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Coburg

160 500 Euro für die Rasenpflege

Seit 2014 veröffentlicht Coburg den Zuwendungsbericht. Darin ist auch aufgelistet, wie die Stadt ihre Vereine fördert.



Die Pflege von Sportplätzen kostet Geld. Die Stadt Coburg unterstützt Vereine dabei finanziell. Heuer sind dafür 160 500 Euro vorgesehen. Das weist der Zuwendungsbericht der Stadt Coburg aus, der am Dienstag im Finanzsenat des Stadtrats vorgestellt wurde.
Die Pflege von Sportplätzen kostet Geld. Die Stadt Coburg unterstützt Vereine dabei finanziell. Heuer sind dafür 160 500 Euro vorgesehen. Das weist der Zuwendungsbericht der Stadt Coburg aus, der am Dienstag im Finanzsenat des Stadtrats vorgestellt wurde.  

Coburg - 160 500 Euro: Diesen Betrag weist der Zuwendungsbericht der Stadt Coburg im Jahr 2017 für die "Übernahme der Rasenpflege der Vereine aus". 100 000 Euro gehen an die Sambaco Veranstaltungsgesellschaft mbH zur "finanziellen Unterstützung zur Durchführung des jährlichen Samba-Festivals und Zuschuss für Werbemaßnahmen". 30 000 Euro fließen an den Veranstaltungsservice Bamberg zur "Unterstützung des HUK-Coburg-Open-Air-Sommers zur Erhöhung des kulturellen Angebotes der Region Coburg und Möglichkeit der Präsentation lokaler Künstler". Dabei handelt es sich, wie der Erläuterung zu entnehmen ist, um einen "Sponsoringbeitrag für Sachleistungen".

Seit 2014 wird die Auflistung von freiwilligen und Pflichtleistungen der Stadt Coburg "an Vereine, Verbände und sonstige Institutionen" alljährlich veröffentlicht, erklärte Martin Lieb aus der Stadtkämmerei den Mitgliedern des Finanzsenats. Es handele sich um "Finanzhilfen an Dritte" zur Erfüllung von Aufgaben, "die im öffentlichen Interesse liegen".

Im Vergleich zu den Vorjahren ist heuer nur eine Position neu hinzugekommen: die 100 000-Euro-Beteiligung an der "Zukunft Coburg Digital GmbH". Dahinter verbirgt sich eine von der Wirtschaft mitgetragene Gesellschaft, die an das Digitale Gründerzentrum in Bamberg angedockt ist. Coburg hatte sich um diese vom Freistaat Bayern geförderte Einrichtung beworben und, wie aus Fachkreisen bestätigt wird, eine exzellente Bewerbung eingereicht. Die Staatsregierung gab aber Hof und Bamberg den Vorzug. Da Coburg als Wirtschaftsstandort auch mit Blick auf die Entwicklung des Güterbahnhofgeländes zum "Band der Wissenschaft und Technik" in der Digitalisierung nicht abgehängt werden will, beteiligte sich die Stadt an der GmbH.

Die höchsten Subventionen lässt Coburg in die Kinder- und Familienhilfe fließen. Dafür sind heuer knapp 1,9 Millionen Euro vorgesehen. Dieser Betrag liegt nur unwesentlich über dem des Vorjahres. Beispielsweise erhält der Verein Domino Coburg e. V. in dieser Kategorie 221 000 Euro für die offene Kinder-, Jugend- und Familienarbeit, 277 000 Euro für die "Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in ihrer Entwicklung zu selbstständigen und verantwortungsbereiten Persönlichkeiten" sowie 268 600 Euro für Familien- und Elternbildung.

Der Betrag für "Schulträgeraufgaben", zu denen offene und gebundene Ganztagsschulen sowie die Mittagsbetreuung zählen, steigt ebenfalls nur unwesentlich. Wurden dafür im Jahr 2016 rund 821 000 Euro überwiesen, werden es heuer etwa 841 000 Euro sein.

Auf Platz 3 stehen die "Sportförderung und eigene Sportstätten". Gab die Stadt dafür 2016 rund 550 000 Euro aus, wächst dieser Betrag heuer auf rund 663 000 Euro. Darin sind die 160 500 Euro für die "Rasenpflege der Vereine" enthalten.

Die Musikschule lässt sich die Stadt 120 000 Euro kosten, die Beteiligung am Zweckverband Thermalbad Rodach 150 600 Euro. Der "örtliche Einzelhandel" wird für "Erwerb, Reparatur und Anbringung der Weihnachtsbeleuchtung" mit 12 750 Euro unterstützt. Der Zuwendungsbericht weist eine Vielzahl von Posten aus, die vom 50-Euro-Vereinsbeitrag bis zum 800 000-Euro-Zuschuss für die neue Förderschule auf der Bertelsdorfer Höhe reichen. Martin Lieb betonte, dass sich die Ausgaben "an der Leistungsfähigkeit der Kommune" orientierten. Lieb: "Dieser Handlungsspielraum wird aber zunehmend durch fehlende Finanzmittel eingeschränkt." Der Finanzsenat nahm den Bericht zur Kenntnis.

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Wolfgang Braunschmidt

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Veröffentlicht am:
14. 11. 2017
18:57 Uhr

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14. 11. 2017
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