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950 000 Euro für Naturschutz am Grünen Band

Das Geld hilft, seltene Arten zu erhalten. Unter anderem sollen Flächen gekauft werden.



Coburg - Rund 950 000 Euro, größtenteils aus Bundes- und Landesmitteln, hat der Zweckverband Grünes Band Rodachtal, Lange Berge und Steinachtal im vergangenen Jahr in Naturschutzflächen entlang der früheren deutsch-deutschen Grenze investiert. In diesem Jahr soll es die gleiche Summe sein. "Das Naturschutzgroßprojekt ist nach wie vor eine Erfolgsgeschichte", so Landrat und Verbandsvorsitzender Michael Busch bei der jüngsten Verbandsversammlung.

Das Geld fließt in die Pflege von Biotopen seltener Tier- und Pflanzenarten, wie etwa Wiesen, die durch die Beweidung mit Schafen traditionell genutzt werden, oder kleine Gewässer, die Lebensraum für Amphibien sind. Entweder kauft der Verband solche Flächen an oder pachtet sie. Biotope des Grünen Bandes liegen im Landkreis Coburg, im Landkreis Kronach sowie auf thüringischer Seite in den Landkreisen Sonneberg und Hildburghausen.

Länderübergreifend ist ein Großprojekt umgesetzt worden. Eine zusammenhängende Naturschutzfläche von 50 Hektar liegt in den Landkreisen Coburg und Hildburghausen. Ein etwa elf Kilometer langer Zaun schützt die Fläche vor Weidetieren. Für Wildtiere bilde er keine unüberwindbare Barriere, so Frank Reißenweber von der Naturschutzbehörde im Coburger Landratsamt. Im Gebiet zwischen Bad Rodach und Hildburghausen sollen zudem in diesem Jahr um die 30 Tümpel von Bewuchs befreit oder neu angelegt werden.

Feuchtmulden hat der Verband bei Mitwitz im Landkreis Kronach anlegen lassen. Diese dienen nach den Worten von Projektleiter Stefan Beyer unter anderem als Lebensraum für die Bekassine, einen Schnepfenvogel. Tümpel entstanden bei Adelhausen im Landkreis Hildburghausen.

Das Kerngebiet des Grünen Bandes in der Region umfasst eine Fläche von rund 80 Quadratkilometern. Fast die Hälfte der Fläche war vor dem Großprojekt Naturschutzgebiet.

Hauptziel ist es, naturnahe Abschnitte des Grünen Bandes dauerhaft in ihrer Lebensraum- und Strukturvielfalt zu erhalten und andere Bereiche gezielt zu entwickeln, um den naturschutzfachlichen Wert wiederherzustellen. Weitere Ziele sind der dauerhafte Schutz, die Pflege und die Entwicklung wertvoller, seltener oder bedrohter Waldstücke und Kulturlandschaftsbiotope sowie die Flüsse und Bäche wieder natürlich fließen zu lassen. Beyer weist auf einen zusätzlichen Effekt hin: "Nicht zuletzt erhöht das Grüne Band die Attraktivität der Region." So sei für die Entwicklung eines ländlichen Tourismus das Vorhandensein intakter Natur Voraussetzung, ebenso wie für Naherholung und das Naturerleben. mm

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Mathias Mathes
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Veröffentlicht am:
22. 03. 2018
17:52 Uhr

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Mathias Mathes

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Veröffentlicht am:
22. 03. 2018
17:52 Uhr



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