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Trotz Italien ist Angst vor Coronavirus übertrieben

Trotz der weiteren Ausbreitung des Coronavirus in Europa rät der Tropenmediziner Professor August Stich aus Würzburg weiterhin zu «aufmerksamer Gelassenheit».



Der Tropenmediziner August Stich rät zu "aufmerksamer Gelassenheit".
Der Tropenmediziner August Stich rät zu "aufmerksamer Gelassenheit".  

Die Situation habe sich durch die Lage in Italien zwar verändert, sagte der Chefarzt der Klinik für Tropenmedizin an der Missioklinik am Mittwoch im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Anders als bei den Fällen vor wenigen Wochen in Bayern könne man dort die Infektionsketten nicht mehr vollständig bis auf den Ursprungspatienten zurückverfolgen. Dies mache es schwerer, die Infektionsketten komplett zu durchbrechen. Der Tropenmediziner Stich gilt als Experte für neue auftretende Infektionskrankheiten.

«Trotzdem muss sich jetzt nicht jeder, der in Südtirol Skifahren war oder über den Brenner gefahren ist, auf SARS-CoV-2 testen lassen», sagte Stich. Wer fiebrig ist und Grippesymptome habe, sollte zuerst eine der Telefon-Hotlines anrufen und sich beraten lassen. «Wer keine Symptome hat, muss auch keinen Schnelltest machen», erläuterte der Tropenmediziner. Getestet werde auch nur derjenige, der wirklich in Risikogebieten unterwegs war und Symptome zeige. «Wir müssen uns vor der Erkrankung durch eine Corona-Infektion selbst nicht großartig fürchten - die gewöhnliche Grippe ist für nicht Geimpfte nach wie vor mindestens genauso gefährlich und viel weiter verbreitet», sagte er.

Gefährlich sei allein «das Drumherum», betonte der Experte: irrationale Handlungen wie Hamsterkäufe beispielsweise oder auch die Folgen für die Wirtschaft. Bis in Deutschland etwa ähnliche Maßnahmen wie Italien - also die Abriegelung ganzer Städte und Regionen - ergriffen würden, müsse «noch viel mehr passieren»: «Ich sehe das nicht kommen.» Auch Eltern will Stich die übertriebene Angst vor einer Infektion ihrer Kinder in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kitas nehmen: «Bisher ist kein schwererer Krankheitsverlauf bei Kindern unter neun Jahren bekannt.» Vor allem Senioren und Vorerkrankte seien gefährdet: «Das heißt beispielsweise: Raucher, nicht aber Asthmatiker», sagte Stich.

Das neuartige Coronavirus kann eine Lungenkrankheit auslösen. Erstmals aufgetreten ist es vor gut zwei Monaten in China. Inzwischen breitet sich das Virus weltweit aus. Besonders viele Neuerkrankungen gab es in den vergangenen Tagen in Italien, Japan, Südkorea und in Iran. 

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Veröffentlicht am:
26. 02. 2020
14:38 Uhr

Aktualisiert am:
26. 02. 2020
21:41 Uhr

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26. 02. 2020
14:38 Uhr

Aktualisiert am:
26. 02. 2020
21:41 Uhr



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