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Coburg

100 Tage im Amt: Viel Unterstützung für Bürgermeister Neeb

100 Tage ist Maximilian Neeb Bürgermeister von Seßlach. Der jüngste Stadtchef im Landkreis setzt auf Nähe zu den Menschen und rückt bei Bränden einfach selbst mit aus.



Bürgermeister mit Bayern-München-Tasse: Maximilian Neeb hat sich im Seßlacher Rathaus eingelebt. Foto: Steffi Wolf
Bürgermeister mit Bayern-München-Tasse: Maximilian Neeb hat sich im Seßlacher Rathaus eingelebt. Foto: Steffi Wolf  

Seßlach - Die Schreibtischleuchte stammt noch von seinem Vorgänger Martin Mittag, aber die Kaffeetasse mit FC Bayern München Logo, die ist seine eigene. Vor genau 100 Tagen hat Maximilian Neeb sein Büro im Rathaus Seßlach bezogen und nun nach einem ziemlich turbulenten Umzugsmarathon endlich auch seine Lieblingstasse bei sich.

Bürgermeister, das war ein Traum, der für ihn tatsächlich über Nacht in Erfüllung ging. Mit 53,22 Prozent der Stimmen wählten die Seßlacher den Kandidaten der Freien Wählergruppe "Bürgerblock Seßlach" Ende Januar 2019 zum Stadtchef. "Es hat einige Tage gedauert, bis ich das wirklich realisiert hatte", bekennt der 27-Jährige heute. Und weil das eben alles so überraschend kam, blieb keine Zeit für eine Vorbereitung. "Nach zwei Stunden im Rathaus hatte ich gleich Sitzung beim Bayerischen Gemeindetag in Sonnefeld", erinnert er sich an seinen Einstand.

Noch eine ganze Zeit hat es danach gedauert, bis Maximilian Neeb Zeit fand, sein bisheriges Büro im Coburger Bürglaßschlösschen - dort hat er acht Jahre lang als Verwaltungsbeamter der Stadt gearbeitet - endgültig auszuräumen "Ich bin mit einem lachenden und einem weinenden Auge gegangen", bekennt er.

Als nun jüngster Bürgermeister im Landkreis hat er in den letzten drei Monaten allerdings viele neue Hände geschüttelt. "Es ging vor allem darum, erstmal anzukommen und die Menschen kennen zu lernen", erzählt er. Ob Bauhof oder städtische Kitas, Neeb hat den persönlichen Kontakt gesucht. "Mir ist es wichtig, der zu bleiben, der ich bisher auch war", betont er. Daher freue er sich, wenn die Bürger wie direkt nach der Wahl auch jetzt noch auf ihn zukommen. "Bürgermeister ist man 24 Stunden am Tag", sagt er.

Und als solcher will er in der Zukunft einiges in Seßlach erreichen. "Ab dieser Woche rollen die Bagger am neuen Naturbad in Autenhausen", freut sich der 27-Jährige. "Auch wenn wir dort in diesem Jahr nicht mehr baden können, bin ich heilfroh, dass es nun endlich los geht. Das war mir eine Herzensangelegenheit", schwärmt der Bürgermeister vom Freibad, dessen Existenz noch 2018 auf der Kippe stand.

Wie ein roter Faden wird sich in den nächsten Jahren jedoch ein anderes Thema durch die Stadt ziehen. Das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) soll in Seßlach fortgeschrieben werden. "In der Altstadt muss viel gemacht werden", bekennt der Bürgermeister mit Blick auf die Umsetzung eines Lichtmasterplanes sowie dringend notwendige Sanierungsarbeiten am Brauhaus. Außerdem steht das Heilgersdorfer Schloss auf der Agenda ganz oben. "Und ab 2020 gehen wir die Wasser- und Abwassersanierungen an", wagt Neeb einen Ausblick.

Während diese Projekte alle noch Zukunftsmusik sind, sitzt der Stadtchef in einer aktuellen Baustelle mittendrin. Die Sanierung des Rathauses im laufenden Betrieb hat in den vergangenen eineinhalb Jahren vor allem von den Mitarbeitern der Verwaltung viel abverlangt. Dreck, Lärm, Kälte und räumliche Enge gehören aber nun bald der Vergangenheit an. "Wir sind jetzt auf der Zielgeraden", atmet Maximilian Neeb auf und peilt einen Einweihungstermin für Juni an. Freilich noch immer nicht vom Tisch ist allerdings die Außengestaltung der Fassade. "Den Antrag von Carsten Höllein auf die Prüfung einer alternativen Farbgestaltung haben wir bekanntlich zurückgestellt bis alles fertig ist", erinnert Neeb.

Die ersten 100 Tage im Amt, das hieße vor allem, Entscheidungen und Pläne umzusetzen, die sein Vorgänger noch auf den Weg gebracht hat. "Bis die eigene Politik reinkommt, dauert es eine Weile", gibt der 27-Jährige zu. Ganz schnell geht es allerdings, wenn den Bürgermeister eine Alarmierung ereilt. Als aktives Mitglied der Feuerwehr rückt er nämlich selbst mit aus. Zum Beispiel vergangene Woche als ein Zimmerbrand in der Luitpoldstraße und damit mitten in der historischen Altstadt von Seßlach gemeldet wurde. "Da klopfte mein Herz schon", bekennt der Bürgermeister mit Blick auf die prekäre Lage. Vom Rathaus eilte er direkt zum Brandort. "Es war dann zum Glück nur ein Fehlalarm."

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Steffi Wolf

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Veröffentlicht am:
06. 05. 2019
16:30 Uhr

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Steffi Wolf

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06. 05. 2019
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