronach
Auch in Oberfranken demonstrierten Bürger, wie hier in Kronach.   Foto: Frank Wunderatsch

München - Tausende Menschen haben am Samstag in Bayern abermals gegen die ihrer Meinung nach zu strengen Auflagen für die Bürger in der Corona-Krise protestiert. Überwiegend blieb es nach Einschätzung der Polizeipräsidien friedlich. Allerdings zeigte sich mancherorts deutlich, dass viele Menschen nichts von Vorschriften wie eineinhalb Meter Mindestabstand untereinander halten. In München etwa standen abseits des abgesperrten Versammlungsgeländes Hunderte eng beisammen. Die Polizei sprach Platzverweise aus, nahm Personalien auf und schrieb Anzeigen. Einige Menschen wurden weggetragen. Bayernweit waren am Wochenende rund 70 Versammlungen angemeldet. In Oberfranken demonstrierten Bürger auf dem Kronacher Landesgartenschau-Gelände. Auch in Coburg gingen Menschen auf die Straße.

16.05.2020 - Corona: Demo in Kronach - Foto: Frank Wunderatsch

Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach
Corona: Demo in Kronach

17.05.2020 - Corona-Protest in Coburg - Foto: Henning Rosenbusch

Corona-Protest in Coburg
Corona-Protest in Coburg
Corona-Protest in Coburg
Corona-Protest in Coburg
Corona-Protest in Coburg
Corona-Protest in Coburg
Corona-Protest in Coburg
Corona-Protest in Coburg
Corona-Protest in Coburg
Corona-Protest in Coburg
Corona-Protest in Coburg

In München wollte der Veranstalter eigentlich mit 10.000 Menschen gegen die coronabedingten Beschränkungen demonstrieren. Unter Voraussetzung der Einhaltung des Mindestabstands und einer zeitlichen Begrenzung von zwei Stunden stimmte das Kreisverwaltungsreferat dem zu - beschränkte allerdings die Teilnehmerzahl auf 1000. Die war am Samstag dann kurz vor Beginn der Kundgebung erreicht - viele Menschen wurden nicht mehr auf das abgesperrte Gelände auf der Theresienwiese gelassen. Durchsagen der Polizei, den Bereich um das Demogelände zu verlassen, quittierten Demonstranten mit Buhrufen.

Manche Teilnehmer auf dem abgesperrten Areal trugen Transparente mit Slogans wie «Freiheit statt Zwang», andere Masken mit der Aufschrift «mundtot». «Was die Politiker hier anordnen, ist reine Willkür», sagte eine der Rednerinnen. «Und wer aufmuckt, wird plattgemacht.» Sie stellte unter anderem infrage, warum sich Politiker plötzlich für die Alten interessierten, die sonst kein Gehör fänden.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort - zu Fuß und auf Pferden. Der Sprecher des Präsidiums München, Marcus da Gloria Martins, sagte kurz vor Beginn, dass die Teilnehmer sehr unterschiedliche Absichten verfolgten. Der Staatsschutz habe beispielsweise einen Blick darauf, ob auch Menschen mit rechtsextremen Bestrebungen anwesend waren.

Vor den Absperrungen standen auch Kritiker der Demo - vor allem von Verschwörungstheoretikern - unter anderem mit selbstgebastelten Kopfbedeckungen aus Alufolie und Plakaten mit Aufschriften wie «Euer Ernst?»

 

Lesen Sie dazu: Wissenschaftler: «Demonstrierende nicht pauschal ausgrenzen» >>>

 

Auf dem Demogelände gab es dem Sprecher zufolge keine gravierenden Verstöße. Lediglich neben dem Areal, wo sich gut 2500 Menschen versammelt hatten, seien Vorschriften etwa zum Mindestabstand missachtet worden. «Es gab keinen Fall, wo wir körperliche Gewalt anwenden mussten», sagte da Gloria Martins. Allerdings seien mehr als 20 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz aufgenommen worden. Einige Menschen seien in Gewahrsam gekommen, von mehr als 200 seien die Personalien genommen worden.

Die Demonstranten ordnete die Polizei München überwiegend dem bürgerlichen Spektrum zu. Es seien aber auch Kleingruppen von Links- und Rechtsextremen gesehen worden.

Einige Menschen, die außerhalb des Demogeländes standen, versuchten laut Polizei, die Demonstranten auf der Theresienwiese anzustacheln - zumeist ohne Erfolg. Überwiegend sei der Nachmittag friedlich verlaufen.

In Nürnberg gab es vier Demos mit Hunderten Teilnehmern. Die Stimmung sei überwiegend friedlich gewesen, sagte ein Polizeisprecher am späten Nachmittag. Eine Demo auf den Mainwiesen in Würzburg verlief laut Polizei weitgehend entspannt, ebenso mehrere Versammlungen in Regensburg. Die Mindestabstände seien überwiegend eingehalten worden, auch bei einer Veranstaltung mit 500 Menschen in Augsburg.

In Schweinfurt nahmen den Angaben der unterfränkischen Polizei zufolge am Samstag etwa 120 Personen an einer Demonstration teil, die gegen 16.30 Uhr endete. Wegen der vielen Menschen vergrößerte die Polizei die Versammlungsfläche im Bereich des Marktplatzes, damit alle die Mindestabstände einhalten konnten. Kommunikations-Teams der Schweinfurter Polizei waren im Einsatz, um neben den Versammlungsteilnehmern auch die zirka 200 Zuschauer auf die Abstands- und Hygienevorschriften hinzuweisen. Die Versammlung sei insgesamt friedlich und störungsfrei verlaufen, berichtet die Polizei weiter.

Seit dem 21. März ist bei Begegnungen mit anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes ein Mindestabstand von eineinhalb Metern Pflicht. Seit dem 8. Mai dürfen sich in Bayern wieder mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen - und zwar sowohl im privaten wie auch im öffentlichen Raum. Menschenansammlungen im öffentlichen Raum sind aber ohne Genehmigung weiter verboten.

Aus Wut über die Regulierungen im Kampf gegen die Corona-Epidemie war es am vergangenen Wochenende in München, Nürnberg und anderen bayerischen Städten zu teils ungeordneten Demonstrationen Tausender Menschen gekommen. In München und Nürnberg liefen sie aus dem Ruder, Abstands- und andere Regeln zum Schutz vor dem hoch ansteckenden Virus wurden nicht mehr eingehalten.

Lesen Sie dazu auch: Tausende demonstrieren deutschlandweit gegen Corona-Regeln >>>

Live-Ticker: Lesen Sie hier die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise in der Region und in Bayern >>>

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Redaktion
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Veröffentlicht am:
15. 05. 2020
20:10 Uhr

Aktualisiert am:
16. 05. 2020
22:04 Uhr

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15. 05. 2020
20:10 Uhr

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16. 05. 2020
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